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Puschkinstraße: SWG gibt Startschuss für Sechs-Millionen-Neubau in Altenburg

32 neue Wohnungen Puschkinstraße: SWG gibt Startschuss für Sechs-Millionen-Neubau in Altenburg

In der Puschkinstraße geht es los: Die Städtische Wohnungsgesellschaft Altenburg beginnt am 4. Oktober mit ihrem derzeit zweitgrößten Neubau-Projekt nach dem Wohnpark Lindenau. Für sechs Millionen Euro baut das kommunale Unternehmen bis Sommer 2019 drei Häuser mit 32 Wohnungen. Für einige Wochen wird die Verkehrsader deshalb zum Nadelöhr.

So wird es in der Altenburger Puschkinstraße demnächst aussehen: Andreas Große, Andreas Czibrin und Eva-Maria Ochmann (von links) präsentieren das nächste Woche startende Bauprojekt der Städtischen Wohnungsgesellschaft.

Quelle: Mario Jahn

Altenburg. Nun wird es ernst: Nächste Woche beginnt die Städtische Wohnungsgesellschaft (SWG) Altenburg mit ihrem derzeit zweitgrößten Neubau-Projekt nach dem Wohnpark Lindenau. Wie das kommunale Unternehmen am Dienstag auf einer Pressekonferenz informierte, geht es am 4. Oktober mit dem Abriss der Häuser in der Puschkinstraße 11 bis 14 los. Ab Frühjahr entstehen an gleicher Stelle für rund sechs Millionen Euro ohne Fördermittel drei neue Mehrfamilienhäuser. Im Zuge der Abrissarbeiten wird ab 23. Oktober zudem ein Fahrsteifen der viel befahrenen Straße für voraussichtlich sechs Wochen gesperrt.

Noch bis Freitag gibt es bereits einen Vorgeschmack auf das, was Autofahrern dann bis Anfang Dezember droht. Denn derzeit werden vor besagter Häuserzeile Leitungen gekappt und eine Straßenlaterne abgebaut. „Das sind Vorbereitungen“, sagte SWG-Sprecher Andreas Große. Ab Mittwoch nächster Woche steige man dann mit der Entkernung ein, ehe die vier maroden Gebäude ab 23. Oktober straßenseitig abgerissen werden. Daher lädt man bereits am Montag alle Interessierten um 17 Uhr in den kleinen Saal des Goldenen Pflugs ein.

Dort erfahren die Anwesenden, dass die SWG das Quartett eigentlich erhalten und sanieren wollte. Doch durch den langen Leerstand samt aufsteigender Nässe sei das nicht möglich, erklärte Große. „Auch die Höhen in Decken und Fußböden sind derart unterschiedlich, dass wir die Aufzugsanlagen und Barrierefreiheit nicht herstellen können.“ Also baut man drei Häuser mit 32 Wohnungen neu. Das soll von März 2018 bis Juli 2019 geschehen. Dabei entstehen vier Ein-, 16 Zwei- und je sechs Drei- und Vier-Zimmer-Einheiten zwischen 48 und 137 Quadratmetern. Neben Senioren will der Vermieter auch junge Familien ansprechen, für die vor allem die Maisonette-Wohnungen unterm Dach vorgesehen sind.

Laut Plan verfügen alle Wohnungen über Balkone oder Terrassen, haben Fußbodenheizung und bodentiefe Fenster. Zudem verfüllt man die alten Keller und baut keine neuen. „Im Erdgeschoss entstehen Abstell- und Gemeinschaftsräume für Fahrräder und Kinderwagen“, so der Leiter der Abteilung Instandhaltung/Modernisierung, Andreas Czibrin. Das geschehe, weil der Standort von Feuchtigkeit bedroht sei. „Aber vor allem, weil wir den Wohnbereich anheben wollen.“ Stichworte Einbruchschutz und Lärm.

Um den Krach der Puschkinstraße auszuschließen, bekommen die Häuser zudem Schallschutzfenster und vorgehängte Glaselemente, in denen die automatische Lüftung verbaut ist. Außerdem wird die Hofseite begrünt und um Parkplätze ergänzt. Zudem bestätigte Große das SWG-Interesse am benachbarten Steinweg 9, das die Stadt zwangsversteigern lassen will (die OVZ berichtete). „Ein solches Verfahren dauert aber mindestens anderthalb Jahre“, so der Sprecher. „Daher werden wir es bei der jetzigen Baumaßnahme nicht anfassen.“

Die fehlenden Keller sparen wiederum Geld, so dass die SWG derzeit von einem Quadratmeter-Mietpreis von sieben Euro kalt ausgeht. „Perspektivisch halten wir uns aber auch die Möglichkeit offen, Eigentumswohnungen daraus zu machen“, so Große. Allerdings gebe es hierfür noch keine Preisvorstellungen. So oder so hofft die SWG mit ihrem Projekt an der stadtbildprägenden Tangente Akzente zu setzen.

Von Thomas Haegeler

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