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Altenburg Putenmast in Altenburg geplant
Region Altenburg Putenmast in Altenburg geplant
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20:15 29.08.2014

Von Jörg reuter

Eine Investition von rund zwei Millionen Euro.

"Derzeit ist das Genehmigungsverfahren noch ganz am Anfang", sagt Petra Freitag vom Landesverwaltungsamt in Weimar auf OVZ-Anfrage. Die Landesbehörde des Freistaates ist immer dann zuständig, wenn Genehmigungen nach den Vorschriften des Bundes-Immissionsschutzgesetzes zu entscheiden sind. Formell eröffnet werde das Verfahren am Montag mit der Veröffentlichung und Bekanntgabe der Auslegung der Unterlagen, so Freitag weiter. "Wir haben extra gewartet, bis die Ferien zu Ende sind, damit möglichst viele Bürger die Möglichkeit haben, sich die Pläne anzusehen und, wenn sie möchten, ihre Einwände dagegen vorzubringen", erläutert Freitag das Prozedere.

Ab 9. September werden bis zum 8. Oktober die Unterlagen samt einer Kurzbeschreibung im Altenburger Rathaus und in der Verwaltungsgemeinschaft Altenburger Land in Mehna ausliegen.

Derweil haben die Kommunen Altenburg und Göhren sowohl vom Landwirt Wolfram Pohle als auch vom Landesverwaltungsamt bereits eine Vorabinformation zu dem Projekt erhalten. Das bestätigt auch Rathaus-Sprecher Christian Bettels. "Aber wir haben zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Meinung zu dem Vorhaben. Dafür ist es noch zu früh."

Anders sieht es in Göhren aus. "Wir haben erst einmal kein grundsätzliches Problem damit, denn wir sind der Meinung, dass Landwirtschaft in unsere Dörfer gehört", so Bürgermeister Roberto Bauer (Feuerwehrverein). Ein Standpunkt, den auch der Gemeinderat von Göhren teilt, in dem Wolfram Pohle übrigens einen Sitz inne hat.

Der Landwirt hofft, dass sein Vorhaben ohne große Probleme umgesetzt werden kann. "So eine große Investition, die macht man nur einmal", sagt Pohle. Seit 1996 hält er Mastputen. In Romschütz betreibt sein Agrar-Unternehmen, ein reiner Familienbetrieb, ein Stall mit 12 000 Tieren. Jedoch sei die Anlage sowie die Bausubstanz veraltet und marode, sodass sie erneuert werden müsse. "Außerdem, mein Sohn ist gerade mit eingestiegen, wollen und müssen wir wachsen. Ackerflächen gibt es jedoch keine mehr, und so haben wir uns entschieden, die Tierwirtschaft auszubauen. Und das in einem Bereich, den wir sehr gut können und viel Erfahrung haben", erläutert Wolfram Pohle.

Bereits Ende 2013 hat er begonnen, den Neubau der Ställe vorzubereiten. Am Anfang stand die Suche nach einem geeigneten Standort. Pohle fand ihn auf einem Grundstück, das zu Schlöpitz gehört. "Die nächste Wohnbebauung ist 800 Meter entfernt", sagt der Bauer. Damit werden die Ställe weit genug weg sein, dass die Bürger weder von Gerüchen noch Dreck oder Krach belästigt werden, ist sich Pohle sicher. "Klar, wenn wir ausmisten, kann es schon mal riechen, das ist aber nur kurzfristig", erklärt er und verweist auf Romschütz, wo die nächsten Häuser 150 Meter entfernt stehen und es keine Probleme gebe.

Auch sei keine extreme Verkehrsbelastung zu erwarten. Die Hauptzufahrt soll an der Kompostieranlage vorbeiführen. Zwei Mal in der Woche erwartet er einen Futtermittel-LKW. Und etwa viermal im Jahr kommt ein Laster und bringt 32 000 Putenküken aus Oldenburg, die in der Pohle Agrar GbR 16 beziehungsweise 20 Wochen bis zur Schlachtreife gemästet werden sollen.

© Kommentar

Jörg Reuter

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