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Altenburg Rositzer Schüler pflanzen über 50 Bäume des Jahres
Region Altenburg Rositzer Schüler pflanzen über 50 Bäume des Jahres
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10:54 07.04.2016
Vincent Saß und Titus Szkowronek (die Jungs v.l.) haben bereits eine Baum gepflanzt, nun schauen sie zu, wie Lucy Gentsch und Lilly Schenk (v.l.) ihren fertig machen. Quelle: Foto: Jörg Reuter
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Rositz

Um über 50 Bäume wuchs am Mittwoch der Schulwald des Rositzer Insobeums. Die Schüler der fünften und der sechsten Klassen brachten unter Anleitung von Hans-Peter Schenk, der beruflich als Revierförster in Schmölln tätig ist, die Setzlinge in den Boden. Auf dem Areal der ehemaligen Brikettfabrik Rositz pflanzten die Kinder jeweils zwei der Bäume, die seit 1989 zum Baum des Jahres bestimmt wurden – darunter seltene Exemplare wie Elsbeere und Speierling genauso wie häufig vorkommende Arten wie Walnuss und Buche.

„Ich möchte, dass der Schulwald ein breites Spektrum abdeckt, damit die Kinder viel lernen können“, erklärte Hans-Peter Schenk. Dazu gehört für ihn auch die Aktion „Baum des Jahres“, deren Ziel es ist, auf seltene Arten und Probleme sowie auf die Schönheit und den Wert der Bäume hinzuweisen. „Durch das Pflanzen lernen die Mädchen und Jungen diese Aktion kennen.“ Außerdem könne ihnen später gezeigt werden, wenn die Gehölze größer sind, wie die unterschiedlichen Bäume aussehen und wie sie zu erkennen sind, so Schenk.

Vor fünf Jahren starteten der Thüringen-Forst und die Schule das gemeinsame Projekt. Schenk: „Die Industriebrache hier verwilderte langsam. Eine Nutzung als Ausgleichsfläche oder Standort für Solarzellen kam nie zu Stande, daraufhin habe ich vorgeschlagen, auf dem Areal einen Schulwald anzulegen.“ Mit dieser Idee rannte der Monstaber nicht nur bei seinem Arbeitgeber offene Türen ein, sondern auch im Insobeum. Schließlich passte die Idee, einen Schulwald zu betreuen, hervorragend zum Umweltprofil der Schule, bestätigte noch einmal Bärbel Peuker. Ihre sechste Klasse war am Mittwoch eine von drei Klassen, die sich am Pflanzen beteiligten. Und die Teenager hatten offensichtlich Spaß an der Arbeit mit dem Spaten und den Bäumen. Das sei viel besser als Unterricht, waren sich die Heranwachsenden einig und strahlten mit der Frühlingssonne um die Wette. Derweil hofft ihre Lehrerin, dass die Schüler später einmal mit den Kindern wieder vorbeikommen und über ihre Bäume erzählen.

Dann werden sich die heute Zwölfjährigen sicher auch an den Namen erinnern, den sie ihrem Baum am Mittwoch geben haben. „Meiner heißt Klaus und ist eine Vogel-Kirsche“, erzählte Titus Szowronek. Lucy Gentsch und Lilly Schenk tauften ihren Feld-Ahorn MI-KC. Das klinge cool und sei inspiriert von einem Youtuber, erzählten die Mädchen.

Finanziert hat der Thüringen-Forst die Bäume, dem auch das rund acht Hektar große Areal gehört. Bepflanzt werden aber nur etwa dreieinhalb Hektar inklusive des vor fünf Jahren mit Lerchen, Linden, Douglasien und Roteichen aufgeforsteten Stücks. Allmählich soll sich so der Schulwald in den kommende Jahren weiterentwickeln. Das heißt aber nicht, dass jedes Jahr gepflanzt werde, erläuterte Hans-Peter Schenk. So wurde etwa im vergangenen Jahr „nur“ ein Totholzstapel angelegt, an dem die Kinder beobachten können, wie Insekten und Pilze langsam einen Stamm zersetzen. Ein Tümpel und ein Steinhaufen sollen als Lebensraum für Pflanzen und Tiere in den nächsten Jahren den Schulwald bereichern, so Schenks Vision.

Von Jörg Reuter

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