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Altenburg Rositzer Kirmes zieht Tausende in ihren Bann
Region Altenburg Rositzer Kirmes zieht Tausende in ihren Bann
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17:28 17.09.2017
Tausende Gäste lockt die Rositzer Kirmes auch dieses Jahr an, so dass auf dem Festgelände nicht nur am Sonnabendnachmittag einiger Trubel herrscht. Quelle: Jörg Reuter
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Rositz

Der große Kirmesfestumzug und Markttreiben, Vereinsaktivitäten und Kirchenkonzert, Rockmusik und Schausteller – von Donnerstag bis Sonntag herrschte in Rositz wieder Trubel. Zum nunmehr 26. Mal lud die Gemeinde zur viertägigen Kirmes ein. Einige tausend Gäste aus der gesamten Region besuchten das Volksfest, um sich auf dem Rummel, im Festzelt und bei zahlreichen weiteren Angeboten zu vergnügen.

Vier Tage Ausnahme zustand herrschte in Rositz von Donnerstag bis Sonntag. Die Gemeinde feierte zum 26. Mal ihre legendäre Kirmes mit einem bunten Programm, was Tausende Gäste aus der gesamten Region anlockte.

„Natürlich, wir hatten unterm Strich weit mehr Besucher als Einwohner“, zog Rositz’ Vize-Bürgermeister Benno Moller am Sonntag zufrieden Bilanz. Ein wesentlicher Faktor ist bei Freiluftveranstaltung selbstverständlich das Wetter und das meinte es in diesem Jahr gut. „Wir waren aber auch mal dran“, meinte Moller beim Blinzeln in die Sonne.

Die Aussicht auf ein leckes Mittag in der Spätsommersonne nach einem Spaßziergang entlang der 51 Buden des Bauernmarkts hatte am Sonntag auch Maik Mäder mit seiner Familie aus Altenburg nach Rositz gelockt. „Echt schön hier“, fand der 28-Jährige. Während er das sagte, zeigte ein Zimmermann, wie eine Holzregenrinne gefertigt wird und die Futterschroter beim Sensedengeln mit dem Schmied der Feldschmiede um die Wette hämmern. Zudem wechselten Zwiebelzöpfe, Pflanzen oder Schnitzereien an den Ständen die Besitzer.

Bis gegen 17 Uhr wurde am Sonntag in Rositz Kirmes gefeiert. Neben dem Handwerker- und Bauernmarkt war aber vor allem der Festumzug am Sonnabend ein Höhepunkt. Insgesamt 66 Bilder zogen durch die Straßen der einstigen Chemiearbeiter-Gemeinde. Wie immer säumten zahllose Schaulustige dazu den Straßenrand. Noch Minuten nach dem Umzug konnte dort die Stimmung kaum besser sein und Vorbeikommende wurden gut gelaunt mit La-Ola-Wellen begrüßt. Ziel der Passanten waren Festplatz und Zelt, wo Bürgermeister Steffen Stange (parteilos) die Kirmes mit der Entgegennahme des Kirmesbrotes und dem Fassbieranstich eröffnete. „Ich bin rundum zufrieden. Die Kirmes ist sehr gut besucht und der Umzug ist hervorragend über die Bühne gegangen“, so Stange am Samstagnachmittag.

Es passe einfach alles an diesem Tag, sagte Manuela Eichler. Das begann für sie und ihren Freundeskreis schon mit den vielen und ausreichenden Parkplätzen im Ort. „Besonders gut gefällt uns auch, dass es hier jede Menge Buden gibt, weshalb man nie lange anstehen muss. Und dass hier wirklich von jung bis alt ein ganz gemischtes Publikum Spaß hat“, sagte die Altenburgerin nach dem Umzug auf dem Festplatz.

Nicht 100-prozentig zufrieden war hingegen Mitorganisator Uwe Patzelt mit dem Freitagabend. Seit nunmehr zehn Jahren teilen sich die Gemeinde und der Altenburger Geschäftsmann die Kirmesorganisation. Für Technik, Rummel, Catering und Abendprogramme zeichnet er verantwortlich. Bei den Ungarn Kiss Forever als Anheizer des zweiten Abends mit ihrer Kiss-Hommage und den Bierzelt-Stimmungsgranaten Dorfrocker hätte er sich schon noch ein paar Gäste mehr gewünscht, gibt er zu.

Dafür wurde er jedoch am Sonnabend entschädigt. Schon die Songs von AC/DC, gerockt von Špejbl’s Helprs aus Tschechien lockten die Leute im vollen Festzelt vor die Bühne. Dort wurde es danach bei den Rockpiraten noch enger. Zu Hits wie „Atemlos“ wurde ausgiebig durch die Nacht getanzt. Ganz ähnlich wie im Zirkuszelt nebenan, wo Djs für die Jugend auflegten.

Von Jörg Reuter

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