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Altenburg Razzia gegen Neonazi-Netzwerk – Wohnung von Alexander Kurth durchsucht
Region Altenburg Razzia gegen Neonazi-Netzwerk – Wohnung von Alexander Kurth durchsucht
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20:56 19.02.2019
Polizeibeamte haben am Dienstag in Ostthüringen, Leipzig und Göttingen sechs Objekte durchsucht. Quelle: dpa
Altenburg/Gera

Die Ermittlungsbehörden sind offenbar einem kriminellen Neonazi-Netzwerk auf der Spur. Wie das Thüringer Landeskriminalamt (TLKA) und die Staatsanwaltschaft Gera mitteilten, gab es deswegen am Dienstag eine Razzia in Mitteldeutschland und Niedersachsen. Neben einem Objekt im Altenburger Land durchsuchten Beamte ab 6 Uhr für mehrere Stunden fünf weitere Wohnungen und Häuser – zwei im Landkreis Greiz und je eines in Gera, Leipzig und Göttingen. Hintergrund ist ein Verfahren wegen des Verdachts der Bildung einer kriminellen Vereinigung gegen insgesamt zehn Männer.

Beamte beschlagnahmen vor allem Datenträger und Handys

Wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft Gera, Martin Zschächner, auf Nachfrage bestätigte, gehört zu den Verdächtigen nicht nur der bereits in Untersuchungshaft sitzende Thügida-Organisator David Köckert aus Greiz, sondern auch der Leipziger Neonazi Alexander Kurth. Anders als im Herbst 2018, als man bei Durchsuchungen Köckert und zwei weitere Männer festnahm, klickten diesmal keine Handschellen. Auch nicht bei Kurth, bei dem am Dienstag durchsucht wurde. Bei ihm beschlagnahmten die Beamten – wie bei den fünf anderen Verdächtigen von 22 bis 46 Jahren – vor allem Datenträger und Handys. Zur Ausbeute der gesamten Razzia gehören laut TLKA aber auch ein Schlagring, ein Butterfly-Messer und ein Totschläger.

Ziel der Gruppe offenbar Vernetzung rechtsextreme Kameradschaften

„Nach derzeitigem Ermittlungsstand verfolgen die Beschuldigten das Ziel, rechtsextremistische Kameradschaften überregional zu vernetzen und zu etablieren“, erklärte eine TLKA-Sprecherin. Zudem stünden einzelne von ihnen noch im Verdacht, schwere räuberische Erpressung und Brandstiftung begangen und weitere Verbrechen verabredet zu haben. Einen Namen habe das Netzwerk noch nicht, ergänzte Zschächner. Um den Vorwurf zu erfüllen, reichten aber entsprechende Strukturen und Kommunikationskanäle.

Von Thomas Haegeler

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