Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Altenburg Ausstellung in Altenburg: Seltene Fische in vierzig Aquarien
Region Altenburg Ausstellung in Altenburg: Seltene Fische in vierzig Aquarien
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:06 27.09.2018
Ausstellungsleiter André Kahnt schaut sich den Schwarzen Pacu an, die von Panama über Mittelamerika bis Südbrasilien verbreitet sind. Quelle: Mario Jahn
Altenburg

Im Erdgeschoss des Naturkundemuseums Mauritianum wurde in den vergangenen zwei Wochen fleißig gearbeitet. Einige ausgestopfte Vögel in Vitrinen, die normalerweise im Museum zuhause sind, mussten über 40 Aquarien weichen. Am Donnerstagmorgen bringt Hobbyzüchterin Katja Tyka aus Altenburg gerade einige Guppys in verschiedenen Farben vorbei und überführt sie vorsichtig in eines der Ausstellungsbecken.

Besucher können seltene Fischarten sehen

Der wahre Hingucker lässt da aber noch auf sich warten: In der Mitte einer der Räume steht ein zweieinhalb Meter langes und 60 Zentimeter hohes Becken, in dem südamerikanische Großbuntbarsche vorübergehend eine Bleibe finden sollen. „Das sind echte Hingucker“, sagt Heiko Reiche, der die Ausstellung mitorganisiert. Vier Wochen lang können Besucher sie und viele andere Fische hier bestaunen.

Die Ausstellungseröffnung findet am morgigen Samstag, den 29. September, statt. Nur alle fünf Jahre organisiert die Fachgruppe Limnophila aus Altenburg dieses besondere Spektakel, das sich an alle Hobbyzüchter und Interessierten wendet. In diesem Jahr feiert man zudem das 110. Jubiläum der organisierten Aquaristik in Altenburg. Am Sonnabend beginnt das Programm um halb zehn Uhr am Morgen. Drei Vorträge sind für den Tag angesetzt. Um 10.30 Uhr spricht der Altenburger Claus Osche über die Hochzucht von Guppys. Um 14.30 Uhr folgt eine Präsentation über die Lebensräume von Fischen in Nordmexiko und der Halbinsel Yucatan. Im Anschluss daran wird es um 16 Uhr um Urzeitkrebse in Brandenburg sowie um Urzeitkrebse als Hobby gehen.

Urzeitkrebse, Labyrinthfische und Amazonasfische

Zwischendurch bleibt den Besuchern viel Zeit, um die lebenden Exponate zu bestaunen. Und zu sehen wird es einiges geben, erzählt Ausstellungsleiter André Kahnt. „Neben diversen Buntbarschen haben wir lebend gebärende Zahnkarpfen oder auch Labyrinthfische“, erzählt er. Labyrinthfische sind etwas besonderes, weil sie echte Überlebenskünstler sind. Da sie häufig in sauerstoffarmen Gewässern geboren werden, haben sie ein zusätzliches Organ entwickelt, um atmosphärische Luft atmen zu können.

Alleine in seinem eigenen Becken schwimmt auch ein Schwarzer Pacu, ein Fisch aus dem Amazonasgebiet, der dem Piranha ähnlich sieht. Jedoch ist dieser etwa 15 Zentimeter lange Salmlerfisch ein Vegetarier. Auch sehr kleine Wesen sind Teil der Ausstellung. In einigen Nanoaquarien im Eingangsbereich des Mauritianums tummeln sich Zwerggarnelen. Alle Tiere stammen von den Mitgliedern der Fachgruppe Altenburg sowie von Züchtern befreundeter Fachgruppen.

Die größte Heuschrecke der Welt

Zudem gibt es einige Tiere, die es lieber trocken und warm bevorzugen. „Wir werden auch einige Terrarientiere ausstellen können“, berichtet Ausstellungsleiter Kahnt. „Wir haben afrikanische Schnecken, wandelnde Blätter und einige Echsen.“ Außerdem befindet sich in der Sammlung auch die größte Heuschrecke der Welt, die südamerikanische Riesenheuschrecke. Sie kann bis zu zehn Zentimeter lang werden. Davon hat Kahnt eigens ein Paar Exemplare aus Chemnitz geholt.

Am letzten Tag der Ausstellung – Samstag, den 27. Oktober – wird zwischen 10 und 16 Uhr eine Verkaufsbörse statt finden. Dort können Fische, Pflanzen und Zubehör für die Aquaristik erstanden oder verkauft werden.

Führungen für Schulklassen möglich

Auf Nachfrage können für interessierte Gruppen, wie Schulklassen oder Kitagruppen, auch Führungen durch die Ausstellung organisiert werden. Dies geschieht nach Absprache mit dem Mauritianum und Ausstellungsleiter Kahnt. Der Eintritt für die Ausstellung beträgt 3 Euro für Erwachsene und 1,50 Euro für Kinder ab 10 Jahren.

Von Pia Siemer

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Am Freitag steigt in der „Leimrute“ in Knau die fünfte Auflage des Musikertreffens. Bei dem kleinen Festival im Gartenlokal des Altenburger Ortsteils werden in diesem Jahr sieben Bands und Ensembles auftreten. Wie immer werden ab 19 Uhr auch Gruppen auftreten, die es seit Jahrzehnten eigentlich nicht mehr gibt.

30.09.2018

Es war zu heiß und zu trocken. Auch der September wird voraussichtlich zu wenig Regen bringen und die Ernte nicht mehr retten. Damit bleibt die Pilzsaison 2018 eine der schlechtesten seit Jahren.

30.09.2018

Neben der Geraer und der Leipziger Straße wird die Puschkinstraße in Altenburg zum nächsten Nadelöhr. Wie die Stadtverwaltung am Mittwoch mitteilte, wird die verkehrsreichste Straße der Skatstadt wegen Bauarbeiten in den Herbstferien zur Einbahnstraße.

26.09.2018