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Altenburg Proteste in den Apotheken
Region Altenburg Proteste in den Apotheken
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21:11 16.11.2012
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"Die Versorgung der Patienten ist nicht mehr kostendeckend", begründete die Altenburger Apothekerin Renate Hönig die Aktion. "Wir sind seit 2004 von der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung abgekoppelt, obwohl alle Kostensteigerungen voll durchschlagen. Wir wollen kein Gnadenbrot der Krankenkassen, sondern eine faire Vergütung."

Nach Berechnungen der Verbände schließt inzwischen jeden Tag in Deutschland eine Apotheke. Seit Jahren sei die Honorierung nicht an die gestiegenen Kosten angepasst worden. Gefährdet seien dadurch auch viele Leistungen, die von den Apotheken nicht nur für die Patienten vor Ort, sondern auch für das Gesundheitswesen insgesamt erbracht werden.

So würden unter anderem für die Krankenkassen mit immensem bürokratischen Aufwand und ohne Vergütung die Rabattverträge umgesetzt und damit zu Einsparungen in Milliardenhöhe beigetragen. Mit der Erfüllung der gesetzlichen Arzneimittel-Importquote würden ebenfalls Millionen-Einsparungen ermöglicht. Außerdem werde für die Krankenkassen letztlich kostenlos das Inkasso der Arzneimittelzuzahlungen übernommen, die die Versicherten in den Apotheken entrichten. Hinzu komme dann noch das Einziehen des Herstellerrabatts bei der Pharmaindustrie - ebenfalls kostenlos.

Im Gegenzug, so argumentieren die Apotheker, hätten sie allein im vergangenen Jahr mehr als 1,2 Milliarden Euro "Zwangsrabatt" an die Kassen abführen müssen - ein gesetzliches Relikt aus dem frühen 20. Jahrhundert.

Über all diese Probleme, so Renate Hönig, wollen die Apotheker am Dienstag mit ihren Kunden ins Gespräch kommen.

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