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Altenburg Reiseveranstalter entdecken kultureller Vielfalt von Stadt und Landkreis
Region Altenburg Reiseveranstalter entdecken kultureller Vielfalt von Stadt und Landkreis
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00:36 06.05.2018
Bei ihrem Besuch in der Region nahmen die Reiseveranstalter in der Tourismusinformation auch zahlreiche Produkte aus dem Altenburger Land unter die Lupe. Quelle: Mario Jahn
Altenburg

Die Trost-Orgel in der Schlosskirche in Altenburg ist beeindruckend. Im 18. Jahrhundert wollte Friedrich III. von Sachsen-Gotha-Altenburg offensichtlich nicht kleckern, sondern klotzen. Und nach wie vor verfehlt das spektakuläre Instrument seine Wirkung nicht. So auch kürzlich, als eine Gruppe von Reiseveranstaltern auf Einladung der Tourismusinformation Altenburger Land den Landkreis besuchte.

„Was die Reiseveranstalter nicht kennen, können sie ihren Kunden nicht empfehlen und damit auch nicht verkaufen“, erklärte Lisa Piller, Chefin der Tourismusinformation. Zu unrecht seien die Sehenswürdigkeiten – angefangen beim Residenzschloss samt seiner Nebengebäude wie Teehaus, Orangerie oder Marstall, über die Roten Spitzen, das Lindenau-Museum bis hin zur Burg Posterstein – kaum in den Angebotskatalogen von Touristikern. Davon ist nicht nur Piller überzeugt, sondern inzwischen auch ihre Gäste.

„Ich habe viele Kunden aus Westdeutschland und könnte mir gut vorstellen, dass die Stadt etwas für Kulturreisende ist“, meinte Roland Hahn, der aus Blankenfelde nach Altenburg kam. Übrigens nicht zum ersten Mal, wie er erzählte. Es sei aber schon viele Jahre her, weshalb er nun entdecken wollte, ob und in wie weit sich Stadt und Region als touristisches Ziel eigenen. „Ich nehme viel gute Eindrücke mit“, so der Inhaber der Civitas Touristic Berlin-Brandenburg, den besonders das Orgelspiel in der Kirche des Residenzschlosses beeindruckt hatte.

Es ist überraschend, wie schön’s hier ist, da gehe einem das Herz auf, schwärmte auch Freya Jungeblut aus Kiel. Letztlich hatte sie eine größere Anfrage von Kunden, die speziell nach Altenburg wollen, hergeführt. „Der Termin passte da hervorragend. Wichtig für unsere Kunden sind Highlights – und davon gibt es hier offensichtlich sehr viele“, sagte die Chefin der Reisevermittlung Kollmannsberger – hin und weg vom Erlebten – gegenüber der OVZ.

Für Günter Gründewald von der ReiseMission GmbH ist Altenburg keine Unbekannte. „Ich war schon als Kind oft in der Stadt bei Verwandten“, erzählt der Leipziger. Inzwischen vermittelt er jährlich bis zu 20 Reisegruppen nach Altenburg. Der Einladung der Tourismusinformation Altenburger Land ist er gefolgt, weil er einen Überblick bekommen wollte, was aktuell alles besichtigt werden kann. Darüber hinaus ist für ihn das gesamte Altenburger Land interessant, da sich seine Firma vor allem auf Schlösser und Architektur spezialisiert hat. „Und davon gibt es ja besonders viel hier“, sagt er und fängt sogleich an, das Orgelkonzert in der Schlosskirche in den höchsten Tönen zu loben.

Gefragt nach Entwicklungspotenzialen im Bereich Tourismus, fiel den geladenen Gästen vor dem Hintergrund der Fülle der gesammelten Eindrücke spontan wenig ein. „Na, vielleicht die Roten Spitzen, da ist ja zur Zeit noch nicht viel zu sehen“, so Günter Gründewald, der gleich an Gruppen aus den USA denkt, die in seiner Agentur oft Touren zur Kirchengeschichte nachfragen. „Und leider fehlen immer noch einige Hotelbetten in der Stadt“, ergänzte Lisa Piller.

Von Jörg Reuter

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