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Altenburg Pflegekinder im Altenburger Land bekommen jetzt mehr finanzielle Hilfe
Region Altenburg Pflegekinder im Altenburger Land bekommen jetzt mehr finanzielle Hilfe
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00:16 11.07.2017
Pflegekinder und -familien bekommen seit 1. Juli mehr finanzielle Unterstützung vom Staat. Quelle: André Kempner
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Altenburg

Seit dem 1. Juli gelten im Altenburger Land nicht nur neue Richtlinien für die Förderung von Kinder- und Jugendarbeit (die OVZ berichtete), sondern auch zu finanziellen Hilfen und Zuschüssen für Minderjährige, die sich in der Obhut von Pflegeeinrichtungen oder -familien befinden. Die Änderungen in der „Annex-Richtlinie“ im Überblick:

Der Zuschuss für einmalige, persönliche Anlässe wie Einschulung, Taufe, Kommunion, Konfirmation oder Jugendweihe wird von jährlich 100 auf maximal 150 Euro erhöht.

Die Schwelle für die Kostenübernahme von teuren Lernmitteln wird von 13 auf 10 Euro gesenkt.

Die Kosten für mehrtägige Klassenfahrten werden nicht mehr wie bisher nur zu zwei Dritteln, sondern komplett übernommen – aber nur einmal pro Jahr.

Die Kosten für Familienheimfahrten werden nun auch übernommen, wenn die Reise mit dem Auto absolviert wird, insofern die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel unmöglich oder nicht zumutbar ist.

Die Zuschüsse, die Pflegefamilien für Sach- und Erziehungskosten erhalten, werden jährlich anhand der Regelbedarfsstufen angepasst.

Bei Schwangerschaft sind nun konkrete Zahlen festgeschrieben. Für Umstandskleidung könneb einmalig bis zu 100 Euro, bei Geburt des Kindes bis zu 200 Euro für dessen Bedarf bewilligt werden.

Die Fahrtkosten zu Kita, Schule, Hort, Tagesgruppe oder Ausbildungsstätte werden übernommen, allerdings nur in Höhe der günstigsten Transportvariante.

Die Kosten für Ausweise einschließlich Passfotos werden übernommen.

Wer Mitglied eines Vereins ist, dem können dabei anfallende Nebenkosten und Anschaffungen von maximal 10 Euro monatlich erstattet werden – vorausgesetzt die Maßnahme ist dem Erziehungsziel sowie der Entwicklung und Förderung der Persönlichkeit förderlich.

Gänzlich neu sind die Bestimmungen zur Krankenhilfe. Diese muss den am Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung orientierten notwendigen Bedarf befriedigen. Zuzahlungen und Eigenleistungen werden übernommen, aber nicht, wenn die Maßnahmen nicht zum Leistungsspektrum der gesetzlichen Krankenkassen gehören oder es sich um nicht anerkannte Verfahren (Heilpraktiker, Homöopathie) handelt. Brillengestelle können alle zwei Jahre mit bis zu 50 Euro bezuschusst werden, kieferorthopädische Behandlungen werden komplett übernommen.

Von Christian Neffe

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