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Altenburg Rositzer Wohnbaugesellschaft blickt auf insgesamt erfolgreiches Jahr
Region Altenburg Rositzer Wohnbaugesellschaft blickt auf insgesamt erfolgreiches Jahr
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18:27 27.09.2018
Die Wohnbaugesellschaft Rositz kann auf ein insgesamt positives Geschäftsjahr zurückblicken. Quelle: Mario Jahn
Meuselwitz

Das Ziel der Rositzer Wohnbaugesellschaft, betonte Geschäftsführerin Karin Noll, sei nach wie vor ein simples: neue Mieter sollen angelockt werden, erklärte sie am Mittwochabend zur Vorstellung ihres Arbeitsberichts im Meuselwitzer Stadtrat. Das allerdings gestaltete sich 2017 wie auch in den Jahren zuvor nicht immer leicht.

„Hauptrisiko für die Gesellschaft ist die demografische Entwicklung“, führte Noll aus. Nicht nur könnten immer mehr ältere Mieter einen eigenen Hausstand nicht mehr halten und müssten ausziehen, auch jüngere Mieter könnten bisher nicht in signifikanter Zahl angeworben werden. So seien etwa in Wintersdorf im abgelaufenen Geschäftsjahr acht Wohnungen gekündigt worden, eine davon, da kein schnelles Internet in dem Meuselwitzer Ortsteil anliege. Dem stünden derzeit sieben neu geschlossene Mietverträge gegenüber. Setze sich dieser Trend fort, „muss mit verminderten Mieteinnahmen gerechnet werden“, warnte Noll.

Leerstandsquote insgesamt bei 18 Prozent

Dabei, das stellte sie im selben Atemzug klar, stehe die Rositzer Wohnbau derzeit insgesamt zufriedenstellend da. So verfüge die Gesellschaft nach wie vor über 482 Wohneinheiten einschließlich zwei Gewerbeeinheiten mit einer Gesamtfläche von 26 964 Quadratmetern. Davon seien 23 064 Quadratmeter vermietbar, weitere 3230 Quadratmeter indes nicht mehr vermittelbar, führte Noll aus. Von insgesamt 421 vermietbaren Wohneinheiten standen 93 leer, in Wintersdorf sein 19 Wohnungen nicht belegt – die Leerstandsquote betrage dort rund 20 Prozent, insgesamt liege die Quote bei 18 Prozent.

Nichtsdestotrotz seien die Mieteinnahmen im Vergleich zum Geschäftsjahr 2016 um ein Prozent gestiegen. Für nötige Instandsetzungs- und Instandhaltungsarbeiten wurden 2017 insgesamt 193 500 Euro aufgewendet, 88 311 Euro davon flossen nach Wintersdorf. Die dort im abgelaufenen Jahr begonnene Instandsetzung der Wirtschaftswege in der Vater-Jahn-Straße 8a bis 8d solle noch in diesem Jahr fortgesetzt werden, kündigte Noll an.

Daneben sei auch weiter in den Wohnungsbestand investiert worden. So habe man in Wintersdorf etwa Bäder von Wanne auf Dusche umgerüstet, Decken, Fußböden und Türen sowohl bei Neubezug als auch bei Bestandsmietern erneuert, zählte Noll auf.

Entschädigung für Wohngebiet Schelditz

Voran gekommen sei man auch im Wohngebiet Schelditz. Für die dortigen Mietausfälle wegen Umweltschäden habe man vom Thüringer Umweltministerium Schadenersatz eingefordert, berichtete Noll. Ende Mai sei ein Kaufvertrag mit der Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen unterzeichnet worden. „Der Freistaat und die LMBV haben sich bereit erklärt, die Entschädigung zu tragen“, konnte sie verkünden. Der Kaufpreis sei auf Grundlage des Verkehrswerts des Geländes sowie des zugehörigen Gebäudes errechnet worden, obendrauf fließe eine Entschädigungszahlung an die Gesellschaft.

Damit und auch mit Blick auf die insgesamt gute finanzielle Stabilität, so Karin Noll, sehe man sich für künftige Aufgaben gut gerüstet. Frei werdende Mittel wolle man direkt in die Ertüchtigung und Wertsteigerung der eigenen Immobilien stecken, etwa Balkone an ausgesuchten Gebäuden anbringen. „Mittelfristig gehen wir davon aus, dass damit eine Trendwende in der Vermietungssituation erreicht werden kann“, zeigte sich Noll zum Abschluss optimistisch.

Von Bastian Fischer

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