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Altenburg Rahnschüler begeistern auf der Bühne
Region Altenburg Rahnschüler begeistern auf der Bühne
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00:18 12.06.2018
Mit vollem Einsatz bei der Sache: Schüler der Freien Grundschule Christian Felix Weiße hatten „Das Geschenk der Zeit“ einstudiert und brachten es nun auf die Bühne. Quelle: Mario Jahn
Altenburg

Ein Besuch im Theater am Mittwochabend war ganz sicher keine verschenkte Zeit. Zum fünften Mal waren die Mädchen und Jungen der Freien Grundschule Christian Felix Weiße, die zur Rahn Dittrich Group gehört, Gastgeber ihrer Jahresabschlussveranstaltung. Zum Prinzip der Bildungsstätte mit der musikalisch-künstlerischen Konzeption gehört ein Schuljahresprojekt, an dessen Ende eine Theateraufführung steht, die in diesem Jahr „Das Geschenk der Zeit“ hieß.

Schuljahresprojekt Theateraufführung

Auch wenn die eigentlichen Vorbereitungen ein halbes Jahr vor dem Auftrittstermin so richtig beginnen und für die heiße Phase mit Proben vier Monate eingeplant sind, beschäftigen sich die Grundschüler fächerübergreifend eigentlich das gesamte Schuljahr mit der Theateraufführung. „Das haben wir aber in den Lehr- und Stundenplan implementiert, sodass keine zusätzliche Zeit nötig wird“, erklärt Schulleiterin Marlies Steinbach. Dabei gehe es nicht nur darum, Texte zu lernen und über den Inhalt der Aufführung zu sprechen, sondern auch ums Gestalten der Aufführung.

In diesem Jahr hatten sich Schüler und Lehrer keine ganz so einfache Kost herausgesucht. Der Roman „Momo“ von Michael Ende diente als Vorlage für das Stück. Hier wie dort steht das Waisenmädchen Momo im Mittelpunkt der Geschichte. Bei der Aufführung am Mittwoch teilten sich Theresa Geier und Stella Eismann die anspruchsvolle Rolle.

Die kleine Momo ist in der Runde ihrer Freunde soweit ganz glücklich. Doch dann tauchen die grauen Herrn der Zeitsparkasse auf und nehmen – einer nach dem anderen – die Zeit ab, um sie für sich selbst zu nutzen. Bekanntermaßen gelingt es Momo mithilfe der Verwalterin der Zeit, Meisterin Hora, gespielt von Cara Schnelle, die grauen Herren zu vertreiben und den Menschen ihre Zeit zurückzugeben, die sie in den Händen der Zeitsparkasse nur nutzen, um Ruhm und Reichtum hinterherzuhetzen.

Bis zum Playback alles aus Kinderhand

Auch wenn die Geschichte bereits 1973 veröffentlicht wurde, zeigte die Aufführung aller 102 Schüler der Rahnschule, dass das Thema – die eigene Zeit sinnvoll zu nutzen und dabei auf das wirklich Wichtige zu achten – natürlich nichts an Aktualität eingebüßt hat. Und so erinnerte Schulleiterin Marlies Steinbach auch die Eltern im vollen Theater daran, möglichst viel Zeit mit ihren Kindern zu verbringen. Diese hatten die ihre eben nicht nur ins Schauspielern der Rollen investiert, sondern auch in das gesamte Drumherum des Theaterstücks. Bühnenbilder, Requisiten wurden gebaut und gemalt, ja selbst die Musik, die zum Auftritt als Playback eingespielt wurde, ist im Vorfeld von den Kindern eingespielt und aufgenommen worden.

Im Kunst- und Medienkundeunterricht, in den Arbeitsgemeinschaften des Ganztagsangebotes und in den Deutschstunden erarbeiteten sich die Schüler, unterstützt von ihren Lehrern, einen Auftritt, der sich mehr als sehen lassen konnte und letztlich dem würdigen Rahmen, den das Landestheater Altenburg bietet, vollkommen gerecht wurde. Der unentwegt aufkommende Szenenapplaus und die Jubelrufe am Ende der Aufführungen, ließen sich in jeden Fall nicht nur damit begründen, dass das Publikum praktisch vollständig aus Eltern, Tanten und Onkeln, Omas und Opas der Schüler bestand.

Von Jörg Reuter

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