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Pro Altenburg und CDU werben für Landesgartenschau

„Mehr Chancen als Risiken“ Pro Altenburg und CDU werben für Landesgartenschau

Die Chefs von CDU und Pro Altenburg, André Neumann und Peter Müller machen sich für die Landesgartenschau 2024 in der Kreisstadt stark. Für beide steht fest, dass die Chancen weit größer als die finanziellen Risiken sind. Auch die Meinung der OVZ-Leser ist gefragt.

Kleiner Teich, Rote Spitzen und Luther-Schule sind eines der Kerngebiete einer möglichen Landesgartenschau in Altenburg.

Quelle: Mario Jahn

Altenburg. Als seltene Chance für eine Ausrichterstadt haben Altenburgs CDU-Chef André Neumann und Pro-Altenburg-Fraktionschef Peter Müller die Ausrichtung einer Landesgartenschau (Laga) in der Skatstadt bezeichnet.

In einer Presseerklärung deklarierte Neumann die Laga als Motor der Stadtentwicklung, mit der unter umweltpolitischen und ökologischen Gesichtspunkten gestaltete Lebensräume und Grünzonen geschaffen und gleichzeitig städtebauliche und strukturelle Defizite aufgearbeitet. Derzeit herrsche in Altenburg Stillstand und Resignation, die Wirtschaft schrumpfe, junge Leute wanderten ab. „Wir müssen diese Entwicklung stoppen. Die Landesgartenschau bietet uns dafür die Chancen.“

Die Verweil- und Lebensqualität werde in einem sonst nicht möglichen Maße erhöht. „Zusätzlich fördern wir den Tourismus sowie die Wirtschaft. Die Landesgartenschau 2024 wird das Ansehen von Altenburg und das Zusammenleben der Altenburger wieder nach vorne bringen“, glaubt Neumann. Er verweist auf Besucherzahl-Prognosen von mindestens 350 000. Wenn jeder nur 30 Euro in Altenburg ausgebe, bedeute das einen Umsatz von 10,5 Millionen Euro. Zudem werde der Bekanntheitsgrad der Stadt mit einem positiven Image steigen, hofft Neumann.

Den Gegnern einer Gartenschau wirft er vor, Angst und Unsicherheit zu schüren, wenn es um die Ausgaben gehe. Fakt sei, dass diverse Fördermitteltöpfe mit insgesamt bis zu 32 Millionen Euro in Aussicht stünden. Für Altenburg blieben dann Eigenausgaben in Höhe von rund 8 Millionen Euro, die jedoch über die Jahre 2019 bis 2024 verteilt würden. Großteile der Fördermittel würde es ohne eine Landesgartenschau nie geben.

Diese Auffassung vertritt auch der Stadtratsfraktionschef von Pro Altenburg, Peter Müller, der sich entschieden dagegen wendet, nur über die Unkosten zu reden, anstatt über die enormen Möglichkeiten einer Gartenschau nachzudenken. Viele Investitionen würden erfolgen, die es ohne die Laga niemals geben würde, sagte Müller der OVZ. Dabei nannte er als Beispiele das Areal vor dem Bahnhof, den Theater- und den Kepplerplatz, die im Moment schlimm aussehen.

In einem erbärmlichen Zustand befinden sich Müllers Meinung zufolge ebenso der Festplatz, der Treppenweg am Schlossberg bis zur Försterei und das Gelände beim Parkplatz an den Röhren. All diese Bereiche könnten saniert, die Roten Spitzen endlich eine Toilette und ein Kassenhäuschen bekommen und auch ein Radweg vom Pauritzer Teich in Richtung Lindenau-Museum errichtet werden. 32 Millionen Fördermittel seien geschenktes Geld für Altenburg, das man niemals liegenlassen dürfe, so wie dies die SPD vorhabe, sagte Müller.

Und was sagen Sie, liebe Leser, zu den Vorteilen oder Risiken einer Landesgartenschau für Altenburg, was halten Sie von den vorgesehenen Arealen? Schreiben Sie uns Ihre Meinung. Wir werden darüber berichten. Die Adresse lautet: Osterländer Volkszeitung, Baderei 1 in 04600 Altenburg, oder per E-Mail an: altenburg.redaktion@lvz.de. OVZ-Leser können zudem an einer Umfrage teilnehmen und online abstimmen.

Von Jens Rosenkranz

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