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Rieseninteresse bei Deponie-Rundgang

Rieseninteresse bei Deponie-Rundgang

Mit dem Tag der offenen Tür am Freitag auf der ehemaligen Schadstoffdeponie haben Umweltministerium und die Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) den Nerv der Bürger getroffen.

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Viele kamen zum Tag der offenen Tür der Deponie in Wintersdorf.

Quelle: Mario Jahn

Wintersdorf. Allein in der ersten Stunde nutzten rund 50 Bürger das Angebot, sich über den Stand der Sanierung und die anschließende Rekultivierung zu informieren. Auch Fragen, die es zum Geschehen auf der Baustelle gab, beantworteten die Fachleute. Den Weg auf die einstige Sonderabfalldeponie, von der keiner genau wusste, was dort alles eingelagert war, fanden vorwiegend Wintersdorfer und Pflichtendorfer.

 

Ständig umringt war das Modell, das zeigte, wie die Abdeckung der rund 120 000 Kubikmeter des umgelagerten Mülls erfolgen soll. Die Aufschichtung des Abdeckmaterials erfolge auf einer Fläche von neun Hektar, erklärte Planer Walter Lückwill den Besuchern. Wenn alles fertig sei, wachse Gras auf der Rekultivierungsfläche.

 

Doch nicht nur an der ersten der vier Infostände gab es für die Bürger viel Wissenswertes. An anderen Ständen bekamen sie einen Überblick über die zeitlichen Abläufe und Sicherheitsfragen. Die häufigste Frage, die Maik Harles von der Projektsteuerung zu hören bekam: "Wann wird die Deponie fertig?" Auf den Tag genau konnte er das nicht sagen, doch bis Ende 2016 sollen alle Arbeiten, einschließlich der Einzäunung, abgeschlossen sein.

 

"Wir liegen gut im Zeitplan", sagte Raik-Steffen Ulrich von Thüringer Umweltministerium auf Nachfrage. In der Zeit, in der die Laster noch nicht in dem Maße Erdstoff anliefern konnten, weil die LPG-Straße noch nicht ertüchtigt war, sei umdisponiert worden. "In der Böschung war unerwartet Müll gefunden worden. Den hat man in dieser Zeit rausgeholt und umgelagert", sagte er.

 

Angesprochen haben die Bürger allerdings auch Probleme, die sie mit den LKWs haben. "Die Ein- und Ausfahrt an der LPG-Straße ist viel zu eng", schimpfte Ronald Müller, dessen Bruder in unmittelbarer Nähe einen Gasthof betreibt. Für den Freisitz könnten die 30-Tonner zum Problem werden, befürchtet er. Sorgenfalten treiben Fritz Weber zudem die 200 Laster, die täglich durch den Ort fahren, auf die Stirn. "Da wird es ganz schon eng auf der Straße", befürchtet er.

 

Keine Bedenken, so versicherte Kay Dworek von der Bauüberwachung bei einem der Deponierundgänge, müssten die Bürger wegen des Grundwassers haben. "Bis dahin, wo der Müll jetzt lagert, wird das Grundwasser nicht ansteigen", betonte er. Interessiert zeigten sich die Besucher auch daran, was aus dem Oberflächenwasser wird. "Das wird in einem Verdunstungsbecken gesammelt, das mal ein kleines Biotop werden soll", so Dworek. Für Manfred Benndorf, der früher in der Wasserwirtschaft arbeitete, war das sehr aufschlussreich. "Gut, dass die Bürger sehen können, was schon passiert ist. Denn es wird viel Unsinn geredet", meinte er und freute sich, wie ordentlich es auf dem Deponiekörper bereits aussieht. Und auch der Wintersdorfer Lutz Misselwitz meinte: "Das, was hier gemacht wird, sieht ganz vernünftig aus. Es ist schön, dass man uns das mal zeigt."

 

Hinterfragt haben die Bürger zudem, wer sich nach der Sanierung und Renaturierung um das Areal kümmern wird. "Dafür ist der Eigentümer, die Thüringer Sonderabfalldeponie Gesellschaft, zuständig", erklärte Raik-Steffen Ulrich und verwies darauf, dass das Gelände nach Abschluss der Arbeiten eingezäunt werde.

Marlies Neumann

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Von Redakteur Monika Neumann

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