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Altenburg Rätsel um ohnmächtige Teenies vor der Altenburger Music Hall
Region Altenburg Rätsel um ohnmächtige Teenies vor der Altenburger Music Hall
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10:15 15.11.2017
Die Music Hall unweit der Brüderkirche in Altenburg. Quelle: Mario Jahn
Altenburg

Ohnmächtig gewordene oder betrunkene Jugendliche am Samstagabend bei einer Disko für Teenager in Altenburg beschäftigen die Polizei. Die Beamten wurden gegen 19.25 Uhr zur Music Hall nahe der Brüderkirche gerufen. Dort wurde in Regie des Kreisjugendrings ab 17 Uhr zu einer Schwarzlicht-Nacht eingeladen, gedacht für Jugendliche von 12 bis 17 Jahren. Zwei der Teilnehmer wurde dabei tatsächlich schwarz vor Augen.

Die Polizei hatte die Vorfälle zunächst gar nicht gemeldet, obwohl sie am Abend mit drei Einsatzfahrzeugen und etwa zehn Beamten vor Ort war. Erst auf Nachfrage der OVZ bestätigte am Dienstag eine Polizei-Sprecherin den Einsatz von Polizei und Rettungskräften. Anlass war die Mitteilung, dass im Bereich des Johannisgrabens ein bewusstloser Junge liegt. Beim Eintreffen der Polizei war der 12-Jährige jedoch wieder ansprechbar. Er wurde zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht. Ein Alkoholtest verlief negativ. Ergebnisse zu einem ebenso durchgeführten Drogentest stünden noch aus, sagte die Sprecherin.

Während des Einsatzes wurde bekannt, dass ein zweiter Jugendlicher auf der Straße vor der Music Hall gelegen haben soll. Bei der Überprüfung stellte sich heraus, dass der 15-Jährige zunächst in einem Rettungsfahrzeug ärztlich behandelt und schließlich von Angehörigen abgeholt wurde. Ein zuvor angefertigter Alkoholtest ergab 1,8 Promille. Ein Drogentest verlief dagegen negativ.

Von den beiden Vorfällen aufgeschreckt, sahen sich nun mindestens vier Beamte im Inneren der Music Hall um und leuchteten dabei auch etlichen Besuchern mit Taschenlampen ins Gesicht. „Uns fallen hier reihenweise Kinder um“, soll einer der Polizisten laut Augenzeugen den Einsatz begründet haben.

Etwa zur gleichen Zeit klagten zwei Mädchen über Unwohlsein. Auch diese Beiden, 12 und 13 Jahre alt, wurden nun einem Drogen- und einem Alkoholtest unterzogen. Beide verliefen negativ und es gab keine Veranlassung einer medizinischen Behandlung, erklärte die Polizei.

Rico Schwertner ist als Sozialarbeiter bei der Stadtverwaltung einer der Veranstalter der Teenie-Disko. Es ist die elfte, sie ist nicht kommerziell, meist mit rund 130 Teilnehmern und soll für eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung sorgen. Am Einlass werde verhindert, dass Alkohol oder Drogen in die Music Hall gelangen, Angetrunkenen werde der Zugang verwehrt. Drinnen und am Eingang gibt es insgesamt fünf Ordnungskräfte, sagt Schwertner. Allgemein bekannt ist aber, dass Jugendliche auf den Straße vor der Disko Alkohol trinken.

Schon unmittelbar nach Ende der Veranstaltung kochten die Vorfälle in den sozialen Medien hoch. Es war von Ecstasy-Pillen, von Crystal und sogar von K.o.-Tropfen die Rede – die den Jugendlichen in die Gläser gekippt worden sein sollen – alles Behauptungen, die sich bislang als unwahr herausstellten. Die Ermittlungen, sagte die Polizei-Sprecherin, laufen noch.

Von Jens Rosenkranz

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