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Pfusch am Bau – Turnhalle an der Mäder-Schule wird erst im Januar fertig

Altenburg Pfusch am Bau – Turnhalle an der Mäder-Schule wird erst im Januar fertig

Schüler und Lehrer der Gemeinschaftsschule „Erich Mäder“ in Altenburg trauten zum Schuljahresbeginn vor einer Woche ihren Augen nicht: Die neue Turnhalle auf dem Schulgelände hatte sich seit Ferienbeginn überhaupt nicht verändert. Dabei sollte sie doch Ende September fertig sein. Daraus wird nichts, erfuhr die OVZ im Rathaus.

Wer diese Situation sieht, weiß: Bis Ende September wird die neue Turnhalle der Erich-Mäder-Schule nie und nimmer fertig.

Quelle: Mario Jahn

Altenburg. Schüler und Lehrer der Gemeinschaftsschule „Erich Mäder“ in Altenburg trauten zum Schuljahresbeginn vor einer Woche ihren Augen nicht: Die neue Turnhalle auf dem Schulgelände hatte sich seit Ferienbeginn überhaupt nicht verändert. Dabei sollte sie doch Ende September fertig sein und den Mädchen und Jungen endlich ordentliche Bedingungen für den Sportunterricht und moderne Sanitäranlagen bieten. Doch daraus wird nichts, das war allen relativ schnell klar. Wie drastisch die Zeitverschiebung aber tatsächlich ist, erfuhr die OVZ jetzt auf Nachfrage im Rathaus: Die neue Einfeld-Halle wird erst Anfang oder Mitte Januar 2017 fertig.

„Wir haben leider ein großes Problem, so dass die Arbeit auf der Baustelle wochenlang ruhte“, bestätigte Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD). Seinen Aussagen zufolge hatte die Dachdeckerfirma das im Bau befindliche Dach des Sozialtrakts, der an zwei Seiten die Turnhalle umschließt, nach Arbeitsende nicht ordnungsgemäß abdichtet. Ausgerechnet da gab es am 17. Juni einen Dauerregen von fast 24 Stunden. Das Wasser durchnässte nicht nur die Balken, sondern drang auch in die Dämmung sowie unter die gerade erst frisch aufgebrachte Estrichschicht im Fußboden ein.

Damit war erst einmal Schluss mit Bauen. „Denn beim Dachaufbau darf keine Feuchtigkeit im Gebälk sein, sonst droht das Holz zu verfaulen und Pilzbildung“, so Wolf. Guter Rat war teuer, denn während die Dachdeckerfirma eine Teilsanierung vorschlug, indem im Dach sogenannte Entspannungslüfter eingebaut und der Zustand regelmäßig kontrolliert werde, forderte das für den Turnhallenbau zuständige Ingenieurbüro den Komplettabriss und Neuaufbau des Dachs über dem Sanitärtrakt.

Eine Krisensitzung mit allen Beteiligten brachte kein Ergebnis. „Wir haben deshalb zur Klärung der Situation einen unabhängigen Gutachter eingeschaltet, und auch der empfahl einen Abriss“, berichtet der OB. Doch plötzlich akzeptierte das Ingenieurbüro die Teillösung mit einigen zusätzlichen Maßnahmen. Wenn die Stadt sich jetzt quer gelegt hätte, wäre es auf eine juristische Auseinandersetzung vor Gericht hinausgelaufen, so Wolf. Und die kann bekanntlich Monate, wenn nicht Jahre dauern.

Man einigte sich deshalb auf einen Kompromiss. Mit der Dachdeckerfirma wurde die Gewährleistung abweichend vom Normalfall auf zehn Jahre verlängert. Sie wurde außerdem verpflichtet, in regelmäßigen Abständen nach dem Zustand zu sehen. „Seit Montag dieser Woche wird das Dach nun fertiggestellt, die Firma beseitigt die Mängel, und auch der Fußboden wird inzwischen getrocknet“, so Wolf, der dem ganzen Dilemma zumindest ein positive Seite abgewinnen kann: Die Turnhalle selbst ist nicht in Mitleidenschaft gezogen worden.

Doch weitergebaut wurde auch dort nicht. Denn solange es Streit um das Dach des Sanitärtrakts gab, konnten auch alle Innenausbaufirmen nicht arbeiten. Insgesamt gibt es derzeit einen Bauverzug von zwei Monaten. Da die Stadt aber davon ausgeht, dass die Arbeiten jetzt nicht mehr so problemlos wie bisher vonstatten gehen, sondern es terminlich etwas holpern könnte, wurde die Inbetriebnahme der neuen Turnhalle gleich aufs nächste Jahr verschoben. „In der zweiten oder dritten Januar-Woche wollen wir sie einweihen“, erklärte der OB. „Das ist alles äußerst ärgerlich, doch leider auch nicht zu ändern.“

Bis dahin findet der Sportunterricht und der Vereinsport in der alten Turnhalle statt, die ja noch nicht außer Betrieb genommen wurde.

Von Ellen Paul

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