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Altenburg Rauchmelder in allen Mietwohnungen des Altenburger Landes
Region Altenburg Rauchmelder in allen Mietwohnungen des Altenburger Landes
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07:38 06.11.2018
Rauchmelder sind ab Januar in allen Thüringer Mietwohnungen Pflicht. Quelle: dpa
Altenburg/Meuselwitz/Lucka

Sie gehören zu den schlimmsten Erlebnissen: Wohnungsbrände. Menschen verlieren dabei ihr Hab und Gut – und nicht selten ihr Leben. Dabei ist es oftmals der Rauch, der tötet, weil die giftigen Gase im Schlaf nicht wahrgenommen werden. Deshalb gilt ab 1. Januar auch in Thüringen, was in anderen Bundesländern längst eingeführt ist: eine Pflicht zur Montage von Rauchmeldern in allen Mietwohnungen. Sobald Qualm aufsteigt, pfeifen die kleinen runden Geräte in einem schrillen Ton los. Wie sind die großen Vermieter im Landkreis auf die neue Pflicht vorbereitet? Die OVZ hat sich umgehört.

Meuselwitzer und Luckaer auf der Zielgeraden

1235 Wohnungen bewirtschaftet die Städtischen Wohnungsgesellschaft (SWG) Meuselwitz. Bis auf ganz wenige Wohnungen seien hier überall Rauchmelder angebracht worden. Bereits 2017 hat das die SWG in Auftrag gegeben. „Wir und die Mieter sind froh darüber“, sagt Geschäftsführer Fred Reichel. Da die jährliche Wartung im Gesetz steht, wird sie einmal im Jahr durchgeführt.

Recht weit ist auch die VBM Wohnungsbau Lucka: Dort sei bis zum 31. Dezember die Anbringung der Rauchmelder erledigt, heißt es auf Anfrage.

WAG hat Nachrüstung schon erledigt

Bei der Wohnungsgenossenschaft Altenburg-Glashütte (WAG) ist das Thema bereits abgehakt. Die 827 Einheiten des Vermieters sind laut des Technischen Vorstandes Detlef Wittig bereits seit Anfang des Jahres mit Rauchmeldern ausgestattet. „Wir finden es gut, dass Rauchmelder Pflicht sind. Die Mieter sind sicherer und für uns hat es natürlich den Vorteil, dass Feuer schneller bemerkt wird und Schäden dadurch geringer ausfallen“, sagt Wittig. Die kleinen Geräte würden je 40 bis 45 Euro kosten. Hinzu kämen noch die Montagekosten. Allerdings sei es noch strittig, ob die Anschaffung der Geräte umlagefähig ist. Die Wartung allerdings schlage sich in jedem Fall in der Nebenkostenabrechnung nieder, erklärt Wittig.

Endspurt bei der SWG Altenburg

Endspurt auch bei der Städtischen Wohnungsgesellschaft (SWG) Altenburg: Etwa 12 Wohnungen müssten noch ausgestattet werden, dann sei auch die SWG mit der Anbringung durch, sagt der Technische Vorstand Matthias Blättner. Über 5000 Wohnungen des Unternehmens seien seit Anfang 2017 mit den Geräten ausgestattet worden. Die Kosten trage die SWG selbst. „Es war zwar mit Stress verbunden, Firmen für die Montage und Wartung zu finden. Allerdings halten wir die Anschaffung wegen der Sicherheit unserer Mieter für eine gute Sache“, so Blättner. Gerade in der Adventszeit brennen vielerorts wieder Kerzen, steigt die Brandgefahr.

Funktechnik ermöglicht Fernwartung

Bei der AWG Wohnungsgenossenschaft Altenburg sieht man das ähnlich. Weshalb schon im vorigen Jahr 95 Prozent der mehr als 3500 AWG-Wohnungen mit Rauchmeldern ausgestattet wurden. „Wer zuletzt kommt, zahlt am meisten“, erklärt Timo Schwanke, Technischer Vorstand der AWG. Die Erstinstallation sei kostenlos für die Mieter, das übernehme die AWG. Die Bewohner müssen allerdings einen Teilbetrag der jährlichen Wartung mitbezahlen. „Durch die neue Funktechnik bei den Rauchmeldern ist eine Fernwartung möglich“, erzählt Schwanke. Der Rauchmelder dokumentiere alles, so dass nicht zwingend jemand vor Ort sein muss, um Probleme, wie etwa eine schwache Batterie, zu erkennen. Außerdem würde es sichtbar werden, wenn ein Mieter versucht, das Gerät zu manipulieren. Ein zusätzliches optisches Signal wäre allerdings wünschenswert, meint Schwanke. „Denn Menschen, die schwerhörig sind“, gibt er zu bedenken, „könnten den schrillen Ton überhören.“

Von Nicole Grziwa

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