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Prinzenraub Regisseur David Schönherr im Interview

Neuer Spielort, neues Stück Prinzenraub Regisseur David Schönherr im Interview

Es ist gleich eine doppelte Premiere, die die Zuschauer am Freitagabend beim kleinen Prinzenraub in Altenburg erwartet: Nicht nur kommt ein neues Stück zur Uraufführung, auch auf dem Regiestuhl hat ein neues Gesicht Platz genommen. Die OVZ hat mit Regisseur David Schönherr über Herausforderungen und Lampenfieber gesprochen.

Bunt geht es am Freitagabend bei der Premiere des kleinen Prinzenraubs im Agnesgarten zu.

Quelle: Mario Jahn

Altenburg. Neues Stück, neuer Spielort und neue Protagonisten: Auf die am Freitag startende fünfte Auflage des kleinen Prinzenraubs im Agnesgarten des Schlosses darf man gespannt sein. David Schönherr führt die Regie in „Kauffungens Ehre“ aus der Feder von Manuel Kressin. Die OVZ sprach mit dem 37-jährigen gebürtigen Krefelder Theaterpädagogen über die Herausforderung, das Stück und das unvermeidliche Lampenfieber vorab.

Regieaufgaben dürften für sie als Theaterpädagogen am hiesigen Haus nicht zwingend zum Haupttätigkeitsfeld gehören. Folglich Ist der Prinzenraub für Sie eine Premiere als Regisseur, richtig?

Mit Laiengruppen arbeite ich auch als Theaterpädagoge regelmäßig zusammen. Das gehört durchaus zu meinem Tätigkeitsfeld. Und doch ist das auch meist eine Herausforderung, man arbeitet ja nicht mit ausgebildeten Schauspielern, sondern mit Menschen, für die Theater ein reines Hobby oder ungewohnt ist. Das ist manchmal auch eine Herausforderung, alles unter einen Hut zu bringen. Aber beim Prinzenraub ist das ganz anders. Hier sind durchweg engagierte und hochmotivierte Leute unterwegs, die das oftmals schon seit etlichen Jahren machen. Hier weiß jeder vor und hinter der Bühne genau, was von einem erwartet wird. Alle sind mit viel Herzblut und einer gewissen Erfahrung dabei, bis hin zur Textsicherheit. Das macht riesigen Spaß, mit solchen Akteuren zusammen arbeiten zu dürfen.

Trotz ihrer bisherigen Erfahrung: Ist die Regie bei diesem besonderen Stück für Sie trotzdem eine Herausforderung?

Auf jeden Fall. Vor allem, weil ich noch nie mit so einem großen Ensemble arbeiten durfte. Das sind vor und hinter den Kulissen ja über 80 Akteure.

Was wussten Sie vor Ihrem Antritt Anfang 2016 in Altenburg schon vom Prinzenraub und dessen Umsetzung als Theaterstück?

Viel. Denn ich hatte mich bereits zu den großen Festspielen in den Jahren 2005 bis 2011 für die Stelle als Regieassistent beworben. Damals hat es damit leider nicht geklappt. Aber man befasst sich deshalb schon automatisch im Vorfeld intensiv mit dieser Geschichte, den historisch verbürgten Hintergründen und der Umsetzung. Und am Altenburger Theater ist der Prinzenraub ohnehin immer präsent. Nicht nur, weil bei den großen Festspielen etliche Ensemblemitglieder schon mitwirkten und aktuell Manuel Kressin das Stück geschrieben hat. Die Geschichte ist immer präsent.

Was dürfen die Zuschauer Freitag und Sonnabend von der diesjährigen Inszenierung erwarten?

Ein neuer Spielort mit dem Agnesgarten, der es ermöglicht, dass die Zuschauer quasi ins Stück einbezogen werden. Ein neues Stück. Und dabei garantiert so manche große Überraschung, mit der die Zuschauer nicht rechnen. Mehr will ich aber nicht verraten.

Die Zuschauer erleben nicht nur ihre Premiere, sondern zugleich eine Uraufführung. Kribbelt es da vorab auch ein wenig? Welche Sphären erreicht das Lampenfieber bei Ihnen als Regisseur?

Klar ist da Lampenfieber. Das gehört einfach dazu, wenn man das nicht hätte, wäre man wohl falsch am Platz. Sicher trifft dies auch auf alle Akteure zu, weil ja so vieles neu ist. Aber wir haben uns sehr gut vorbereitet. Das einzige, was mir für die Premiere Kopfzerbrechen bereitet, ist der Wetterbericht. Hoffentlich gibt es keine Wasserspiele zur Premiere.

Interview: Jörg Wolf

Von Jörg Wolf

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