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Peter Luczak legt für immer Karten aus der Hand

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Der Präsident des Internationalen und des Deutschen Skatgerichts, Peter Luczak, ist am Silvestertag gestorben. Das teilt das Skatgericht in einer Pressemeldung mit.

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Peter Luczak

Quelle: Modrow

Er erlag einer schweren Krankheit und wurde 67 Jahre alt.

 

Peter Luczak hatte sich sofort nach dem Mauerfall dafür eingesetzt, dass das Skatgericht nach Altenburg zurückkehrt, wofür er 1990 die Weichen stellte. Später gehörte er zu den Wegbereitern, dass auch der Deutsche Skatverband (DSkV) seinen Sitz wieder in jener Stadt nahm, die als die Wiege des Skatspiels gilt. Bei diesem Unterfangen half Luczak mit, die Landesverbände in den alten Bundesländern zu überzeugen, ihren Widerstand aufzugeben, dass der Skatverband von Bielefeld nach Altenburg umzieht. Ein entsprechender Antrag war zunächst durchgefallen. 2002, und damit nach 56 Jahren, war Altenburg wieder der Nabel der Skat-Welt.

 

Luczak wurde 1990 in Hamburg als Mitglied und 1999 zum Präsidenten des Deutschen Skatgerichts gewählt. Das Gremium trifft sich drei- bis viermal im Jahr im Altenburger Hotel Am Rossplan, das sein offizieller Tagungssitz ist. Maßgeblich war der Verstorbene 1998 an der Gestaltung der Internationalen Skatordnung beteiligt, hat die heute gültige Fassung entscheidend geprägt und sich für deren strikte Einhaltung eingesetzt. Ebenso hat er an der Fusion des Deutschen Skatgerichts und der ISPA-Regelkommission mitgearbeitet. Dieses Engagement endete 2002 mit der Gründung des Internationalen Skatgerichts, dessen Präsidentschaft Luzcak im gleichen Jahr übernahm. "Mit seinem Engagement und seiner fachlichen Kompetenz, die weltweit geschätzt wurde, hat er einen maßgeblichen Beitrag zur Entwicklung und Bedeutung des Deutschen Skatverbandes geleistet", wird sein Wirken vom Skatverband gewürdigt. Sein Tod "ist für uns alle unfassbar. Noch im November hat sich Peter zur Wiederwahl gestellt und wollte sein Amt eine weitere Amtszeit ausfüllen", zeigte sich der Präsident des DSkV, Peter Tripmaker, gestern tief erschüttert.

 

Einer der engsten Wegbegleiter Peter Luczaks gleich nach dem Mauerfall war das Altenburger Skat-Urgestein Hans Jäschke. "Wir haben uns beim ersten gemeinsamen Skatkongress 1990 in Hamburg zusammengefunden und in Sachen Umzug von Bielefeld nach Altenburg immer an einem Strang gezogen", erinnerte sich der 77-Jährige gestern. Luczaks Handschrift würden auch zahlreiche skatsportliche Veranstaltungen in Altenburg tragen. "Ich denke da nur an die Skatolympiaden sowie die Jubiläumsfeierlichkeiten für unser Skatgericht", so Jäschke, der Ehrenmitglied des Skatgerichts ist.

 

Seine hohen Skat-Ämter übte Luczak allerdings ehrenamtlich aus. Beruflich war er bis zu seiner Pensionierung vor drei Jahren als Gerichtsvollzieher in seiner Heimatstadt Marburg tätig. Er hinterlässt seine Ehefrau und drei Töchter.

Jens Rosenkranz

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