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Quellenhof bleibt Dauerbaustelle

Quellenhof bleibt Dauerbaustelle

Zehn Jahre ist es her, da starteten am fast völlig verfallenen Quellenhof in Garbisdorf die Arbeiten unter der Regie des Heimatvereins Göpfersdorf.

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Fachgerechte Arbeit: Hier werden Steine zwischen die Fachwerkteile der Scheune gemauert.

Quelle: Mario Jahn

Göpfersdorf. Der denkmalgeschützte Vierseithof ist heute kaum wiederzuerkennen. Zu verdanken ist das dem weitsichtige Konzept der 2001 unter dem Dach des Heimatvereins gegründeten Interessengemeinschaft Quellenhof. Gehöft und Grundstück sind im Eigentum der Gemeinde. Zusammen mit Bauerngarten, Wiesen und Teich hatte sie 2001 rund 18 000 Quadratmeter von der Bodenverwertungsgesellschaft erworben.

"Wir wollten mit der Sanierung des Kulturhofes längst fertig sein. Doch nicht einmal zehn Jahre haben ausgereicht, all die historischen Gebäude zu erneuern. Die Realität hat uns gezeigt, dass viel Geduld, Ausdauer und vor allem Geld nötig ist, die Sanierung eines solchen Denkmalensembles zu einem guten Ende zu führen", sagt der Göpfersdorfer Bürgermeister Klaus Börngen (Heimatverein) und schaut auf die große Scheune, an der nun auch schon wieder seit drei Jahren gebaut wird. "Bei den jetzigen Bedingungen werden wohl weitere fünf bis sechs Jahre ins Land gehen, ehe der gesamte Komplex fertig ist", mutmaßt Börngen.

"Als erstes sind Haferscheune und Torhaus erneut worden. Arbeiten am Wohnhausgiebel und der Bohlenstuben schlossen sich an. Sie haben sich über mehrere Jahre hingezogen, und auch die Sanierung des Pferdestalls hat rund drei Jahre in Anspruch genommen. Bei der großen Scheune gehe ich davon aus, dass am Ende vier, wenn nicht gar fünf Jahre vergangen sein werden, ehe sie komplett fertig und nutzbar ist", meint Börngen weiter. Er ist davon überzeugt, dass auch der heruntergekommene Innenhof und das komplette Wohnhaus in naher Zukunft eine Kur erhalten. "Wir bleiben auf jeden Fall dran, stellen Anträge auf Fördermittel, sammeln Spenden und bemühen uns, den erforderlichen Eigenanteil der Gemeinde aufzubringen", so der Bürgermeister.

Für eine kleine Gemeinde wie Göpfersdorf, die nur rund 250 Einwohner zählt, ist die Sanierung des Vierseithofes ein gigantisches Vorhaben. Denn bis heute sind bereits mehr als 2,2 Millionen Euro in die Erhaltung, Sanierung und Erneuerung der Gebäude geflossen. "Zwar stammen rund 60 bis 70 Prozent aus Fördertöpfen, doch der Eigenanteil ist immer noch beachtlich. Die Hälfte davon, etwa 300 000 Euro kommen aus dem gemeindlichen Haushalt, der Rest sind vor allem Spenden", rechnet der Bürgermeister vor.

Nachdem die Scheune Stück für Stück wieder aufgebaut worden ist, sollen in diesem Jahr die Wände ringsum geschlossen werden. Türen, Fenster und Tore sind ebenso wie Elektrik, Sanitäranlagen und der gesamt Innenausbau Vorhaben für weitere Bauabschnitte. Ebenso wie Haferscheune und Teile des Pferdestalls soll auch der große Saal, der in der Scheune entstehen wird, künftig Heimstatt für kulturelle Veranstaltungen sein. "Weil es keine Heizung geben wird, ist die Nutzung allerdings auf den Sommer beschränkt", erläutert Börngen.

Mit Innenhof und Wohnhaus warten noch zwei weitere Baustellen. Ideal wäre es, wenn der Innenausbau der Scheune und die Hofsanierung parallel laufen könnten. "Zur Gestaltung des Hofes ist ein Studentenprojekt geplant, was wir gern annehmen", berichtet er. Deshalb wird der Hof aber sicher erst 2017 neu gestaltet. Vorher sei auch nicht an die Sanierung des Wohnhaus, in dem eine Pension und eine Gaststätte angedacht sind, zu denken. "Um das alles zu bewerkstelligen, brauchen wir jedoch weitere Fördermittel und Spenden", betont Börngen. © Kommentar Seite 13

Aus der Osterländer Volkszeitung vom 26.09.2015

Marlies Neumann

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