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Purple Callas und Black Reunion lassen die Altenburger Music Hall beben

Jede Menge Rock-Klassiker Purple Callas und Black Reunion lassen die Altenburger Music Hall beben

Authentisches Auftreten, satter Sound und jede Menge Rock-Klassiker: Freunde der harten Gitarrenmusik waren am Wochenende in der Altenburger Music Hall an der richtigen Adresse. Zwei Tribute-Bands ließen dort die Musik von Deep Purple und Black Sabbath wieder auferstehen – wenn auch mit durchwachsenem Erfolg.

Black-Reunion-Sänger Olaf Mayscherek kam seinem Vorbild Ozzy Osbourne auch optisch sehr nahe.

Quelle: Jörg Reuter

Altenburg. Die Erfinder des Heavy Metal besuchen Altenburg. Zumindest in Kopie – aber in einer richtig guten, um es vorweg zunehmen. Das Open-Air-Gößnitz-Team hat am Sonnabend mit dem Gastspiel von Purple Callas und Black Reunion seine Indoor-Saison in der Music Hall eröffnet. Wie die Bandnamen vermuten lassen, galt der Abend der Musik von Deep Purple beziehungsweise Black Sabbath. Die beiden britischen Urgesteine gelten zu Recht als die Ur-Väter des harten Rocks. Für Songs wie „Black Night“ und „Smoke on the Water“ oder „War Pigs“ und „Paranoid“ scheint das Headbangen einst erfunden worden zu seien.

Klar, wenn sich Tribut-Bands ankündigen, haben sie natürlich solche Megahits ihrer Idole im Gepäck. Bei Schwergewichten wie Deep Purple freilich reicht ein normales Konzert nicht aus, um tatsächlich alle bekannten Titel zu spielen. Was auf der anderen Seite bedeutet: Praktisch alles was Purple Callas auf die Bühne brachten war ein musikalischer Kracher. Die Dichte der Mitsingnummern sorgte sodann für ausgelassene Stimmung beim Publikum und vom ersten Song an für viel Applaus. Ungeachtet dessen, tat sich die Band allen voran Bassist Alexander Hohmuth und Schlagzeuger Jens Nils Kuge schwer. Gerade im ersten Teil des Konzertes rocken sie einfach nicht so kompromisslos, wie es die Deep-Puple-Songs verdient hätten. Erst bei „Hush“ schien der Knoten endgültig geplatzt zu sein.

Sänger Jean-Michel Brinksmeier und erst recht Organist Martin Zitzmann wussten derweil vom ersten Augenblick an als Ian-Gillan- beziehungsweise John- Lord-Double zu überzeugen. Unterm Strich lieferten die Vier aber ein mitreißendes Konzert ab, das nach „Smoke On The Water“ durchaus – wie lautstark eingefordert – eine Zugabe verdient. Genug Songs wie “Space Truckin’“ hätte es dafür auch gegeben, doch am Ende war es wohl der Zeitplan, der das vereitelte.

Schließlich folgten noch Black Reunion aus Schönebeck. Olaf Mayscherek – Ozzy’s Little Helper – der mit Ozzmosis schon hin und wieder in der Region war und seine Musiker, die ebenfalls zu großen Teilen bei Ozzmosis spielen, geben als Black Reunion ausschließlich Titel der Ozzy-Osbourne-Ära bei Black Sabbath zum Besten. Acht Alben nahm damals zwischen 1970 und 1978 die Gruppe um Gitarren-Hexer Tony Iommi auf, bis die Eskapaden von Ozzy zum Bruch führten, der jedoch 1997 mit der Reunion wieder geheilt wurde.

Und genau dieses Ereignis stand beim Namen der Covershow Pate. Aber auch für die Musik und so starteten Black Reunion ganz wie das Original mit „War Pigs“ ins Konzert, was vom Publikum lauthals mitsingend honoriert wurde. So wie es anfing ging es weiter, Hit folgte auf Hit. Dabei kam die Band ihren Vorbilden nicht nur musikalisch, sondern auch optisch nahe wobei Olaf Mayscherek den Vogel als „Madman“ abschießt. Er hat Ozzys typische Körperhaltung und dessen Grimassen perfekt imitiert. Darüber hinaus lässt das Gebotene auch gesanglich kaum Wünsche offen, obwohl Mayscherek letztlich und trotz hervorragendem Gesang, meilenweit weg von Ozzy Osbournes markantem Organ ist.

Und da stellt sich die Frage, ob es Sinn ergibt zu einer Coverband zu gehen, erst recht wenn die Musiker noch touren. Doch die Frage konnte am Sonnabend mit ja beantwortet werden: Weil das die einzige Möglichkeit ist, diese Rock-Songs in Clubatmosphäre zu genießen. Und wohl auch, weil auch der echte Ozzy nicht bei jedem Auftritt wie auf CD klingt.

Von Jörg Reuter

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