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Altenburg „Pendlertag“ will für Heimkehr begeistern
Region Altenburg „Pendlertag“ will für Heimkehr begeistern
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09:06 29.08.2018
ThaFF-Teamleiter Andreas Knuhr, Landrat Uwe Melzer und Wolfgang Schlegel, Leiter des Fachdienstes Wirtschaft und Kultur im Landratsamt, informieren zum Pendlertag am 14. September. Quelle: Maike Steuer
Altenburg

13 000 Arbeitnehmer verlassen jeden Morgen das Altenburger Land, um jenseits der Kreisgrenze ihrem Job nachzugehen. Thüringenweit summiert sich diese Zahl auf 124 000 Pendler, die die Thüringer Agentur für Fachkräftegewinnung (ThaFF) seit 2017 mit ihren „Pendlertagen“ zurück zu gewinnen versucht.

Am 14. September beraten Andreas Knuhr und sein Team erstmals im Landschaftssaal des Landratsamtes Fachkräfte aller Berufsgruppen zu Chancen und Möglichkeiten des hiesigen Arbeitsmarktes. Gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung des Landratsamtes, der Agentur für Arbeit Altenburg-Gera, der Handwerkskammer Ostthüringen und der IHK zu Gera werfen sie in der Zeit von 15 bis 19 Uhr einen näheren Blick auf die Bewerbungsunterlagen, weisen auf Jobangebote in der projekteigenen Stellenbörse hin und die Vorzüge, die die Rückkehr in heimische Gefilde mit sich brächte. „Wir wollen interessierten Fachkräften zeigen, was möglich ist im Altenburger Land“, betonte Landrat Uwe Melzer. Fachkräftesicherung sei eine sehr wichtige Angelegenheit, die er nach Kräften unterstütze.

Aktive Werbung um beschäftigte Fachkräfte

Da sich der „Pendlertag“ gezielt an „Fachkräfte, die bereits in Lohn und Brot stehen“ richtet, wie Wolfram Schlegel erklärte und weniger an Arbeitssuchende, müsse man aktiv um diese Menschen werben und ihr „Heimatgefühl“ ansprechen. „Es gibt viele, die auch nach Jahren in anderen Bundesländern noch eine starke lokale Bindung haben und dahin zurück wollen, wo der alte Freundeskreis, Bekannte und Familie wohnen“, so der Leiter des Fachdienstes Wirtschaft und Kultur.

Anders als bei Jobmessen werden am „Pendlertag“ keine Unternehmen vor Ort sein beziehungsweise direkte Bewerbungsgespräche stattfinden. Vielmehr geht es den Initiatoren darum, jene wieder fit für den Bewerbungsprozess zu machen, die seit Jahrzehnten Experten auf ihrem Gebiet sind – um im Zweifel im Gespräch mit einem neuen Arbeitgeber trotzdem durchzufallen. „Wir geben Tipps zum Bewerbungsschreiben, zur eigenen Präsentation und möchten neue Perspektiven aufzeigen“, erläutert Knuhr.

Offene Stellen in der ThaFF-Stellenbörse

Bis zu 25 Teilnehmer hätten diesen Service jeweils bei den vergangenen Pendlertagen in ganz Thüringen genutzt. Nicht die Masse, wie sich Knuhr bewusst ist, aber „das sind in der Regel wirklich Interessierte, die sich bei uns anmelden.“

51 offene Stellen sind momentan in der ThaFF-Stellenbörse für den Landkreis gelistet – Zeitarbeit und Personaldienstleister ausgeschlossen. Bis zum 14. darf sich diese Zahl gern noch im dreistelligen Bereich einpendeln, wünschen sich alle Beteiligten.

Von Maike Steuer

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