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Altenburg Rositzer Bürgermeister lobt Engagement der Vereine
Region Altenburg Rositzer Bürgermeister lobt Engagement der Vereine
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05:00 01.12.2016
So wie die Kunstradfahrer haben sich die meisten Rositzer Vereine am Umzug zur 25. Kirmes beteiligt. Auch im nächsten Jahr wollen sie das Fest unterstützen. Quelle: Mario Jahn
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Rositz

Das Leben der Rositzer sei durch ein sehr hohes Maß an bürgerschaftlichem Engagement geprägt, lobt Bürgermeister Steffen Stange (parteilos) die Dorfgemeinschaft. „Das Fundament dessen sind unsere Vereine und die Feuerwehr sowie die beiden Kirchgemeinden, die Schule und Kita“. Im vergangenen Jahr wurden durch sie alle beispielsweise über 30 Veranstaltungen auf die Beine gestellt. Und diese sind ja „nur“ das Hobby vom Hobby, schließlich steht die eigentliche Vereinsarbeit bei den Sportlern, Kaninchenzüchtern, Kleingärtnern, Narren, Bergbrüdern, Rittern, dem Naterger -, Heimat- oder Schulförderverein im Vordergrund.

Als kleine Anerkennung für diesen unermüdlichen Einsatz lädt der Bürgermeister die Aktiven der Vereine traditionell zu einer Art Weihnachtsfeier ein, die auch genutzt wird, um Bilanz zu ziehen und einen Blick in die Zukunft zu werfen. „Machen wir uns nichts vor, es wird sehr schwierig werden, das hohe Niveau in unserer Gemeinde zu halten“, so Stange mit Blick auf eines der größte Probleme, das Finden neuer aktiver Mitglieder. „Ich denke, hier sind wir alle gefragt. Werben Sie gemeinsam für das Ehrenamt, gehen Sie auf die Bürger zu, präsentieren Sie Ihren Verein, nutzen Sie die Presse, nutzen Sie die Gemeinderundschau. Schöpfen Sie alle Möglichkeiten aus“, mahnt Stange.

Mit Sorge denkt er in diesem Zusammenhang auch einmal mehr an die geplante Gebietsreform. Laut der sollen aus den aktuell rund 850 Thüringer Städten und Gemeinden weniger als 200 werden. „Was das für die Demokratie, für Bürgernähe, für das ehrenamtliche Engagement der Bürger heißt, das sehen wir in Sachsen-Anhalt“, meint Stange mit Verweis auf die Studie einer großen Versicherung, die zum Ergebnis komme: „Insbesondere große Städte scheinen Gift zu sein fürs Gemeinwohl.“ Die Faustregel laute, so zitierte Stange weiter: Je kleiner die Kommune, desto größer das Engagement.

Aber auch darüber hinaus ist die Vereinslandschaft in Rositz in Bewegung. Wie berichtet, driftet der Sport auseinander. Das heißt, der SV Rositz wird kleiner, wobei gleichzeitig die Zahl der Vereine zunimmt, nachdem einige Sektionen ausgetreten sind beziehungsweise zum 1. Januar austreten. „Wir werden ab 2017 insgesamt 27 Vereine haben“, nennt Stange die aktuelle Zahl. Von den Unstimmigkeiten zwischen den Sportfreuden war jedoch zur Zusammenkunft der Vereinsvorsitzenden vor Kurzem nichts zu spüren.

Überhaupt scheint die Chemie unter den Vereinen zu stimmen, das belegen das harmonische Miteinander eben beim Jahresabschluss, die rege Beteiligung am Kirmesumzug 2016 und vor allem die gegenseitige Hilfe der Vereine untereinander bei den verschiedenen Veranstaltungen. Und deren Zahl kann sich auch im kommenden Jahr wieder sehen lassen. Schon jetzt ist der vorläufigem Plan für 2017 prall gefüllt.

Aktuell sind 36 Veranstaltungen für kommendes Jahr angesetzt. Los geht es am 7. Januar wie immer mit den Christbaumverbrennen auf dem Festplatz, gefolgt von den Faschingsveranstaltungen im Februar. Als besondere Höhepunkte haben die Vereine ihre Jubiläen angekündigt. So wird der Chor im April 25 Jahre alt, die Kegler begehen im Mai ihren 65., und die Gartensparte am Pflaumenberg will das 70-jährige Bestehen im August groß feiern.

Von Jörg Reuter

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