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Ritter und Gaukler versetzen Burg Posterstein zurück ins Mittelalter

Volksfest Ritter und Gaukler versetzen Burg Posterstein zurück ins Mittelalter

Wie immer zu Pfingsten war die Burg Posterstein auch an diesem Wochenende Schauplatz für einen historischen Mittelalter-Markt. Ritter unterhielten die Besucher aus nah und fern mit Turnieren. Für die Kinder gab es ein vielfältiges Unterhaltungsangebot. Zahlreiche Schaulustige ließen sich das nicht entgehen.

Ritterturnier auf Burg Posterstein

Quelle: Foto: Nicole Rathge-Scholz

Posterstein. Echte Ritter-Fans lassen sich auch von Eisheiligen nicht verschrecken. Zu erleben am Wochenende auf Burg Posterstein, wo das traditionelle Ritterturnier mit Mittelaltermarkt stattfand. Nachdem die zahlreichen Besucher den Burgberg erklommen hatten, wurden sie von freundlichen Leuten in schicken Gewändern empfangen.

Zahlreiche Stände luden zum Stöbern und Kaufen ein. Vor allem die Steppkes waren begeistert und wollten dem Ambiente entsprechend auch kleine Schwerter aus Holz haben. Für die Erwachsenen gab es Edelsteine zu kaufen, Keramikartikel, Schmuck und vielerlei andere Dinge. „Das Ritterturnier auf Burg Posterstein gehört zu den Topveranstaltungen in der Region“, erklärt Michael Putze von der Schutz- und Geleitritterschaft Rositz. Er und seine Kameraden sind jedes Jahr auf der Burg dabei. Putze ist hier als Reichsritter von Aerenfeld bekannt und beantwortet gern die Fragen der Besucher. „Oft wird man nach Waffentechnik und Rüstungen gefragt“, erklärt er und hebt die familiäre Atmosphäre auf der Burg hervor.

Natürlich kamen auch die kulinarischen Köstlichkeiten nicht zu kurz und die Besucher erfreuten sich über Handbrot, Wildschweinpfanne und Bauernwurst, dazu gönnte man sich Obst- und Wildfruchtweine. „Wir sind hauptsächlich wegen unserer Kinder hier, da sie schon immer mal echte Ritter sehen wollten“, berichten Jürgen Albert und Martin Klaus aus Jena. „Die Kinder haben sehr viel Spaß, und vor allem den Gaukler fanden sie ganz toll“, erzählt Klaus und findet, dass das Ritterturnier ein wirklich gutes Ausflugsziel zu Pfingsten sei. Vor allem die Kinder werden dauerhaft unterhalten und können sich austoben. „Das Einzige, was nicht so sehr schön ist, sind die Preise. Es ist alles ganz schön teuer und für alles, was die Kinder machen wollen, ob Ponyreiten, Karussellfahren, Basteln oder Sonstiges, muss man in den Geldbeutel greifen“, bedauert Jürgen Albert, dem aber ansonsten die Veranstaltung sehr gut gefällt.

Die Kinder hatten eine sehr große Vielfalt an Aktivitäten, die sie ausprobieren konnten, dazu zählten auch Armbrustschießen, Edelsteine waschen und Kerzenziehen. „Unser Thema hier beim Ritterturnier ist das Mittelalter zum Anfassen. Vom Kochen, über die Bekleidung bis hin, wie die Ritter damals gelebt haben“, erklärt Matthias Reuther von der Ritterschaft zu Hohenstein aus dem Erzgebirge. Bei ihrem Heerlager konnten vor allem die Kinder einmal einen echten Ritterhelm aufsetzen, ein Schwert in die Hand nehmen und testen, wie schwer ein Kettenhemd ist. „Wir wollen Geschichte wieder erlebbar machen, und nicht nur die Kleinen sind fasziniert und begeistert, sondern auch die älteren Besucher haben viele Fragen.“ Doch besonders freut sich Reuther alias Matthias von Lichtenstein über das Glitzern in den Augen der Kleinen. „Alle Kinder haben doch den Traum, einmal ein Ritter, Cowboy oder Indianer zu sein. Hier haben sie die Möglichkeit dazu“, freut er sich.

Für musikalische Unterhaltung sorgten die Rabenbrüder und die Dudelzwerge. Sie heizten nicht nur mit ihrer Musik ein, sondern auch mit ihrem Charme. Dreimal täglich fand ein richtiges Ritterturnier statt, bei dem die Besucher eifrig mitfieberten und das die Kinder faszinierte. „Wir haben auf Plakaten gelesen, dass hier dieser Mittelaltermarkt stattfindet und wollten mal vorbeischauen“, erzählen Monika Zobel und Helmut Jacob aus Gera. Beide sind positiv überrascht. „Die Burg ist sehr schön restauriert worden, das gefällt mir gut. Auch die Stände zum Stöbern sind ganz toll“, freut sich Monika Zobel, und ihr Partner ist ebenfalls begeistert. „Ich mag solche Veranstaltungen, da ich mir gern Menschen anschaue. Es ist schön anzusehen, wie die Leute in ihren Kostümen über das Areal flanieren“, findet er. „Solche Veranstaltungen strahlen immer eine große Gemütlichkeit aus, und man kann mal abschalten vom Alltag“.

Und das war die Meinung vieler Besucher, die am Wochenende auf Burg Posterstein kamen.

Von Nicole Rathge-Scholz

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