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Altenburg Rasta-Mann aus Leipzig überzeugt Dieter Bohlen beim Auslands-Recall
Region Altenburg Rasta-Mann aus Leipzig überzeugt Dieter Bohlen beim Auslands-Recall
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15:05 06.03.2016
Ruben Thurnim, Thomas Katrozan und Attila Talan versuchen die Jury mit „Born To Be Wild“ von sich zu überzeugen.  Quelle: RTL/Stefan Gregorowius
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Altenburg/Nobitz

Da schau mal einer an. Beim Casting brauchte Thomas Katrozan noch den Joker von Dieter Bohlen, um bei „Deutschland sucht den Superstar“ in den Deutschland-Recall zu kommen, denn die beiden Jury-Mitglieder Vanessa Mai und Michelle hatten den Daumen für seinen Reggea-Auftritt gesenkt. Und jetzt legt der Tontechniker aus Leipzig mit familiären Wurzeln in Wilchwitz – bis 1999 lebte er in dem kleinen, zur Gemeinde Nobitz gehörenden Dorf – einen tollen Auftritt nach dem anderen hin. Er gehört nicht nur zu den 32 Besten, die es in den Auslands-Recall schafften, sondern kam am Samstagabend bei der langen DSDS-Nacht auch hier eine Runde weiter, darf auf Jamaika bleiben und um den Einzug in die Eventshows kämpfen.

Und nicht nur das, nach seinem gemeinsamen Auftritt mit Ruben Thurnim und Attila Talan reagierte Pop-Titan Dieter Bohlen regelrecht überschwänglich. Alle drei mussten den Rockklassiker „Born To Be Wild“ von Steppenwolf singen und performen, wie es so schön auf neudeutsch heißt. Ruben und Attila durften sich danach vernichtende Kritiken anhören. „Für einen Rocksong fand ich das ziemlich erbärmlich“, wetterte Bohlen. Attila habe wie eine kleine Maus geklungen, und Ruben habe Karaoke im schlimmsten Stadium geboten. Das habe er so nicht erwartet, sondern eher bei „unserem Rasta-Mann“ vermutet, dass es völlig in die Hose gehen könnte. Denn es sei so gar nicht seine Musikrichtung gewesen. „Doch du hast mich total überrascht. Du hast richtig die Sau rausgelassen. Von mir kriegst du 24 rote Sternchen oder wer weiß was, weil es einfach geil war“, lobte Bohlen. Keine Frage, dass Thomas weiter auf Jamaika bleiben darf, „denn das war spitzenmäßig“. Ruben bekam eine Gnadenfrist und Attila muss gleich wieder nach Hause fliegen.

In dieser extralangen RTL-Nacht – wer wollte, konnte am Sonnabend 190 Minuten DSDS erleben – waren letzte Castings und ein Quickpick vom Deutschland-Recall zu sehen. Was nicht gezeigt wurde: Dort musste Thomas Katrozan mit drei Mitstreitern einen Reggea-Song bieten – nur er erhielt das Ticket für Jamaika.

„Über das Lob von Dieter Bohlen war ich natürlich sehr überrascht, denn im ersten Auslands-Recall haben wahrlich nicht viele Leute ein positives Feedback bekommen“, freute sich Thomas Katrozan am Sonntag am Telefon im Gespräch. Da die Shows auf Jamaika aufgezeichnet wurden, ist der 35-Jährige längst wieder in Deutschland. Er konnte sich seinen Auftritt gemeinsam mit seiner Freundin, die ihn ja zum Casting angemeldet hatte, im Fernsehen anschauen. Seither kommen unablässig über Facebook, Instagram, WhatsApp oder per Anruf Reaktionen von Freunden, Bekannten und Verwandten. „Ich muss das alles erstmal in Ruhe anschauen.“ Wie es für ihn auf Jamaika weitergeht, weiß er natürlich, soll aber verständlicherweise noch eine Überraschung bleiben. Noch vier Shows werden von der Karibik-Insel ausgestrahlt, bevor am 9. April die Top 10 verkündet werden.

„Auf jeden Fall war es ein tolles Erlebnis, mit vielen interessanten und coolen Leuten zusammenzusein – auf meiner Insel.“ Denn sein erster privater Jamaika-Trip 1999 war der Auslöser, sich die Haare wachsen. Seine Rasta-Mähne reicht inzwischen bis zur Wade.

Der Durchmarsch von Thomas Katrozan ist inzwischen auch Gesprächsthema in der Gemeinde. „Jetzt, wo Thomas weiter dabei ist, kommt die Sache richtig in Schwung“, ist der Nobitzer Bürgermeister Hendrik Läbe überzeugt. „Die Leute freuen sich, denn die Familie lebt ja schon lange in Wilchwitz und ist sehr bekannt.“

„Weil all unsere Freunde am Sonnabend irgendwie zu Geburtstagsfeiern eingeladen waren, reduzierte sich die Runde vor dem Fernseher auf vier Personen. Doch beim nächsten Mal werden es bestimmt wieder mehr, die Thomas die Daumen drücken, weil sie ihn schon so lang kennen“, erzählt Steffi Katrozan, Lehrerin am Altenburger Friedrichgymnasium – und damit dort, wo sich ihr Sohn Thomas in einer Schülerband seine ersten musikalischen Sporen verdiente und wo Abitur machte.

Mit der 13. Ausgabe von „Deutschland sucht den Superstar“ erzielte RTL am Samstagabend starke Quoten. Durchschnittlich 4,37 Millionen Zuschauer sahen die Musik-Castingshow.

Von Ellen Paul

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