Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Altenburg Penny-Markt in Altenburg: Aus Trampelpfad wird nun doch Fußweg
Region Altenburg Penny-Markt in Altenburg: Aus Trampelpfad wird nun doch Fußweg
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
04:42 29.06.2017
Aus dem Trampelpfad am Discounter in der Münsaer Straße wird dort, wo die Büsche stehen, bald ein richtiger Gehweg. Quelle: Thomas Haegeler
Altenburg

Manchmal sind nicht nur die Wege des Herrn unergründlich, sondern auch die der Menschen. Bestes Beispiel: der Trampelpfad unterhalb des Penny-Marktes in der Münsaer Straße. Was hat die Stadtverwaltung nicht alles versucht, um die Anwohner dazu zu bringen, auf den gegenüberliegenden Gehweg auszuweichen. Da wurden Sträucher gepflanzt und ein Fußgängerüberweg gebaut, aber die Leute schlängelten sich weiter durch. Derzeit soll ein Bauzaun das Betreten verhindern. Doch nichts da: Der Trampelpfad neben der Absperrung wird nur noch breiter.

Nun hat Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) beschlossen, das Problem zu lösen. „Ich bin angesprochen worden und mir ist auch aufgefallen, dass der Weg trotz Bauzaun weiter genutzt wird“, erklärte das Stadtoberhaupt auf OVZ-Nachfrage. Allerdings kritisieren Anwohner seit über zwei Jahren das Fehlen eines richtigen Fußweges. Bereits im Februar 2015 sagte er: „Ich kann nichts versprechen, aber wir sind dran.“

In den vergangenen Wochen haben er und seine Mitarbeiter sich die Sache „sehr intensiv angeguckt“ und eine Lösung gefunden. „Eine Treppe hilft Leuten mit Rollator oder Kinderwagen nicht weiter“, schildert Wolf die Entscheidungsfindung. Für einen Gehweg mit regulären Abmessungen aber fehle der Platz. „Es gibt sicher Wichtigeres, aber wir haben einen Kompromiss gefunden, weil mir die Unversehrtheit der Leute wichtig ist.“ Hintergrund dieser Worte sind mehrere Stürze auf dem eigentlich gesperrten Gelände.

Der Kompromiss sieht laut Wolf so aus, dass ein schmalerer Weg als normal dort entstehen wird, wo der Feuerdorn wächst. Dieser wird mit einfachen Steinen gepflastert. Die Materialkosten von 3000 bis 4000 Euro werden von den Eigentümern des Penny-Grundstücks getragen. „Den Weg werden wir mit eigenen Kräften vom Bauhof machen, weil wir eine Vergabe nicht bezahlen können“, sagte Wolf. „Das heißt aber auch, dass sie an anderer Stelle keine Fußwege reparieren können.“

Los gehen soll es im September, wenn die Vegetation eine Verpflanzung des Feuerdorns zulässt. Der kommt im Rahmen einer Ausgleichsmaßnahme ans Plateau. Dazu der OB: „Es ist also kein rausgeworfenes Geld.“ Im Oktober solle die Kuh dann vom Eis sein.

Von Thomas Haegeler

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

„Wir hoffen, dass die Bauarbeiten in Rödigen in diesem Jahr abgeschlossen werden können“, sagt Lödlas Bürgermeister Torsten Weiß (CDU). Seit März sind Bautrupps im Ortsteil Rödigen unterwegs. Im Zuge der Ertüchtigung des Trink- und Abwassernetzes durch den Zweckverband Wasserver- und Abwasserentsorgung Altenburger Land (ZAL) erneuert die Kommune die betroffenen Straßenzüge.

01.07.2017

Ein kulturelles Highlight im kommenden Jahr wirft schon jetzt seine Schatten voraus. Am 7. Oktober 2018 werden in der Skatstadt gleich drei große Jubiläen auf einen Ritt gefeiert: 200 Jahre Altenburger Bauernreiten, das 25. Thüringer Landeserntedankfest sowie das 12. Thüringer Landestrachtenfest. Vereint werden diese drei Feste unter dem Namen „Tag der Altenburger“.

01.07.2017

Drei Jahre haben das Altenburger Folkloreensemble und zahlreiche weitere Mitstreiter geprobt, um im Jahr 2000 einen neuen Weltrekord im Massentanz aufzustellen. Das Anliegen schlug zwar deutlich fehl. Aber dennoch gab es in Altenburg Grund zum Jubel über eine Weltbestmarke.

28.06.2017