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Rositz enttäuscht und gewinnt dennoch

Rositz enttäuscht und gewinnt dennoch

Die großen Überraschungen blieben am 8. Spieltag der Kreisoberliga aus. Die SG Schmölln konnte durch einen Sieg im Nachbarschaftsduell bei Nöbdenitz ihren Platz in der Spitzengruppe festigen.

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Der Fockendorfer Tim Fleischer (r.) stellt sich dem Schuss von Martin Becker von der SG Hohndorf in den Weg.

Quelle: Mario Jahn

Monstab/Lödla holte mit dem 1:0-Sieg gegen Lumpzig wichtige Punkte. Trotz knapper Niederlage bot Gößnitz beim Favoriten Post Gera eine respektable Leistung. Rositz schaffte gegen Eurotrink zwar nur einen Arbeitssieg, bleibt aber Spitzenreiter.

 

Trotz der Niederlage zog sich Gößnitz gegen den überlegenenen Post Gera gut aus der Affäre. Gößnitz stand defensiv, verteidigte kompakt. Leider gelang Klein nach Abwehrfehler (45.) doch die Pausenführung für Post. Die Gastgeber hatten nach der Pause noch zwei Riesenchancen, die völlig freistehend vergeben wurden. Gößnitz fand besser ins Spiel und hatte sich auf den Gegner gut eingestellt. Auch der Ausgleich durch Köhler gab Selbstvertrauen. Leider währte das nicht lange, da Klein (73.) das 2:1 markierte. Gößnitz gab nicht auf, war um den Ausgleich bemüht und diesem auch nahe. Leider blieb ein verdientes Remis versagt.

 

Die SG Schmölln/Großstöbnitz holte in Nöbdenitz im Nachbarschaftsduell mit 1:0 einen Minimalsieg. Der Gastgeber machte sein Spiel, zeigte Dominanz. Nach 27 Minuten verwandelte Hass einen Strafstoß sicher zum 0:1. Es sollte das goldene Tor bleiben. Chancen gab es danach auf beiden Seiten, die aber vergeben wurden. So scheiterte der Gastgeber kurz vor der Pause zweimal knapp. Viel Kampf auf beiden Seiten prägte die zweite Halbzeit. Nöbdenitz gab nie auf, kam aber zu keiner klaren Möglichkeit. Einen Schmöllner Freistoß parierte Torwart Schmidt, ein Schuss von Neumaier wurde noch von der Linie geholt.

 

Im Kreisderby zwischen dem TSV Monstab/Lödla und dem SV Lumpzig hatten die Gäste zwar mehr Spielanteile und wirkten technisch besser, hatten am Ende mit 0:1 das Nachsehen. Monstab setzte Kampf und Einsatz, seine Tugenden, entgegen. Henfling und Kram hatten vor der Pause zwei gute Möglichkeiten, auch Arifov (10.) auf der Gegenseite scheiterte knapp. Nach dem Seitenwechsel agierte der Gast dominant. Trotzdem konnte Monstab mit einer gelungenen Kombination über mehrere Stationen den Siegtreffer durch Kram (65.) erzielen. Monstab verteidigte den knappen Vorsprung gegen angreifende Gäste bis zum Ende. Lumpzig konnte seine Chancen nicht umsetzen.

 

Mit 2:1 gewann der FSV Ronneburg sein Spiel gegen FSV Lucka. Für die Gäste war mehr drin. In den ersten 15 Minuten gab der Gast den Ton an. Zwei Chancen wurden kläglich vergeben. In der 25. Minute erzielte Szuppa nach einem Einwurf im Konter das 1:0. In einem fairen Spiel konnte keiner der Kontrahenten dominieren. Ronneburg agierte mit Konterfußball und erhöhte durch Schumann auf 2:0. Lucka bekam das Spiel jetzt in den Griff und ging auf Verfolgungsjagd. Ein Direktschuss von Liebich brachte den Anschlusstreffer, der aber zu spät kam. Alles Anrennen von Lucka brachte nichts mehr.

 

Der SV Rositz tat sich als klarer Favorit gegen Eurotrink Kickers FCL sehr schwer, fand nur schlecht zu seinem Spiel, gewann aber 2:0. "Nur ein Arbeitssieg", bemerkte Mannschaftsleiter Jens Manger, der sich für diese Leistung etwas schämte. Rositz war zwar feldüberlegen, kam aber nicht zu zwingenden Aktionen. Zu viele Fehlpässe wurden gespielt, die Abstimmung fehlte. Die Torgefahr war recht dürftig. Als nach 27 Minuten Kahnt gefoult wurde, verwandelte Undeutsch den Strafstoß zum 1:0. Die Gäste standen sehr tief, waren defensiv eingestellt. Mit langen Bällen aus der Abwehr arbeitete Eurotrink nach vorn. Daniel und Undeutsch hatten vor der Pause noch Torchancen. Nach der Pause konnte sich Rositz nicht steigern, zeigte nun auch Risiko-Fußball in der Deckung. Es blieb bei der schwachen Heimvorstellung, zumal Eurotrink ab der 77. Minute infolge gelbroter Karte in Unterzahl spielte. In der 90. Minute erhöhte Reichel auf 2:0.

 

In einem gutklassigen, temporeichen Spiel, das Schiri Dominique Voigt souverän leitete, trennten sich SV Eintracht Fockendorf und die SG Hohndorf/Untergrochlitz 2:2-Unentschieden. Die Gäste waren sofort präsent. Ehe die Hausherren munter waren, stand es nach einem Eckstoß und dem Kopfballtreffer von Floss 0:1 (5.). Das schien die Eintracht aufzuwecken, denn von da an wurde der Gegner beherrscht. Alle abgewehrten Bälle der Gäste schnappten sich die Fockendorfer, und völlig verdient gelang nach einem langen Pass von Tim Fleischer und perfekter Rückgabe von Georg Kleinoth durch Christoph Kleinoth das 1:1-Unentschieden (27.). Die Gäste standen unter Dauerdruck der lauf- und spielfreudigen Gastgeber, retteten aber das Remis in die Pause. Sofort nach dem Wiederanpfiff waren die Hohndorfer erneut zur Stelle. Nach einer halbherzigen Abwehraktion marschierte Torjäger Voeks durch und ließ Sebastian Kleinoth mit einem platzierten Flachschuss ins lange Eck zum 1:2 keine Chance (46.). Brenzlig wurde es fünf Minuten später, als Floss im Strafraum zu Boden ging, aber der von Hohndorf geforderte Pfiff ausblieb (52.). Quasi im Gegenzug traf Torsten Müller mit einem herrlichen Schuss aus halblinker Position ins lange Eck zum erneuten Ausgleich (53.). Ab der 60. Minute gerieten die Einheimischen zunehmend unter Druck, aber die Abwehr hielt stand und verhinderte einen weiteren Gästetreffer. Wenn die Eintracht mit dem jeweiligen Anpfiff munter gewesen wäre, hätten drei Punkte eingefahren werden können.

 

Steffen Fleischer/Reinhard Weber

Reinhard Weber

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