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Altenburg PlusBus startet mit S-Bahn-Verbindung
Region Altenburg PlusBus startet mit S-Bahn-Verbindung
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19:11 05.11.2013

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Auf drei Linien verbessern der Mitteldeutsche Verkehrsverbund (MDV) und die Thüsac ihr Angebot. Die hiesigen Kunden profitieren davon durch mehr Fahrten, gesicherte Anschlussverbindungen sowie eine einheitlichere Taktfrequenz.

Damit auch der ländliche Raum die Vorzüge der S-Bahn nutzen kann, begannen die Verkehrsexperten des MDV, der Thüsac und der Kreisverwaltung bereits Anfang 2010 ein Linienbus-Netz zu entwickeln, dass auf die neu Bahn-Verbindung abgestimmt ist. "Dieses Busnetz ist aber nicht gänzlich neu, sondern basiert auf dem bisherigen", erklärt Ronny Thieme, Leiter des Fachbereiches Ordnungs- und Bürgerangelegenheiten im Landratsamt. "Doch die wichtigsten Buslinien wurden an die S-Bahn angetaktet."

Weiterfahrt binnen zehn Minuten möglich

Konkret geht es um die Linien 258 von Lucka nach Borna, 350 von Altenburg nach Schmölln und 416 von Altenburg nach Lucka. Laut Thieme sind das bisher bereits die am stärksten ausgelasteten Linien, in deren Einzugsgebiet 70 Prozent der Bevölkerung des Kreises wohnen. "Auf diesen Verbindungen haben wir den Busfahrplan den künftigen Abfahrts- und Ankunftszeiten der S-Bahn angepasst", erklärt Thieme weiter. Das Prinzip ist simpel und klingt vielversprechend: Wer mit dem Bus einer dieser Linien am Bahnhof Altenburg ankommt, soll binnen zehn Minuten einen S-Bahn-Anschluss in Richtung Leipzig oder Zwickau erreichen. Und umgekehrt: Rollt die S-Bahn in Altenburg ein, fährt binnen zehn Minuten der nächste Linienbus nach Schmölln oder Meuselwitz und Lucka ab. Ähnliches gilt für Bus-Ankünfte und -Abfahrten auf dem Bahnhof in Schmölln.

"Der gesamte Reiseverlauf wird für den Fahrgast somit attraktiver, Warte- und Fahrzeiten verkürzen sich deutlich", bringt Thieme, der auch stellvertretender MDV-Aufsichtsratschef ist, die Vorteile auf den Punkt. "Das Umsteigen funktioniert problemlos. Wer zum Beispiel in Rositz in den Linienbus steigt, kann beim Busfahrer sein Ticket gleich für den Verkehrsverbund bis Leipzig oder Halle lösen und mit dem Fahrschein auch gleich noch die Straßenbahn nutzen." Auch das Merken der Abfahrzeiten wolle man durch weitestgehend einheitliche Taktung der Linien erleichtern.

So verkehren die Busse zwischen Altenburg und Lucka - bis auf wenige Ausnahmen - jede Stunde zur sechsten Minute oder die nach Schmölln immer fünf nach um.

Die kürzeren Fahrzeiten beziehen sich jedoch nur auf die Gesamtstrecke.

Denn die Busse auf den einzelnen Strecken im Altenburger Land brauchen genauso lange wie jetzt auch.

Während die Anzahl der Fahrten zwischen Altenburg und Schmölln in etwa gleich bleibt, verkehren ab 15. Dezember zwischen Altenburg und Lucka sowie zwischen Lucka und Borna deutlich mehr Busse. Gab es auf letztgenannter Strecke an Wochenenden bisher gar keine Verbindung, sind es ab Mitte Dezember sechs an Sonnabenden und vier an Sonntagen. Dass es dann aber etwa werktags auf der Linie 416 zwischen der Skatstadt und Lucka 16 statt bisher zwölf und in entgegengesetzter Richtung 16 statt bisher sieben Fahrten geben wird, liegt auch daran, dass die anderen Linien, die auf dieser Strecke verkehren, anpasst werden.

"Wir haben hier nicht viele neue Fahrten dazugenommen, sondern nur umverteilt", sagt Martin Hübscher, Prokurist und Bereichsleiter Verkehr der Thüsac. So werde man die Fahrten zwischen Altenburg und Lucka über Wintersdorf und Prößdorf auf der Linie 406 genauso reduzieren wie das direkte Angebot auf der Linie 413 und mit der Linie 409 nur noch nach 20 Uhr nach Meuselwitz fahren. "Die anderen Linien im Kreis werden für das neue Angebot aber nicht vernachlässigt."

Fahrgastanstieg bis sieben Prozent erhofft

Vom ursprünglichen Plan, auch nachts Busse auf diesen Strecken verkehren zu lassen, ist man jedoch abgekommen. "Nachts werden die Busse in der Regel nicht fahren", so Thieme. "Das ist ein Kostenproblem wegen der zu geringen Auslastung."

Dennoch verspricht man sich im Altenburger Land durch das neue Angebot mehr Fahrgäste. "In Zeiten steigender Benzinpreise erwarten wir, dass mehr Menschen auf Bus und Bahn umsteigen und unsere Angebote nutzen", sagt Thieme. So prognostiziere die Modellrechnung im Durchschnitt auf allen drei Linien ein Plus von sieben Prozent in den nächsten drei Jahren. "Die demografische Entwicklung ist hier bereits eingerechnet." © Kommentar

Thomas Haegeler

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