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Altenburg Rhododendron erinnert an Gartenbauexpertin
Region Altenburg Rhododendron erinnert an Gartenbauexpertin
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18:08 24.04.2017
Noch sind die Rhododendronpflanzen, die Horst Lämmel am Sonnabend einpflanzt, recht klein. Aber sie werden dort gedeihen und an Frau Specht erinnern. Quelle: Mario Jahn
Altenburg

Horst Lämmel war am Sonnabend in einer besonderen Mission unterwegs. Im Botanischen Erlebnisgarten an der Altenburger Zillestraße pflanzte der 68-Jährige Rhododendronpflanzen ein, die der Gartenprofi selber gezogen hat.

„Aus einem ganz besonderen Samen“, betont Lämmel. Denn die Elternpflanzen der Nachzuchten standen im Garten, den Anneliese Specht über viele Jahre in Ehrenhain bewirtschaftete. „Die Pflanzen sollen an Anneliese Specht und deren Schaffen hier in Altenburg erinnern“, so der Experte. Die im Jahr 2002 Verstorbene war eine der Koryphäen des Gartenbaus in und um Altenburg schlechthin. „Jeder ältere ausgebildete Gärtner ist hier durch die Schule von Frau Specht gegangen“, betont der 68-Jährige, der selber beruflich bis zu seinem Ruhestand in leitender Stellung im Gartenbau tätig war und sich bis heute leidenschaftlich der Orchideenzucht widmet.

„Anneliese Specht ist im Jahr 1953 nach Altenburg gezogen, von da an in der landwirtschaftlichen Berufsschule im Johannisgraben tätig und später, bis zum Jahr 1981, am Institut für Lehrerbildung im Ernestinum zuständig für die Ausbildung von Lehrern im Schulgartenunterricht“, erzählt Lämmel.

Ganze Generationen von Chef renommierter Gartenbaubetrieben in der Skatstadt und der Umgebung bekamen von ihr das notwendige Rüstzeug.

Mit den selber gezogenen Rhododendronpflanzen will Lämmel eine ganz persönliche Erinnerung an das vielseitige Wirken von Anneliese Specht setzen. Denn auch in diesem Garten hat die einstige Expertin über Jahre mitgewirkt.

„Rhododendron hat sie geliebt, gehegt und gepflegt. Jener aus ihrem Garten war ihr besonders ans Herz gewachsen“, weiß Lämmel.

Die Nachzucht dieser herrlich blühenden Sträucher sei sehr aufwendig. Und sie nimmt mehrere Jahre in Anspruch. Die Nachzuchten, die er jetzt im Botanischen Garten einsetzte, sind schon runde fünf Jahre alt und werden aller Voraussicht in diesem Jahr erstmals blühen.

Für den Vorsitzenden des Fördervereines Botanischer Erlebnisgarten, Wolfgang Preuß, war die Pflanzung keineswegs eine Einzelaktion. „Im Gegenteil: daraus soll eine richtige Tradition werden, mit der durch solche Pflanzungen an bedeutende Bürger der Stadt erinnert werden soll. Und im Garten stärkt dies die Artenvielfalt.“

Von Jörg Wolf

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