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Altenburg Riesen Kicker und Wasserwand
Region Altenburg Riesen Kicker und Wasserwand
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18:11 21.07.2014

"Weil der Sportverein sein 60-jähriges Bestehen mit einer eigenen Fete beging, hatte sich der Verein Fahrzeugkultur entschlossen, ebenfalls ein Vereinsfest fürs ganze Dorf zu organisieren", erklärte Vereinsvorsitzender Tobias Riedel.

Ort es Geschehens war der Platz vor der Turnhalle. Hier sollte es am Samstag offiziell gegen 11 Uhr losgehen. Doch außer den Akteuren des Vereins wagte sich in der Mittagsglut kaum einer raus. "Dennoch ist die Erbsensuppe, die Haselbacher Feuerwehrleute im Schweiße ihres Angesichts gekocht hatten, restlos alle geworden", hatte Riedel beobachtet. Dafür sei sicherlich manche Gerstenberger Küche an diesem Tag kalt geblieben, so seine Vermutung.

Verschoben habe man wegen der Hitze auch den Anpfiff für das Turnier der menschlichen Kicker. Dabei gingen fünf Mannschaften mit jeweils fünf Feldspielern an den Start. "Als Sieger ging das Team Selbsthilfegruppe aus Altenburg vom Platz. Doch Spaß an dieser Art des Fußballspiels hatten im Jahr der Fußballweltmeisterschaft sowohl Zuschauer als auch Akteure", versicherte der Vereinschef.

Am Nachmittag wagten sich dann doch so einige Besucher auf den Festplatz und feierten hier in geselliger Runden. Allerdings hätten sich die Organisatoren durchaus noch ein paar Gäste mehr gewünscht.

Die Freiwillige Feuerwehr des Ortes, deren Verein sonst ebenfalls ins größere Dorffest eingebunden ist, hatte wegen der Hitze ein sogenanntes Hydroschild, eine Wasserwand, zur Abkühlung aufgebaut. Vor allem die Kinder sprangen durchs erfrischende Nass. Doch auch so mancher Erwachsene suchte hier kurz- zeitig Abkühlung.

"Als Renner stellte sich der große Kran heraus, den wir organisiert hatten. In luftiger Höhe von rund 40 Metern wollen viele Gerstenberger den Blick über die Umgebung schweifen lassen. Der schlanke Riese kam bei Jung und Alt an", freute sich Tobias Riedel.

Die vorgesehenen Gaudi-Wettbewerbe am späten Nachmittag sind am Ende auf einen reduziert worden und der hatte zur Freude aller - wie konnte es bei den tropischen Temperaturen anders sein - mit Wasser zu tun. "Dabei haben sich die Gegner mit einer historischen Wasserspritze gegenseitig bespritzt. So war kurzzeitig auch die Hitze zu ertragen", meinte der Vereinschef.

Zur abendlichen Sommernachtsparty seien dann überraschend viele Leute gekommen. Das gemischte Publikum habe bei ausgelassener Stimmung bis weit nach Mitternacht gefeiert.

Von den 15 Vereinsmitgliedern der Fahrzeugkultur waren laut Vereinschef alle verfügbaren Kräfte bei der Hitzeschlacht im Einsatz. Dabei wurden sie von der Feuerwehr tatkräftig unterstützt. Die Mitglieder des erst vor vier Jahren gegründeten Vereins kommen aus Gerstenberg, Wintersdorf und Treben. Neben Trabis fahren die Jungs auch alte Motorräder. "Weil wir uns nicht in eine Schublade schieben lassen wollten, haben wir den Verein den etwas außergewöhnlichen Namen Fahrzeugkultur gegeben", so der Vereinschef auf Nachfrage.

Marlies Neumann

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