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Pilgernd zum Pilgerweg durchs Wieratal

Projekt nimmt Gestalt an Pilgernd zum Pilgerweg durchs Wieratal

Seit einem halben Jahr gärt in der Kirchgemeinde Flemmingen die Idee, einen Pilgerweg einzurichten. Mit der kürzlich gegründeten Arbeitsgruppe nimmt das Vorhaben nun immer konkretere Züge an. Vorgesehen ist ein Rundweg mit noch nicht genau bestimmter Länge, der durch fast alle Orte des Wieratals führt.

Das Wieratal ist voller landschaftlicher und kultureller Reize.

Quelle: Reproduktion

Flemmingen. Die Landschaft des Wieratals bis zum Leinawald ist zu jeder Jahreszeit wunderschön und immer einen Ausflug wert. Am besten lässt sich die reizvolle Natur entschleunigt mit dem Rad oder zu Fuß erleben. Das wissen auch Flemmings Pfarrer Götz-Ulrich Coblenz und seine Frau. Um dieses Idyll noch mehr Touristen und auch Einheimischen nahezubringen, hatten sie in der Kirchgemeinde bereits vor etwa einem halben Jahr die Idee, einen Pilgerweg einzurichten. Mit der kürzlich gegründeten Arbeitsgruppe nimmt das Vorhaben nun immer konkretere Züge an. Vorgesehen ist ein Rundweg mit noch nicht genau bestimmter Länge, der durch fast alle Orte des Wieratals führt, unter anderm zur Talsperre Schömbach, zu einem mittelalterlichen Steinkreuz, zum zweitgrößten Baum des Leinawaldes sowie zu den Kirchen in den Ortschaften.

Zum Pilgerweg könne grundsätzlich jede Route erklärt werden, sagt Coblenz. Der Begriff sei weder geschützt, noch müssten irgendwelche Vorgaben eingehalten oder irgendetwas beantragt werden. Jedoch sei es von Vorteil, wenn der Weg eine Geschichte habe oder auch an geschichtsträchtigen Orten entlangführe. Und von Letzteren gebe es im Wieratal so viele, dass es dem Arbeitskreis richtig schwergefallen sei, 15 Orte herauszusuchen, die der Pilgerweg einmal verbinden soll. „So manches Anlaufziel ist doch schon im nächstgelegenen Nachbarort unbekannt“, erklärt Coblenz.

Deshalb werde sich auch für Einheimische der Pilgerweg lohnen. Ganz zu schweigen von Besuchern, die angelockt werden sollen. Wie der Pfarrer erklärt, stehe der Gedanke der Buße, der vor allem mit dem mittelalterlichen Pilgern eng verbunden ist, nicht im Vordergrund. „Wir wollen vielmehr die Leute einladen, sich beim Laufen durchs Wieratal zu reflektieren“, so der erfahrene Pilger, der mit seiner Frau schon Tausende Kilometer, etwa nach Santiago de Compostela und Jerusalem, gelaufen ist. Denn innere Einkehr sei ebenso ein wesentlicher Bestandteil des Pilgerns.

Anders als etwa auf dem Jakobsweg, werde es im Wieratal keine oder nur ein, zwei Möglichkeiten zum Übernachten geben. „So lang wird ja der Weg nicht, wir zielen mehr auf Tagesausflügler“, begründet Coblenz. Ihnen werde ein Heft an die Hand gegeben mit allen Informationen zu den Stationen und den angrenzenden beziehungsweise angebundenen Wanderwegen, wie etwa dem Viaduktradweg, der in den kommenden Jahren auf der alten Bahnstrecke entstehen soll. Dementsprechend ist auch vorgesehen, den neuen Pilgerweg so herzurichten, dass er problemlos auch mit dem Drahtesel befahren werden kann.

„Die Phase des Nachdenkens über das Projekt haben wir abgeschlossen, die Phase des Arbeitens hat begonnen“, so Pfarrer Coblenz. Wann der Weg eröffnet wird, ist noch unsicher. Rund zehn Leute beteiligen sich an dem Vorhaben. „Wir machen das Stück für Stück, aber nicht mit Hektik, so dass jeder etwas davon hat.“

Von Jörg Reuter

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