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Altenburg Projektzirkus Probst gastiert an der Altenburger Buschschule
Region Altenburg Projektzirkus Probst gastiert an der Altenburger Buschschule
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08:07 27.02.2019
Tücher und Reifen wollen erst einmal sauber beherrscht werden. Das haben die Mädchen und Jungen von der Buschschule in den Projekttagen gelernt. Quelle: Mario Jahn
Altenburg

Ein bisschen ist Otto schon mulmig, als er gestern inmitten der großen Manege vom Projektzirkus Probst den großen Hahn auf den Arm nehmen soll. „Zwar hatte mein Opa auch Hühner. Aber so große hab ich noch nicht gesehen“, sagt der Siebenjährige. Und er strahlt ebenso wie seine 230 Mitschüler von der staatlichen Grundschule Wilhelm Busch in Altenburg-Nord, die im Zirkuszelt gleich neben der Schule unvergessliche Projekttage erleben. Denn wie Otto verwandeln sich alle unter der Anleitung erfahrener Artisten des Projektzirkus zu kleinen Artisten, die das Gelernte dann ab heute in richtigen rund zweistündigen Zirkusvorstellungen im Zelt präsentieren wollen. „Ein wenig aufgeregt bin ich da schon. Am Mittwoch kommen ja Oma und Opa und dann auch meine Eltern. Da habe ich schon ein wenig Lampenfieber“, plaudert der Junge.

Proben fordern alle

Gestern ist von diesem Lampenfieber aber überhaupt nichts zu spüren. Vielmehr jedoch die Begeisterung für die Übungseinheiten, die sowohl die angehenden kleinen Artisten, aber auch die Erwachsenen ansteckt. „Die Kinder blühen regelrecht auf. Und das ist an so einem Zirkusprojekt ja das Wunderbare: Sie müssen in ihren jeweiligen Gruppen Teamgeist entwickeln, lernen Neues und überschreiten oftmals auch eigene Grenzen“, sagt Schulleiterin Bärbel Bruns. Aller vier Jahre hole man den Projektzirkus zum Mitmachen an die Buschschule, die dieses Jahr auch das 20. Jubiläum der Namensgebung begeht. „So kommt jedes Kind in seiner Grundschulzeit einmal in den Genuss, am Zirkusprojekt teilzunehmen.“

Professionelle Betreuer

Derweil schwillt der Lärmpegel aufgekratzter Mädchen und Jungen rund um die Manege wieder an. Oana Mateiu, eine der zehn Betreuer vom Zirkus, hat ihrer Tuch- und Reifentruppe eine Pause verordnet. „Wir müssen schon immer hinterher sein. Aber die Kinder sind ja auch super drauf“, sagt sie. Und ihre Kollegin Jessika Petrache, die die kleinen Trapezkünstler unter ihren Fittichen hat, ergänzt: „Die Kinder können sich hier auf völlig neuen Gebieten ausprobieren und wachsen an solchen Aufgaben auch.“

Gemischte Gruppen auch mit Vorschulkindern

Derweil hat der kleine Otto seine Dompteurnummer mit seinen Kameraden sauber durchgeprobt. Zur Gruppe gehört auch die neunjährige Riana, die in die vierte Klasse geht. An der Buschschule sind beim Zirkusprojekt alle Arbeitsgruppen altersmäßig bunt zusammen gewürfelt. „Auch das stärkt die Teamfähigkeit, wenn die älteren den jüngeren helfen können“, erklärt Schulleiterin Bruns. Weshalb außer den Buschschülern beim Projekt auch etwa 20 Vorschulkinder aus den Kitas „Zwergenland“, „Knirpsenland“ und „Am Spielplatz“ dabei sind.

„Das macht einen Riesenspaß“, sagt Riana und freut sich schon auf den heutigen Abend, wenn sie erstmals vor ihrer Familie die erworbenen Künste zeigen kann. „Aber ein wenig Bammel hab ich da auch“, gesteht das Mädchen im gleichen Atemzug. „Meine Eltern sind schon gespannt und haben mich schon am Abend nach dem ersten Projekttag ausgefragt. Schwer war unter anderem auch, sich den Text zu merken, den wir in der Aufführung aufsagen müssen.“

Öffentliche Vorstellungen

Jeder kleine Artist bekommt eine knapp fünfstündige Ausbildung an zwei Probentagen des Projekts. „Dann stehen noch die Generalproben sowie vier Vorstellungen vor Publikum an, also richtig viel Arbeit“, sagt Schulleiterin Bärbel Bruns. „Das funktioniert aber auch nur, weil neben den Betreuern vom Zirkus auch alle Lehrer und Praktikanten mitziehen. Und weil uns auch Eltern unterstützen.“ Eine Mutti ist Katrin Lodyga, die sogar Urlaub genommen hat, um ihren Sohnemann Taylor in der Vorschulgruppe und seine kleinen Mitstreiter vom „Knirpsenland“ beim Abenteuer Zirkus zu betreuen. „Weil das für die Kinder ein unvergessliches Erlebnis ist, das keines verpassen sollte“, sagt sie voller Überzeugung.

Öffentliche Vorstellungen im Projektzirkus Probst: Heute, Donnerstag und Freitag jeweils 17 Uhr, Sonnabend 10 Uhr.

Von Jörg Wolf

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