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Altenburg Ramelow in Lumpzig: Im Altenburger Land passen Moderne und Tradition zusammen
Region Altenburg Ramelow in Lumpzig: Im Altenburger Land passen Moderne und Tradition zusammen
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00:18 08.06.2017
Tausende Besucher strömen am Pfingstmontag zur 1732 errichtete Bockwindmühle im Lumpzig. Dort findet die zentrale Eröffnung des bundesweiten Mühlentages statt. Quelle: Mario Jahn
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Lumpzig

Die Wochen und Monate der Vorbereitungen haben sich gelohnt für den Verein Altenburger Bauernhöfe. Die zentrale Eröffnungsveranstaltung des Deutschen Mühlentags am Pfingstmontag war ein Erfolg. Tausende Besucher nutzten das schöne Wetter und besuchten die Bockwindmühle, um beim bunten Programm, den Mühlenführungen oder an den Marktständen ein paar vergnügliche Stunden zu erleben.

Für die zentrale Eröffnung des deutschlandweiten Mühlentags, der erstmals in Lumpzig und erst zum zweiten Mal im Freistaat stattfand, war auch Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Die Linke) nach Lumpzig gekommen. „Ich nehme von hier das Wissen mit, dass im Altenburger Land Tradition und Moderne gut zusammen funktionieren“, blickte Ramelow über die alte hölzerne Maschine bis zu den modernen Windräder am Horizont. Nur wer wisse, wo er herkomme, könne auch wissen, wohin er gehe, erklärte der Premier. In diesem Zusammenhang lobte er das Engagement des Bauernhöfevereins, der nicht nur die faszinierende alte Technik gerettet und für die Nachwelt erhalten habe, sondern zusammen mit der Kulturscheune und dem Mühlenhof ein einzigartiges Ensemble geschaffen habe. „So etwas ist nicht selbstverständlich“, meinte Ramelow.

Diese Begeisterung teilten auch die Besucher. „Man merkt einfach, dass die Leute hier mit Herzblut dabei sind “, fand etwa Thomas Stolze. Und auch das Drumherum kam bei ihm gut an. „Das ist eine rundum gelungene Veranstaltung.“

Schauspielchef Bernhard Stengele und sein designierter Nachfolger Manuel Kressin sorgten für das Rahmenprogramm und lasen im Mühlenhof aus der Geschichte „Die schwarze Mühle“. Im Erdgeschoss gab es Käse und Brot. Rund 800 Mühlenbrote hatte der Verein vorgebacken, die wie fast alles reißenden Absatz fanden. Bereits gegen 13 Uhr neigte sich der Bestand sichtlich dem Ende entgegen. Die Brote stammen noch nicht aus unserem Holzofen. Erst am Nachmittag wird der angeheizte Ofen befüllt“, verriet Bernd Apel vom Bauernhöfeverein.

„Das ist vielleicht das einzige Negative hier, überall sind sehr lange Schlangen, vor allem beim Essen“, sagte Gabriele Granzin, während sie mit ihren Bekannten aus den Saale-Holzland Kreis das Markttreiben in der Kulturscheune beobachtete. „Ja, wir sind schon oft hier gewesen, es ist einfach schön und wir kommen immer gern“, so Karin Serfling. Dass mehr los sei, weil die zentrale Eröffnung in Lumpzig stattfindet, wussten sie. Dennoch seien sie positiv überrascht, wie viel es diesmal zu erleben gibt.

Eine ganz tolle Veranstaltung, bescheinigte auch Erika Winter. Sie kam mit ihrem Ehemann aus Waldenburg. Sie besuchen regelmäßig am Pfingstmontag eine Mühle. „Doch wir wussten gar nicht, dass es die hier gibt. Sie ist wunderbar, für uns ist es auch etwas besonderes, eine Mühle an ihrem historischen Standort zu sehen.“ Und dass man ein Weilchen warten muss, für Mutzbraten, Straußenroster, Steaks, Kuchen, Eis oder Suppe störte die Eheleute Winter weniger. „Das ist eben bei so vielen Leuten manchmal so.“

Gewimmel überall und gut gelaunte Gäste, dazu noch Sonnenschein, so hatte sich Martin Burkhardt den Tag gewünscht. „Ich bin schon jetzt zufrieden“, zog der Vorsitzende des Vereins Altenburger Bauernhöfe eine erste Zwischenbilanz.

„Der Zulauf war gigantisch“, sagte Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für Mühlenkunde und Mühlenerhaltung, Friedrich Rohlfing, nach der zentralen Eröffnungsfeier. „Das hatte schon Volksfestcharakter.“

Von Jörg Reuter

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