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Altenburg Party in Klausa: Service Band feiert 20-jähriges Bestehen
Region Altenburg Party in Klausa: Service Band feiert 20-jähriges Bestehen
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17:37 19.07.2016
Musik aus Leidenschaft: Marcel Steinmetz steht gern auf der Bühne. Quelle: Foto: Service Band
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Boderitz

Eine Liveband am Abend ist bei jedem Volksfest oder der Faschingsveranstaltung so etwas wie das Salz in der Suppe. Wenn CCRs „Bad Moon Raising“, Drafi Deutschers „Marmor, Stein und Eisen bricht“ oder der „Kling Klang“ von Keimzeit durch die Boxen dringt, dann ist, vorausgesetzt die Musiker auf der Bühne verstehen ihr Handwerk, eine volle Tanzfläche und gute Stimmung eigentlich garantiert. Das hat vor einer gefühlten Ewigkeit auch Marcel Steinmetz fasziniert. Gruppen wie Zentromer oder Maeckies rockten damals mit ihm zahlreiche Dorffeste mit den Gassenhauern der letzten Jahrzehnte.

Das will ich auch, sagte sich der damals 15-Jährige. Gitarre spielte der Teenager da schon etliche Jahre und gab sogar Unterricht. Gute Voraussetzungen, um die eigene Band, die Service Band, zu gründen. Zur Urbesetzung gehörte ein Kumpel aus dem Freundeskreis, der Schlagzeug spielen konnte und sich wie Steinmetz immer in Klausa in der Garage traf. „Einem anderen Freund aus der Gruppe haben wir einen Bass samt Verstärker gekauft und gesagt, mach mal“, erinnert sich Steinmetz. 20 Jahre ist das nun inzwischen her. Damals hatte Marcel Steienmetz noch nicht einmal einen Moped-Führerschein, heute ist er stolzer Vater dreier Kinder. Der handgemachten Musik mit seiner Service Band ist er trotz aller Veränderungen stets treu geblieben.

Am Sonnabend wird in Klausa das 20-jährige Bestehen der Band groß gefeiert. Und zwar im Anschluss an das Sommerfest des Feuerwehrvereins Klausa. „Das Sommerfest geht von 14 bis 19 Uhr unter anderem mit dem Jugendblasorchester Lucka und dem Niederhainer Karnevals Club los. Danach geht es mit unserer Jubiläums-Mugge weiter auf der Open-Air-Bühne weiter, wo als erstes Zeitgeist spielen“, kündigt der Bandleader und Feuerwehr-Vereinschef an. Marcel Steinmetz freut sich sichtlich auf das bevorstehende Jubiläums-Konzert, auch weil es trotz zwei Jahrzehnte Live-Erfahrung gleich mit einer handvoll Premieren verknüpft ist.

„Die Veranstaltung findet dort statt, wo wir angefangen haben. Unser erster Proberaum war ja in Klausa, aber wir haben dort noch nie gespielt“, sagt Steinmetz, der für den Auftritt auch die ehemaligen Musiker zum Mitspielen eingeladen hat. Darüber hinaus ist es auch das erste Konzert, das die Service Band von sich aus gibt. Normalerweise wird sie als musikalischer Gast für Veranstaltungen gebucht. An die 80 Titel haben die fünf Musiker der aktuellen Besatzung mittlerweile dafür im Repertoire. Rund die Hälfe davon gibt die Service Band, wenn sie bei Volksfesten und ähnlichem rund fünf Stunden lang routiniert für Party sorgt, zum Besten. Etwa 15 Mal pro Jahr wird die Service Band gebucht, erzählt Steinmetz.

Ganz anders der Überraschungsgast am Sonnabend. Die dafür verantwortliche Gruppe wird in Klausa ihr erstes Konzert geben. Darauf freuen sich die Mitglieder der Service Band ganz besonders, denn es werden, bis auf den Drummer, ihre Väter sein, die zur Feier des Tages ein Runde rocken wollen. „Das finde ich total cool, seit Wochen treffen sie sich und üben fleißig“, meint Steinmetz. Musikalisch wird die Väter-Combo um den ehemaligen Jückelberger Bürgermeister Jörg Steinmetz und das Luckaer Musik-Ur-Gestein Hans Taube wohl ganz ähnliche Titel spielen wie die Service Band. „Das ist, was ich auch selbst gern höre“, sagt der Service-Band-Chef.

Eingene Leider schreiben, diesen Ehrgeiz hat Steinmetz übrigens nie entwickelt. Von Anfang an wollte er eine Cover-Band, die tanzbaren Rock spielt. Mit Songs beispielsweise von CCR, Smokie, Peter Maffay, Queen, REM, Keimzeit oder den Ärzten tritt die Gruppe vor allem hier in der Altenburger Region auf. Aber die Musiker haben auch schon Soldaten musikalisch in den Kampfeinsatz verabschiedet. „Das war einmal in Bayern und einmal in Hessen – ich war gerade Zeitsoldat und es hatte sich herumgesprochen, dass ich Musiker bin“, erzählt Steinmetz, wie es zu den außergewöhnlichen Auftritten kam.

Schöne Konzerte habe es aber viele gegeben. „Es ist wirklich die absolute Ausnahme, wenn wir die Leute nicht kriegen und die Tanzfläche leer beleibt. In aller Regel ist spätestens ab 22 Uhr alles voll vor der Bühne.“ Und am Ende gibt es dann natürlich den verdienten Applaus.

Eine Droge, von der die Service Band auch zukünftige nicht lassen kann. „Genug Geld, um davon leben zu können verdienen wir natürlich damit nicht, aber es ist doch so schön, auf der Bühne zu stehen“, gesteht der 35-Jähirge ein und fiebert nun dem kommenden Sonnabend entgegen.

Von Jörg Reuter

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