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Probleme beim Autobahn-Anbinder:"Jetzt noch nicht die Flinte ins Korn werfen"

Probleme beim Autobahn-Anbinder:"Jetzt noch nicht die Flinte ins Korn werfen"

Altenburg (G.N./haeg). Die erneuten Verzögerungen für die Altenburger Anbindung an die A 72 sowie das mögliche komplette Scheitern des Projekts beunruhigen Oberbürgermeister Michael Wolf (50, SPD).

Sie stehen im Widerspruch zu den intensiven Bemühungen thüringischer und sächsischer Kommunalpolitiker der Region, kommentierte er den gestrigen OVZ-Bericht. "Wie ernst werden unsere Probleme eigentlich genommen, wenn man zu solchen Aussagen im zuständigen sächsischen Ministerium kommt?"

Die besorgniserregende Entwicklung müsse von der Politik gemeinsam mit der Wirtschaft umgehend aufgegriffen und geradegerückt werden, forderte Wolf. Er schlägt dazu ein gemeinsames Treffen der beiden Verkehrs- minister Christian Carius (36, CDU) aus Thüringen und Sven Morlock (50, FDP) aus Sachsen noch im Januar in Altenburg vor. "Wir brauchen eine sachlich-konstruktive Diskussion zwischen beiden Freistaaten im Beisein der wichtigsten Kommunalpolitiker der Region, der Landtags- und Bundestagsabgeordneten und engagierter Wirtschaftsvertreter, um die Notwendigkeit des zeitnahen Neubaus des Autobahn-Anbinders in alle Entscheidungsebenen zu transportieren."

Zugleich kritisierte er das mangelnde Engagement der Bundestagsabgeordneten und Landtagsabgeordneten der Region für den Autobahn-Anbinder. Die Bundestagsabgeordneten Volkmar Vogel (53, CDU) und Frank Tempel (43, Linke) hätten ihre Hausaufgaben nicht gemacht, so Wolf.

Das betont auch Nikolaus Dorsch (54, SPD), Altenburger Stadtrats-Fraktionschef und selbst Bundestags-Kandidat für die nächste Wahl. Dieses Fiasko sei schon abzusehen gewesen, als Vogel versprach, dass der Antrag zum Bau ganz nach oben auf den Stapel käme. Dies sei nichts als ein schön verpacktes Eingeständnis der Einflusslosigkeit gewesen, kritisierte er seinen Konkurrenten.

Trotz der SPD-Kritik und der Hiobsbotschaften sieht Volkmar Vogel sein Engagement in Sachen B 7n nicht als gescheitert an. "Weder die gestiegenen Kosten noch das Verhalten auf sächsischer Seite kommen für mich überraschend", erklärte er gestern. "Schließlich werden alle Bauprojekte teurer, nicht nur die neue B 7." Angesichts dessen sei es verständlich, wenn man jetzt in Dresden nach Möglichkeiten suche, Kosten zu sparen.

Allerdings räumte der stellvertretende Vorsitzende des Verkehrsausschusses des Bundestages ein, dass es zwischen ihm und dem sächsischen Wirtschaftsministerium bisher keinen Kontakt gab. "Ich werde aber die Neujahrsgespräche nutzen, um alle beteiligten Politiker zu kontaktieren", sagte Vogel. Ziel müsse es sein, weiter für das Vorhaben zu kämpfen und den Sachsen zu verdeutlichen, dass die Straße nicht nur für Thüringen, sondern auch für die Reduzierung des Verkehrs in Frohburg und Borna sowie zur Beseitigung der Engstelle Eschefeld von Bedeutung sei.

"Ein zusätzliches Problem ist die unklare Finanzierung, selbst wenn Kosten eingespart werden", so Vogel weiter. Der Bund werde aber den Daumen nicht gleich senken. "Deshalb ist es jetzt noch nicht an der Zeit, die Flinte ins Korn zu werfen." Kritisch werde es erst, wenn der A-72-Zubringer aus dem Bundesverkehrswegeplan fliegt. "Um das zu verhindern, muss das Planfeststellungsverfahren bis 2014/15 zumindest in Arbeit sein."

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