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Altenburg Pflegeeinrichtung in Meuselwitz sehr gut ausgelastet
Region Altenburg Pflegeeinrichtung in Meuselwitz sehr gut ausgelastet
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18:02 29.12.2015
Das Seniorenzentrum Meuselwitz ist stets sehr gut ausgelastet. Quelle: Mario Jahn
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Meuselwitz

Mit einer durchschnittlichen Auslastung von 99,7 Prozent war das Seniorenzentrum Meuselwitz in diesem Jahr sehr gut ausgelastet. Die Nachfrage nach einem der 62 Plätze in der Pflegeeinrichtung, die zu je 50 Prozent der Stadt Meuselwitz und dem Landkreis Altenburger Land gehört, ist größer als das Angebot an freien Plätzen. „In diesem Jahr hatten wir zwölf Neuaufnahmen in den Pflegestufen I und II zu verzeichnen. Auf einer Warteliste stehen allerdings ständig bis zu zehn Interessenten für einen Platz in unserer Einrichtung“, so Geschäftsführerin Kathrin Pliquett-Herfurth in ihrem Arbeitsbericht, den sie kürzlich vor dem Meuselwitzer Stadtrat gab.

Ein Grund für die große Nachfrage sei für die Meuselwitzer sicherlich die gewohnte Umgebung, aber auch die gute Qualität der Pflege spreche sich herum. So habe die jüngste Kontrolle durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung für das Seniorenzentrum eine Gesamtnote von 1,1 und im Pflegebereich die Note 1,3 ergeben, berichtete sie weiter.

Das Durchschnittsalter der Bewohner liege derzeit bei 86,4 Jahren. Betreut werden in der Einrichtung im Augenblick 49 Frauen und 13 Männer, darunter drei Ehepaare. „Die meisten Pflegebedürftigen haben die Pflegestufe II, 19 Senioren die Stufe III und 16 die Stufe I. Rund 75 Prozent der hier lebenden Menschen leiden unter Demenz“, nannte Pliquett-Herfurth weitere Fakten.

Um die betagten Menschen sorgen sich 51 Mitarbeiter – von der Verwaltung bis zum Pflegepersonal. „Durch das Pflegestärkungsgesetz können wir all unsere Bewohner seit Jahresbeginn zusätzlich pro Monat 124 Stunden betreuen. Bis dahin waren es nur 57 Stunden. Uns war es dadurch möglich, zwei zusätzliche Stellen zu schaffen“, hob die Geschäftsführerin hervor. Tatkräftige Unterstützung bekamen die Mitarbeiter des Hauses aber auch von vier Auszubildenden und 20 Praktikanten. Mit Fachpersonal sei das Pflegeheim so gut ausgestattet, dass rund um die Uhr ausgebildete Pfleger vor Ort seien.

Um wettbewerbsfähig und bei der Betreuung auf dem neuesten Stand zu bleiben, wird im Seniorenzentrum seit Jahren großer Wert auf Weiterbildung gelegt. Jeder Mitarbeiter nimmt deshalb pro Jahr 24 Stunden an Schulungen teil.

Die Liquidität sei auch in diesem Jahr gesichert gewesen. „Anders als erwartet, wird das Jahr 2015 mit einem positiven Ergebnis enden“, stellte Pliquett-Herfurth in Aussicht. Als Grund dafür nannte sie die noch nicht erfolgte Inanspruchnahme eines Kredits für den Erweiterungsbau (die OVZ berichtete). Dieser schlug sich allerdings durch die Planungskosten in den Ausgaben nieder. Die lagen bis Ende Oktober bei 203 000 Euro. Verwendung fanden die Gelder unter anderem im Sanitär- und Pflegebereich sowie für die Beseitigung von Rissen an den Außenwänden.

Dank eines neuen Fahrzeuges, das wieder mehrere Unternehmen für die nächsten Jahre gesponsert haben, sind die Bewohner des Altenheims mobil und können Fahrten in die nähere Umgebung unternehmen. „Die Hausärzte unserer Bewohner kommen ins Haus, so dass sich keiner einen neuen Arzt suchen muss. Das ist für unser Klientel sehr wichtig“, betonte die Chefin des Hauses.

Von Marlies Neumann

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