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Altenburg Rositz erinnert mit bunter Kirmes an lange Bergbaugeschichte
Region Altenburg Rositz erinnert mit bunter Kirmes an lange Bergbaugeschichte
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00:32 23.09.2015
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Rositz

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Sollte der große Festumzug durch den Ort als Höhepunkt der 24. Rositzer Kirmes tatsächlich trockenen Fußes über die Runden kommen? Leider nicht ganz. Denn zeitweise tröpfelte es dann doch zu recht ungemütlichem kalten Wind. Aber die zahlreichen Zaungäste und natürlich die vielen Darsteller, allen voran die prächtig uniformierten Bergleute, ließen sich davon nicht abschrecken. Mittendrin stand Bürgermeister Steffen Stange (parteilos), wie eigentlich immer bei solchen gewichtigen Anlässen, gehörig unter Strom. "Wir haben Zeitverzug, weil ein Lanz bockte und andere Autos den Weg verstellten", sagte er im Vorübereilen. "Das müssen wir kommendes Jahr anders lösen."

Sein darüber hinausgehendes Zwischenfazit des insgesamt viertägigen Spektakels, das zu diesem Zeitpunkt ja noch so manchen Höhepunkt vor sich hatte? "Es ist gut, wie die vielen Besucher beweisen. Und das ist auch das Verdienst der vielen ehrenamtlichen Helfer und beteiligten Vereine. Eine Gemeinde allein mit einem Budget von 5000 Euro könnte das allein nie auf die Beine stellen", gab er die Lorbeeren gleich weiter. Mit dabei und unübersehbar auf dem Festgelände waren auch die in Steiger-Uniformen gewandeten Mitglieder der hiesigen Bergbrüderschaft. "Wir sind einfach stolz, so ein großes Jubiläum, wie die Ersterwähnung des Bergbaus in Rositz vor 340 Jahren so feiern zu können", sagte Bruderschaftschef Detlef Schnittler.

Das historische Datum war auch das Motto der diesjährigen Kirmes, zu der traditionell wieder ein großer Flohmarkt, ein Rummel und viel Livemusik jeglicher Couleur gehörten. Im proppenvollen Festzelt strebte das fest am Samstagnachmittag ihrem vorläufigen Höhepunkt entgegen. Als kleine Steiger und Zwerge kostümiert, geben die Knirpse der Mundartgruppe aus der Kita "Zwergenstübchen" sowie der örtlichen Grundschule der ohnehin schon prächtig anzuschauenden Runde zusätzlichen Glanz. Und wie die Kleinen ihre Parts in der recht schwierigen Altenburger Mundart meistern, lässt nicht nur Muttis und Vatis strahlen, sondern das ganze Zelt beben. Nein, ein wegen des Verzugs auf den Zeitplan drängender Bürgermeister Stange zieht da locker den Kürzeren. Er wird es verkraftet haben. Nur mit zwei Schlägen, und damit einem weniger, als einige Stunden zuvor sein Münchner Amtskollege auf der legendären Wiesneröffnung, sticht er das obligatorische Fass Freibier an und erklärt mit Kirmeskönigin Michelle Beyer offiziell eröffnet.

Bei der sich anschließenden Prämierung der besten Freizeitbauern avancierte Lödlas Bürgermeisterin Sabine Franke ungewollt zum Star. Zwar ging der Sieg unter den 15 Teilnehmern an den fehlenden Rainer Lindner aus Rositz, der einen fast fünfeinhalb Kilo schweren Kohlrabi eingereicht hatte, sowie Silber an den Lehmaer Christian Wilsch mit seinem 34,6 Kilo schweren Kürbis. Aber Bronze sowie den Sonderpreis sicherten sich Bernd und Kay Frille, die zur Familie Sabine Frankes gehören. Deren Preise: Holzharke, Besen und einen Sack mit Setzkartoffeln nebst einigen Sechserpacks mit Bier musste die Lödlaer Bürgermeisterin stellvertretend entgegennehmen.

Das aber stört niemanden, sondern amüsiert eher. Die Stimmung bleibt auch weiter prächtig,als das Bergmusikkorps "Glück Auf" aus Oelsnitz das diesjährige Kirmesmotto musikalisch weiterführt und es am Abend die Partyband "Geile Zeit" krachen lässt. © Kommentar

Aus der Osterländer Volkszeitung vom 21.09.2015

Jörg Wolf

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