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Altenburg Rhythmus und Spaß bei Altenburger Trommelworkshop
Region Altenburg Rhythmus und Spaß bei Altenburger Trommelworkshop
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09:37 09.08.2017
Workshop-Leiter Thore Volquardsen brachte den Teilnehmern das Trommeln näher. Quelle: Mario Jahn
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Altenburg

Rhythmisch ging es am vergangenen Freitag auf dem Geländer Altenburger Skatbank-Arena zu. Zum inzwischen dritten Mal hatte der Rock ’n’ Folk e.V. zum großen integrativen Trommelbau-Workshop geladen – und zahlreiche Kinder und Jugendliche aus der Skatstadt waren dem Aufruf gefolgt.

Zwar war der Zuspruch in diesem Jahr im Vergleich zur vorangegangenen Auflage doch ein Stück weit verhaltener – von den insgesamt 25 Plätzen wurden nur 14 abgefragt – teilt Stev Kolar, Vorsitzender des Vereins mit. Allerdings, so betont er, sei ein nicht unwesentlicher Teil der Teilnehmer bereits zum zweiten Mal dabei gewesen.

Das Feedback der Nachwuchstrommler indes konnte sich sehen lassen. „Wir haben eigentlich nur positive Rückmeldungen bekommen, teils wollen auch einige Teilnehmer weiter dem Trommeln treu bleiben, wollen etwa ihre Eltern überzeugen, sie in einer Musikschule anzumelden“, freut sich Kolars Stellvertreterin Mandy Schneidereit.

Insgesamt vier Tage lang drehte sich alles um die Schlaginstrumente. So wurden nicht nur grundlegende Spieltechniken vermittelt, zuvorderst sollten die Kinder und Jugendlichen ihr eigenes Instrument selbst fertigen – und dabei neben handwerklichen Fertigkeiten auch einiges fürs Leben lernen. „Viele der Kinder müssen sich hier zum ersten Mal im Leben wirklich auf eine Sache konzentrieren“, erklärt Kolar. Vor allem die Fähigkeit, sich selbst zu motivieren, auch einmal eine Anstrengung zu unternehmen werde enorm geschult, schließlich entsteht selbst eine einfache Kastentrommel (Cajon) nicht im Vorbeigehen. „Die älteren Teilnehmer haben sich zudem an einer 8-Eck-Trommel versucht. Das erfordert eine hohe Konzentration und auch viel Geduld, wenn etwa über einen ganzen Tag hinweg immer wieder Schleifarbeiten durchgeführt werden müssen.“

Neben dem Erfolgserlebnis, sich ein eigenes, individuelles Instrument zu fertigen, sei es aber vor allem die integrative Kraft der Musik, die auch diesen Workshop wieder geprägt hätte, so Kolar. „Die Einstiegsschwelle beim Trommeln ist denkbar niedrig, man kann sofort Töne produzieren, es gibt keine lange, schwierige Lernphase.“

Gerade vor diesem Hintergrund sei das Instrument optimal, um schnell ein Gruppengefühl entstehen zu lassen – auch und gerade über soziale oder kulturelle Grenzen hinweg. Und Mandy Schneidereit ergänzt: „Durch den unkomplizierten Einstieg und die schnellen Erfolge werden auch zügig Scheuklappen abgebaut. Und durch die so entstehende Gruppendynamik beim gemeinsamen Musizieren wird auch schneller und teils besser gelernt als etwa alleine zuhause.“

Allerdings, das wissen auch Kolar und Schneidereit, um auch nachhaltig Erfolge zu erzielen, sei auch das jeweilige Elternhaus in der Pflicht. „Die Eigeninitiative der Eltern ist enorm wichtig“, unterstreicht Kolar. Der Schritt zur endgültigen Anmeldung des Nachwuchses für den Kurs falle offenbar oftmals noch schwer – trotz der eigens niedrig gehaltenen Kosten für den viertägigen Kurs.

Kolars Wunsch ist es denn auch, dass die Teilnehmer die neu erlernten Fähigkeiten weiter tragen, sich weiter musisch betätigen. Gerade musikalische Angebote seien seiner Meinung nach eine gute Alternative zu allseits bekannten Aktivitäten wie etwa Fußball. Bedenkt man die nicht unerhebliche Zahl der „Wiederholungstäter“ unter den diesjährigen Teilnehmern, scheint dies durchaus erreichbar.

Von Bastian Fischer

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