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Altenburg Punkrockfans trotzen in Tanna dem Regen
Region Altenburg Punkrockfans trotzen in Tanna dem Regen
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18:00 06.07.2017
Oi!Sturm asozial aus Altenburg sorgten bei ihrem Heimspiel für ausgelassene Stimmung. Quelle: Foto: Jörg Reuter
Tanna

Lokale Bands und Gäste aus Übersee, das waren am Sonnabend die Zutaten für das erste Open Air in Tanna, das nicht auf die Kappe von Kuhstall-Wirt Matthias Schleich ging. Diesmal zeichnete sein Sohn Thomas verantwortlich und lud nicht zum Blues, sondern zum Punk. Keine schlechte Idee, erst recht nicht wenn mehrere Band aus der Region auf der Bühne stehen. Mit Tryst, Pogopest und Oi!sturm asozial waren nämlich drei Bands aus Altenburg am Start. Headliner waren die Amis von Total Chaos.

Nun gut, ums vorwegzunehmen, es hätte alles so schön sein können, wenn, ja wenn das Wetter richtig mitgespielt hätte. Doch Regen bei gelegentlichen Pausen sorgte nicht dafür, dass am Ende alle kamen, die in den vergangenen Wochen mit dem Gedanken gespielt hatten. „Ich bin aber nicht unzufrieden es war okay“, schätzt Thomas Schleich ein. Rund 200 zumeist bunte junge Frauen und Männer ließen sich nicht abschrecken und machten Party trotz Schauern.

„Pogopest waren super, die haben nur ein wenig zeitig gespielt“, fand Michael Schneider. Ganz anders die Einhornkrieger, sie konnten im Anschluss nicht wirklich das Niveau halt. Deutlich fluffiger, auch wenn hier auch noch Luft nach oben war, zeigten sich dann die Leipziger bon Abbruch. Geradeaus-Punk, der von der Machart ein wenig an Dritte Wahl erinnerte, aber natürlich nicht an deren Klasse heranreicht. „Die sind doch auch noch jung und können sich entwickeln“, meinte Andres Zimmermann versöhnlich beim Zuhören.

Mit drei veröffentlichen Alben haben die Altenburger von Oi!sturm asozial schon einiges auf dem Kerbholz und sie können auf eine treue Fangemeinde zählen. Für sie war der Auftritt in Tanna ganz klar ein Heimspiel. Wie der Bandname nahelegt, bewegt sich die Truppe in Oi-Gefilden also war mitsingen und mitgrölen zu den durchaus melodiösen Titeln angesagt. Die übrigens nicht nur standardmäßig mit Gitarre, Bass und Schlagzeug dargeboten wurden, auch eine Posaune gehörte zum Instrumentarium der Band, was der Musik sehr gut tat und dem Sound eine originelle Note verpasste.

Absolut klassisch dagegen Total Chaos aus Los Angeles. Seit 1989 mischen die Kalifornier die Punk-Rockszene auf. Mit entsprechend viel Routine und spielerischem Können präsentierten sie ihre Songs, die in der Stilschublade gleich neben Titeln von The Exploited liegen. Doch gegen die Uhrzeit und das nieselige Wetter vermochten auch sie nicht wirklich anzuspielen. Und so leerte sich bei der wohl musikalisch besten Band des Abend dennoch Zusehens die Fläche vor der Bühne.

Von Jörg Reuter

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