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Altenburg Rätsel um Pachthöhe in Altenburg gelöst
Region Altenburg Rätsel um Pachthöhe in Altenburg gelöst
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00:19 23.07.2017
Das Rätselraten um die unterschiedlichen Zahlen bei der Erhöhung der Kleingartenpacht in den Altenburger Anlagen, wie hier Bauhof I, hat nun ein Ende. Quelle: Jens Paul Taubert
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Altenburg

Für Verwirrung sorgte die Nachricht über die höheren Pachtgebühren für Kleingärten in Altenburg. Nachdem der Stadtrat beschlossen hatte, den Generalpachtvertrag zum 1. Januar 2018 zu ändern und damit die Kosten von derzeit neun auf dann zwölf Cent je Quadratmeter anzuheben, meldete sich Leserin Petra Thomas, die mit ihrem Mann eine Parzelle in der Gartenanlage „Heinrich Heine“ bewirtschaftet. „Wir und auch andere aus unserer Anlage zahlen bereits jetzt 10,23 Cent und nicht 9,1 Cent, wie es in der Zeitung stand“, sagte die Altenburgerin und fragte nach einer Erklärung dafür. „Deshalb stimmt die Erhöhung um drei Cent so nicht.“

Die entsprechende Nachfrage bei Wolfgang Preuß brachte auch den obersten Kleingärtner des Altenburger Landes ins Grübeln. Vielleicht liege der Garten auf Privatgrund, da sehe es differenzierter mit den Preisen aus, meinte er. Einen Gedanken, den der Vorsitzende des hiesigen Regionalverbands der Kleingärtner aber schnell verwarf und zugab: „Ich habe mich, ehrlich gesagt, auch über die falsche Information in den Medien gewundert. Wir zahlen in der Regel alle derzeit 10,2 Cent pro Quadratmeter.“ Daher vermutete er, dass nur die Angabe in der Beschlussvorlage des Stadtrats falsch sein könne. Bei der Abstimmung in der letzten Sitzung vor der Sommerpause hatte Preuß, der als parteiloser Abgeordneter der SPD-Fraktion angehört, wegen Befangenheit den Ratssaal verlassen.

Für Aufklärung sorgte schließlich Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD). „Derzeit gibt es neben unterschiedlichen Quadratmeterzahlen auch unterschiedliche Pachtzinshöhen“, erklärte der Rathauschef, der ebenfalls im Vorstand des Regionalverbands der Kleingärtner sitzt. „Das haben wir jetzt mit der Änderung des Generalpachtvertrags bereinigt.“ So gebe es bisher Laubenpieper, die weniger als neun oder zehn Cent je Quadratmeter zahlen. „Das heißt, die 9,1 Cent sind kein realer, sondern ein angenommener Durchschnittswert, der ausgerechnet wurde.“ Folglich sei der Wert in der Vorlage nicht falsch, stimme eben nur nicht mit den tatsächlichen Werten vollends überein.

Das heißt aber auch, dass nicht alle Altenburger Kleingärtner ab nächstem Jahr rund drei Cent mehr pro gepachtetem Quadratmeter Fläche bezahlen müssen. Bei den meisten sind es laut Preuß und Thomas nur knapp zwei Cent. Auf der anderen Seite gibt es damit jedoch ebenfalls Laubenpieper, die ab 1. Januar 2018 vier oder mehr Cent je Quadratmeter drauf legen müssen. „Es gibt aber auch den umgekehrten Fall, dass jetzt jemand 14 Cent bezahlt und dann weniger“, so OB Wolf. Diese Vereinheitlichung sei das Hauptziel der Änderung des Generalpachtvertrags.

Von Thomas Haegeler

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