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Altenburg Querelen um Altenbourg-Kunstpreis – Neuwahl des Preisträgers geplant
Region Altenburg Querelen um Altenbourg-Kunstpreis – Neuwahl des Preisträgers geplant
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10:48 18.01.2016
Zeichnungen und Drucke von Olaf Holzapfel waren Teil der Ausstellung „Gerhard-Altenbourg-Preis 2014 - Olaf Holzapfel“. (Archivfoto) Quelle: dpa-Zentralbild
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Altenburg

Der nächste Träger des angesehenen Gerhard-Altenbourg-Preises soll nun doch per Neuwahl bestimmt werden – allerdings nicht mehr für dieses Jahr. Nach der Absage der für 2016 auserkorenen Künstlerin hatte Altenburgs Landrätin Michaele Sojka (Linke) dem Zweitplatzierten die Ehrung zukommen lassen wollen. „Das ist in solchen Fällen normalerweise üblich“, erklärte sie. Doch weil der Verzicht der Künstlerin öffentlich wurde, sei eine Neuwahl nötig, schon um den Zweitplatzierten zu schützen, sagte Sojka.

Im der letzten Kuratoriumssitzung hatte es dem Vernehmen nach heftige Diskussionen um Vorschläge zu Veränderungen am Konzept des Preises gegeben. Er wird bisher alle zwei Jahre vergeben und umfasst ein Preisgeld von 10.000 Euro, eine Ausstellung im Lindenau-Museum und einen Katalog. Der Kreis Altenburger Land ist Träger des Museums. Kunstexperten stören sich an Sojkas Wunsch, den Turnus zu vergrößern. Als die Landrätin dann noch jüngst bekanntgab, den Vertrag von Museumsdirektorin Julia M. Nauhaus nicht zu verlängern, wurde es fünf Kuratoriumsmitgliedern zu viel - sie traten aus Protest zurück. Damit schrumpfte das Gremium auf neun Mitglieder, darunter nur noch zwei ausgewiesene Museumsleute.

Altenburgs Landrätin will, dass zunächst etwas Ruhe einkehrt

Nach dem Willen Sojkas soll nun zunächst etwas Ruhe einkehren und das Kuratorium im Sommer wieder zusammenkommen. Dann werde beraten, wie der Preis neu aufgestellt und sein Profil geschärft werden könne. Sie sei für Vorschläge der Fachleute offen, sagte die Landrätin. „Ich würde mir sehr wünschen, dass ich mit den bisherigen Kuratoriumsmitgliedern noch einmal ins Gespräch komme.“ Das Gremium müsse wieder arbeitsfähig werden, auch um den neuen Preisträger – dann für 2017 – zu küren. Wegen der dieses Jahr geplanten Arbeiten am Museumsdach sollte die nächste Preisträgerausstellung ohnehin erst im kommenden Jahr ausgerichtet werden.

„So eine Preisträgerausstellung kann nach meiner Meinung nicht eine unter vielen Ausstellungen sein“, betonte Sojka. Sie müsse stärker beworben werden, weit in die Region und darüber hinaus ausstrahlen und die Menschen zu einer Diskussion über Gegenwartskunst anregen. Daher könne sie kaum parallel zu größeren Bauarbeiten stattfinden. Der künftige Turnus sei daher abhängig davon, wie es mit den Bauarbeiten am Lindenau-Museum weitergehe.

Museumsleitung wird nach Nauhaus’ Weggang ausgeschrieben

„Wir sind gerade dabei, weitere Schäden am Haus zu erfassen und werden uns dann hilfesuchend an den Bund wenden.“ Das Lindenau-Museum mit seiner vielbeachteten Sammlung frühitalienischer Malerei und dem weltgrößten Werkbestand zum Künstler Gerhard Altenbourg (1926-1989) gilt als kultureller Leuchtturm in Ostdeutschland.

Einen neuen Museumsleiter wird es aller Voraussicht nach aber nicht direkt nach Nauhaus’ Weggang Ende Juni geben. Es werde zunächst eine Ausschreibung und eine Findungskommission geben „wie beim letzten Mal“, sagte Sojka. „Wir werden uns bewusst Zeit nehmen und nicht in Aktionismus verfallen.“ Eine Hängepartie für die Museumsarbeit sehe sie dadurch nicht: „Wir haben ein eingespieltes Museumsteam im Hintergrund und eine erfahrene stellvertretende Direktorin.“

Von LVZ

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