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Richterin befragt Mutter des toten Babys

Richterin befragt Mutter des toten Babys

Das Amtsgericht Gera hat gestern den Haftbefehl gegen die Mutter des toten Babys aus der Käthe-Kollwitz-Straße in Altenburg in Vollzug gesetzt. Das teilte der Pressesprecher des Gerichts, Siegfried Christ, der OVZ mit.

Es bestehe der dringende Tatverdacht des Totschlags, sagte er. Die zuständige Richterin, Gabriele Krollmann, begab sich ins Klinikum Altenburger Land, um der 29-Jährigen diese Entscheidung mitzuteilen und sie zum Tathergang zu befragen. Eine solche Vernehmung ist für ein Gericht mitentscheidend, ob es den Haftbefehl aufrechterhält, aussetzt oder aufhebt.

 

Im Ergebnis des Gesprächs wurde der Haftbefehl gegen die Beschuldigte aufrechterhalten und in Vollzug gesetzt, sagte Christ. Weitergehende Informationen erteilte er mit dem Hinweis auf das laufende Verfahren nicht.

 

Damit bleibt offen, ob Sandra F. in ein Haftkrankenhaus verlegt wird oder vorerst im Klinikum bleibt. Ausschlaggebend dafür ist ihr gesundheitlicher Zustand. Vorgestern hieß es, dass sie nicht in der Lage sei, das Gebäude aus eigener Kraft zu verlassen. Die 29-Jährige hatte die Klinik am Freitag wegen starker Schmerzen im Zusammenhang mit ihrer verheimlichten Entbindung aufgesucht und war operiert worden.

 

Unklar ist ebenso, was die Richterin dazu bewogen hat, den Haftbefehl nun doch zu eröffnen, nachdem sie dem Antrag der Staatsanwaltschaft dazu am Montag zunächst nicht nachgekommen war. Ursache dafür war, dass die Todesursache für das Neugeborene, das vermutlich um den 8. März in der Badewanne lebend auf die Welt kam, nicht exakt feststand. Daran habe sich noch immer nichts geändert, sagte Jens Wörmann, Sprecher der Staatsanwaltschaft Gera, der OVZ. Das endgültige Ergebnis der Obduktion, die sich offenbar sehr schwierig und aufwendig gestaltet, stehe demnach noch aus.

 

Sandra F. bestreitet, ihr Kind umgebracht zu haben und stellt dies als Unfall dar. Nebulös bleibt, warum sie ihre Schwangerschaft verschwiegen hat und bei der Geburt allein war.

Jens Rosenkranz

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