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Altenburg Rasante Runden: 300 Radsportler kämpfen unter den Augen von 500 Besuchern beim 7. Wenzelkriterium um die Plätze an der Sonne
Region Altenburg Rasante Runden: 300 Radsportler kämpfen unter den Augen von 500 Besuchern beim 7. Wenzelkriterium um die Plätze an der Sonne
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21:29 15.07.2013

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Die Bedingungen hätten am Sonnabend mit Sonnenschein und über 20 Grad nicht besser sein können. Auf der 1,25 Kilometer langen Strecke im Gewerbegebiet Weißer Berg zeigten Profis, Hobbyfahrer und der Radsport-Nachwuchs ihren Kampfgeist und Siegeswillen. Neu war in diesem Jahr das Laufradrennen für Kinder bis fünf Jahre, an dem sich aber nur drei Kinder beteiligten.

Bereits die Rennen der U13-Schüler zeigten am Mittag ambitionierten Radsport. Yannick Andrä und Paul Remmel vertraten den Veranstalter Aufbau Altenburg auch dieses Jahr mit guten Ergebnissen auf den Rängen 18 und 21. Das im Mittelfeld platzierte Duo ist für seinen Ehrgeiz bekannt und war zufrieden mit den Ergebnissen. "Wir haben in den acht Runden unser Bestes gegeben und bemühen uns darum, jedes Jahr besser zu werden", erklärte der elfjährige Yannick. Bis zum Ende des Wettkampftages konnten sie jedoch nicht bleiben. Denn für sie ging es anschließend mit ihren Familien ab in den Urlaub - auch hier dürfen die Räder nicht fehlen.

Bei den Schüler-Rennen waren viele der anwesenden Eltern aufgeregter als ihre Sprösslinge und feuerten sie mit Rufen wie "weiter vor", "gib Gummi" und "hinterher" an. Auch Dieter Eichhorn, Aufbau-Radsport-Abteilungsleiter, war stolz auf die Ergebnisse der jungen Fahrer. "Unser Nachwuchs ist auf dem besten Weg", erklärte er. "Sie können mit ihren Leistungen zufrieden sein." Das waren auch Lisa-Marie Albrecht und Johannes Reißmann. Denn die beiden fuhren im Hobbyrennen der Jahrgänge 2000-04 auf die ersten beiden Podestplätze. Ian Fritze wurde hier noch Fünfter. "Der Radsport erfordert intensives Training, Durchhaltevermögen, Kontinuität und Zeit", mahnte Eichhorn.

Aber es reichte nicht für alle Youngster zu vorderen Plätzen, was einigen die Tränen in die Augen steigen ließ. Janek Voos etwa landete in der U13 auf Rang 37 von 40 Fahrern, Nicola Müller wurde bei den U13-Schülerinnen Elfte von 16 Starterinnen und Marie Beckmann kam in der U11 auf Rang sechs von acht Teilnehmerinnen. Für eine Schrecksekunde sorgte in der U13 der Schüler zudem der Sturz von Dennis Kühn (SSV Gera). Er musste mit Verdacht auf Kieferbruch ins Krankenhaus.

Spannend wurde es, als sich die 39 Elite-Starter für die 60 Runden bereit machten. Rad an Rad drängelten sich die Fahrer, um beim Start möglichst gut wegzukommen. Am Ende wurde noch einmal zum Sprint angesetzt und das Tempo verschärft. Bei den Männern hatte Stefan Gaebel (Team Ur-Krostitzer Univega) die Nase vorn und sicherte sich den ersten Platz. Er benötigte für die 60 Runden 1:40 Stunden. Sein Mannschafts-Kollege und Ex-Profi Eric Baumann fuhr auf Rang fünf. Bei den Frauen holte sich Theres Klein vom Team Maxx-Solar/Chemnitzer PSV den ersten Platz. Die für Aufbau Altenburg startende deutsche Junioren-Meisterin im Zeitfahren, Corinna Lechner, nahm zum ersten Mal am Wenzelkriterium teil und belegte den fünften Platz.

"Ich hatte mir mehr vorgenommen und bin schon etwas enttäuscht", sagte die 18-Jährige. "Beim Sprint bin ich nicht so gut weggekommen und der Gegenwind war hart." Dennoch war das Rennen für die angehende Polizistin eine Vorbereitung auf die vom 18. bis 21. Juli in Tschechien stattfindende Straßen-Europameisterschaft des Nachwuchses. Sie fühlt sich nach eigenen Aussagen fit und steuert dort einen der vorderen Plätze an. Allerdings findet die Thüringen-Rundfahrt deshalb ohne sie statt.

An der Strecke standen den ganzen Tag über Zuschauer, die ihre Favoriten anfeuerten. Auch die weiter abgeschlagenen Fahrer wurden von den Besuchern bejubelt, bis sie das rettende Ziel erreichten. "Das waren saugeile Rennen", war von vielen danach zu hören. Diese Meinung teilte auch Sten Wagner, Aufbau-Vereinschef: "Wir sind sehr zufrieden mit dem Verlauf der Veranstaltung. Mit 300 Sportlern und 500 Besuchern war das Wenzelkriterium ein voller Erfolg, sicherlich auch weil wir dieses Jahr auf ein Rahmenprogramm verzichtet und es als reines Sportevent aufgezogen haben."

Doreen Schellenberg

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