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Polizeimusikkorps überrascht die Altenburger

Benefizkonzert Polizeimusikkorps überrascht die Altenburger

Bei einem Benefizkonzert im Goldenen Pflug wurde am Freitagabend mit klassischer Musik und Poesie der Frühling begrüßt. Die Einnahmen sollen dem geplanten Altenburger Suchthilfefonds zugute kommen. Das Thüringer Polizeimusikkorps spielte auf und überraschte die Altenburger und ihre Gäste mit viel Poesie und Frühlingserwachen.

Das Thüringer Polizeimusikkorps unter der Leitung von André Weyh bei seinem Auftritt im Goldenen Pflug in Altenburg.

Quelle: Mario Jahn

Altenburg. Blasmusik steht im Altenburger Land hoch im Kurs. Das beweisen nicht nur die Orchester in Lucka, Nobitz, Altenburg und Meuselwitz, sondern auch der gute Besuch ihrer Veranstaltungen und solcher mit Orchestern von außerhalb, die in regelmäßigen Abständen ihre musikalische Aufwartung im Goldenen Pflug in Altenburg machen. So auch wieder einmal am Freitag, als das Thüringer Polizeimusikkorps zu einer Benefizveranstaltung aufspielte, die von der Stadtverwaltung Altenburg, dem Landratsamt Altenburger Land und der Landespolizeiinspektion Gera getragen wurde und deren Einnahmen dem Altenburger Suchthilfefonds zugute kommen.

Es ist ja in Deutschland Tradition, dass alles, was eine Uniform trägt, von Blasmusik begleitet wird oder solche selbst produziert. Das beginnt bei den Jägern und bei der Feuerwehr sowie deren Vereinen und endet staatlich getragen bei der Polizei und der Armee und deren Marschmusik, mit der man in der Vergangenheit bekanntlich auch in den Krieg zog.

Vornehmlich Märsche erwartete man auch diesmal. Doch dann wurde das Publikum mit einem Konzert überrascht, das den Frühling mit eher klassischer Musik, mit Gesang und Poesie huldigte und damit die reinste Freude auf die kommende Jahreszeit verbreitete. Es erlebte einen facettenreichen, stimmungsvollen und faszinierenden Hörgenuss virtuoser Bläserklänge unter Leitung des Dirigenten André Weyh, umrahmt mit einer charmanten und kurzweiligen Moderation durch Amanda Büchner, die auch sang und bekannte Frühlingsgedichte von Heinrich Heine, Ludwig Uhland, Hoffmann von Fallersleben, Wilhelm Busch und anderen vortrug. Da dies alles mit einem erfreulich hohem künstlerischen Niveau geschah, das auch das Publikum erkannte, führte dies alles zu einem Erlebnis der besonderen Art.

Das Orchester verfügt über ein breit gefächertes Repertoire, das von Klassikadaptionen über moderne sinfonische Blasmusik bis zu Hits aus Jazz, Filmen und Musicals reicht. Daraus hatte man ein Programm zusammengestellt, das musikalischen Bezug hatte zur schönsten Jahreszeit, dem Frühling.

Der Einstieg ins Programm vollzog sich natürlich mit einem Marsch. „Hoch Heidecksburg“ war eine Hommage an Rudolstadt. Dann begann die musikalische Frühlingsreise durch Europa in Paris mit Jacques Offenbachs Ouvertüre zu seiner 1858 entstandenen Operette „Orpheus in der Unterwelt“, interessant arrangiert und mit dem klangschön gespielten Klarinettensolo geschmückt. Die Reise ging weiter nach Wien, wo Amanda Büchner die Bäume besang, die schon im Prater blühen und das Orchester mit dem Amphitryon-Walzer im Gepäck Richtung Russland aufbrach, wo Rimski-Korsakows „Hummelflug“ vom Flötisten in einem halsbrecherischen Stakkato gespielt wurde und wo rhythmisch sehr bewegt aus einer Filmsuite Schostakowitschs ein Volksfest dargestellt wurde. Und dazwischen immer wieder Frühlingsgedichte wie „Die linden Lüfte sind erwacht“ oder „Sehnsucht nach dem Frühling“.

Dvoraks berühmte „Humoreske“ wurde mit einem Text versehen, der mit „Eine kleine Frühlingsweise...“ beginnt und den die Sängerin mit zarter Zurückhaltung sang, ganz im Gegensatz zu ihrer Interpretation des Titelsongs aus dem Film „Cabaret“, in dem sie der unvergessenen Liza Minnelli mit ihrer guten Stimme sehr nahe kam.

Die Qualität des Orchesters zeigte sich auch in den bravourösen instrumentalen Soli, so des Tenorhorns und der Posaune oder der Trompeten in dem großartigen „Halleluja“ oder bei dem Hit „Granada“ durch Trompeten und Posaunen. Das offizielle Programm endete mit der gesamten Tatortmelodie von Klaus Doldinger und natürlich zwei Zugaben: mit den Märschen „Alte Kameraden“ und auf Zuruf aus dem Publikum dem Radetzky-Marsch.

Das Altenburger Publikum war beifall- und klatschfreudig, die Dankesworte von Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) zurecht etwas euphorisch. Das war ein bemerkenswert guter musikalischer Farbtupfer in der umfang- und abwechslungsreichen Altenburger Konzertpalette.

Von Manfred Hainich

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