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Pärchen abwechselnd auf der Anklagebank

Pärchen abwechselnd auf der Anklagebank

Noch bis vor ein paar Monaten waren Katja F.* und Tobias L.* ein Paar. Aber dann zerbrach die einst innige Beziehung, aus der auch ein kleiner Junge hervorging, unwiederbringlich.

Und mittlerweile scheinen beide alles daran zu setzen, sich gegenseitig in die Pfanne zu hauen - notfalls bis vor die Schranken des Altenburger Amtsgerichtes. Das musste sich nun gleich in zwei aufeinanderfolgenden Hauptverhandlungen mit dem derweil völlig zerstrittenen Pärchen befassen.

 

Fall eins: Dazu musste die 30-Jährige auf der Anklagebank Platz nehmen. Ihr 39-jähriger Ex-Freund war einziger Zeuge der Anklage. Angeblich sollte die einstige Herzensdame aus der Wohnung von Tobias L. in Altenburg unter anderem Münzen, eine Fernseh-Fernbedienung, ein Smartphone und einen Kaufvertrag für ein Auto gestohlen haben.

 

Aber die Schilderungen der Abläufe an jenem 10. Oktober des vergangenen Jahres waren derart voller Ungereimtheiten und Widersprüche zu früheren Aussagen gegenüber der Polizei, dass der Staatsanwalt mehrfach mit dem Kopf schütteln musste. Der Verteidiger von Katja F. sowieso. Prompt plädierten Staatsanwalt und Verteidiger auf Freispruch, und der Richter brauchte keine Minute, um sich mit seinem Urteil diesen Forderungen anzuschließen.

 

Fall zwei: Die beide Hauptakteure wechselten die Sitzgelegenheiten - Katja F.. nahm als Zeugin Platz, Tobias L. als Angeklagter. Es begann das nächste Kapitel der Geschichte einer gescheiterten Beziehung. Diesmal wurde dem 39-Jährigen vorgeworfen, seine Ex übel beleidigt, bedroht und körperlich misshandelt zu haben. Der Rest ähnelte verblüffend der ersten Verhandlung: Die Schilderungen beider waren erneut derart widersprüchlich, dass es nur Kopfschütteln im Saal gab. Es folgte die gleiche Entscheidung wie beim ersten Fall: Freispruch - die Kosten trägt erneut der Steuerzahler.

 

Aufgrund dieser immensen und immer wieder zwischen den beiden aufflammenden Spannungen gab Richter Peter Osin beiden nur einen Rat mit auf den Weg: "Halten Sie Abstand zueinander." Besonders schlimm dürfte dies für das gemeinsame, mittlerweile zweieinhalbjährige Kind sein. Denn zu den meisten angeblichen Auseinandersetzungen soll es gekommen sein, wenn der Vater den Jungen zur Mutter brachte. "Sie sollten das künftig lieber durch eine dritte Person erledigen lassen", so der Rat des Richters.

 

*Namen geändert

Jörg Wolf

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