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Altenburg Romantik, Realismus, Revolution
Region Altenburg Romantik, Realismus, Revolution
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11:38 09.09.2011

So haben Unternehmungslustige an diesem Sonntag in Altenburg wieder die schöne Qual der Wahl.

Das aktuelle Programm listet nicht weniger als 36 interessante Angebote auf, mehr als 30 Denkmale laden zur Besichtigung ein. Erfahrungsgemäß werden Tausende bei hoffentlich schönem Wetter unterwegs sein, um prächtige Gebäude in Augenschein zu nehmen. Im Vorjahr waren in Altenburg und den Ortsteilen am Denkmaltag mehr als 30 000 Besucher gezählt worden.

Der diesjährige Denkmaltag steht unter dem Motto: "Romantik, Realismus, Revolution - Das 19. Jahrhundert". Für Altenburgs städtebauliche Entwicklung ist das 19. Jahrhundert von prägender Bedeutung, erläutert Pressesprecher Christian Bettels. So stieg die Einwohnerzahl von rund 9000 im Jahre 1800 auf rund 37 000 im Jahre 1900. Und auch das gehöre zum 19. Jahrhundert: Die Erfindung des Skatspiels, die Wiedereinrichtung der Residenz im Jahre 1826, der Anschluss an das deutsche Eisenbahnnetz im Jahre 1842, der Bau von großen repräsentativen Gebäuden, neuen Straßen und ganzen Stadtvierteln sowie das Wirken herausragender Persönlichkeiten. Dank der Angebote und Aktionen zum Tag des offenen Denkmals wird dieser Teil der Stadtgeschichte nun erlebbar.

Wie in jedem Jahr haben aber auch Anregungen Eingang ins Programm gefunden, die über das empfohlene Schwerpunktthema hinausgehen. Man muss keine prophetischen Gaben haben, um vorherzusehen, dass Teehaus und Orangerie übermorgen zu den meistbesuchten Ausflugszielen gehören werden. In der Zeit von 9 bis 18 Uhr wird es möglich sein, die Noch-Baustelle zu besichtigen. Führungen finden aus Sicherheitsgründen nur mit begrenzter Personenzahl statt, sodass Interessierte mit Wartezeiten rechnen sollten. Die Veranstalter hoffen auf das entsprechende Verständnis.

Zu den Sehenswürdigkeiten, die an dem Tag besichtigt werden können, gehören zudem die ehemaligen Gaststätten Weißes Ross und Stadt Dessau in der Teichvorstadt. Da beide Gebäude bekanntlich ebenfalls Baustellen sind, gelten auch dort gewisse Einschränkungen.

Erfreulich, dass an dem Sonntag wieder mehrere Schulgebäude geöffnet sein werden. So kann im Karolinum unter anderem die eindrucksvoll restaurierte Aula besichtigt werden. Das traditionsreiche Friedrichgymnasium öffnet nach dem Abschluss der aufwendigen Generalsanierung seine Pforten.

Zu den themenbezogenen Angeboten im Landkreis gehört die spezielle Präsentation des Traditionsvereins Papierfabrik Fockendorf. Wie der Vorsitzende Frank Heinzig weiß, erfolgte in der Papierherstellung und Papierverarbeitung gerade im 19. Jahrhundert ein gravierender Umbruch. Dem Thema entspricht auch die Ausstellung des Knopf- und Regionalmuseums der Stadt Schmölln. Sie gibt einen Einblick in die Entwicklung der Schmöllner Knopfmacherindustrie, die weit in die zweite Hälfte des vergangenen Jahrhunderts zurückreicht und deren wechselvolle Geschichte 1863 begann.

Es werden aber auch im Landkreis zahlreiche Denkmale ohne direkten Bezug zum Schwerpunktthema geöffnet sein. So unter anderem der aus dem 17. Jahrhundert stammende Vierseithof der Familie Bauch in Ehrenhain in der Waldenburger Straße 33. Eigentümer Bernd Bauch und Mitglieder des Heimatvereins Ehrenhain und Umgebung zeigen eine kleine Privatsammlung bäuerlichen Geräts, wobei die alte Dreschmaschine vorgeführt werden soll.

Der Besucher hat also die Qual der Wahl, weil in der Stadt Altenburg und im Landkreis zusammen rund 70 Denkmale zu besichtigen sind.

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