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Altenburg Reichlich Frust im Wintersdorfer Ortsteilrat
Region Altenburg Reichlich Frust im Wintersdorfer Ortsteilrat
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18:30 27.03.2018
Bürgermeister Udo Pick (BfM) und Ordnungsamtsleiterin Denise Zeuke stellten sich im Wintersdorfer Ortsteilrat den Fragen. Quelle: Mario Jahn
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Wintersdorf

Es war immerhin eine gute Nachricht, die Denise Zeuke den Wintersdorfer Ortsteilräten überbrachte. Der Weg zum Ahnerviertel über die Vater-Jahn-Straße soll, wie von Anwohnern gewünscht, mit Sand beschichtet werden. „Bis zum 31. Mai sollen die Arbeiten durchgeführt werden“, so die Ordnungsamtschefin.

Klare Aussagen gefordert

Gemeinsam mit Bürgermeister Udo Pick (BfM) war Zeuke der Einladung des Wintersdorfer Ortsteilrats gefolgt. Im Rahmen der Sitzung sollten kürzlich einige der immer wieder thematisierten Maßnahmen im Ortsteil geklärt werden (OVZ berichtete). Ortsteilbürgermeister Thomas Reimann (UWG) machte gleich zu Beginn klar, was man von dem Abend erwarte: „Was wir heute sicher nicht hören wollen ist ,Ich hatte das nicht auf dem Schirm’ oder ,Wir müssen das noch prüfen’“, betonte er. Stattdessen sollten konkrete Aussagen über möglichst verbindliche Termine getätigt werden, so sein Wunsch.

Kaum Konkretes

Ein Anliegen, das in der gut 90-minütigen Aussprache nur zum Teil erfüllt wurde. Abgesehen von der geplanten Beschichtung des Weges gab es wenig Konkretes zu vermelden. So seien der Stadt etwa bei den heruntergekommenen Gebäuden im Ortsteil großteils die Hände gebunden, erklärte Zeuke. Zwar laufe am Haus Vater-Jahn-/August-Bebel-Straße eine ordnungsbehördliche Maßnahme. Mehr sei dort jedoch, genau wie an der maroden Teichmühle, nicht möglich. „Wir können nicht einfach losgehen und etwas machen, es gibt Vorschriften“, führte sie zur Begründung aus. In beiden Fällen sehe das Bauordnungsamt des Kreises zudem keine Gefährdung der öffentlichen Sicherheit.

Zwangsweise vage blieben auch die Aussagen zum von Reimann als unbrauchbar eingestuften Grünflächenpflegeplan der Stadt. „Wir haben derzeit drei Mitarbeiter in jedem der zwei Bauhöfe im Einsatz, die je nach Lage eingesetzt werden“, erklärte Bürgermeister Udo Pick. Mehr sei momentan nicht möglich. „Ein Teil der Technik ist im Eimer, wir haben Personalnot – der Plan ist schlicht nicht mit Terminen untersetzbar“, gab Zeuke ehrlich zu. Trotzdem habe der Stadtservice den Überblick über die jeweiligen Flächen und takte diese entsprechend ein, versicherte sie.

„Man kommt sich verarscht vor“

Wenig konkret blieben auch Aussagen zum angedachten Rodelhügel an der örtlichen Kita und zum gewünschten Parkplatz am Friedhof. Ersterer werde witterungsabhängig fertiggestellt, hinsichtlich des Friedhofs wolle Pick erneut beim Landratsamt nachhaken, hieß es.

Zu wenig Greifbares aus Sicht der Ortsteilräte. „Wintersdorf wird ignoriert, man kommt sich verarscht vor“, fand Michael Rothe deutliche Worte. Die Sachverhalte sollten ernst genommen werden, forderte auch Ortsteilbürgermeister Reimann. „Wir sind nach wie vor an einer Kooperation interessiert. Dafür braucht es aber auch Kommunikation“, so sein Appell an die Gäste. Wintersdorf stehe weiterhin „mit Wissen und Willen“ bereit.

Von Bastian Fischer

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