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Polizeieinsatz nach Streit in syrischer Familie in Altenburg

Siegfried-Flack-Straße Polizeieinsatz nach Streit in syrischer Familie in Altenburg

Zu einer ernsten Situation kam es am Donnerstag in der Altenburger Siegried-Flack-Straße, in der Asylbewerber leben. Nach einem Familienstreit, so die Polizei, wollte ein 21-jähriger Syrer verhindern, dass seine Schwester (27) und deren neunjährige Tochter in eine andere Wohnung gebracht werden. Dazu hielt er sich vor den Augen der Polizei eine Rasierklinge an den Hals.

Blick in die Siegfried-Flack-Straße.

Quelle: Mario Jahn

Alenburg. Zu einer ernsten Situation kam es am Donnerstag in der Altenburger Siegried-Flack-Straße, in der Asylbewerber leben. Eine ehrenamtliche Flüchtlingshelferin hatte gegen 15.30 Uhr die Polizei wegen eines Streits in einer syrischen Familie alarmiert. Vor Ort wurde entschieden, die 27 Jahre alte Frau und ihre neunjährige Tochter wegen der familiären Auseinandersetzung in einer anderen Unterkunft für Flüchtlinge unterzubringen, informierte am Freitag Polizeisprecher Sebastian Hecker.

In dem Moment, als die Mutter und ihr Kind in eines der Polizeiautos steigen wollten, sei der Bruder der Frau aus der Wohnung gekommen, in der einen Hand ein Messer, in der anderen Hand eine Rasierklinge haltend. Der 21-jährige Syrer sei auf die Beamten zugerannt und habe sich die Rasierklinge an den Hals gehalten, so Hecker weiter, um die Verlegung von Frau und Tochter zu verhindern. Die Polizisten, es seien mehrere Steifenteams im Einsatz gewesen, hätten verhindert, dass die Lage eskaliert. Für unbeteiligte Personen habe keine Gefahr bestanden.

Laut Hecker folgte „eine längere Kommunikation mit dem Bruder“, wodurch er schließlich aufgegeben habe. Der junge Syrer sei an den Rettungsdienst übergeben und ins Krankenhaus gebracht worden.

Personen wurden bei dem Vorfall nicht verletzt. Hecker spricht von einem „typischen Einsatz häuslicher Gewalt“, wie er auch oft in deutschen Familien passiere. Die Mutter und ihre Tochter seien jetzt wieder in ihrer Ursprungswohnung. Über die Unterbringung der jeweiligen Personen müsse das Landratsamt entscheiden.

Von Frank Prenzel

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