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Altenburg „Rote Spitzen“: Destillerie Altenburg bringt hochwertigen Whisky heraus
Region Altenburg „Rote Spitzen“: Destillerie Altenburg bringt hochwertigen Whisky heraus
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00:18 27.11.2016
Benedikt Skelton zeigt den neuen Altenburger Whisky „Red Peak’s“ vor den Fässern, in denen er in der Liqueurfabrik gelagert wird. Quelle: Foto: Christian Neffe
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Altenburg

Voller Stolz hält Stefan Müller eine Flasche des neuesten Produkts der Altenburger Destillerie und Liqueurfabrik in Händen, fährt mit den Fingern über das schwarze Etikett, auf dem der Name „Red Peak’s“ prangt. Der Name – Rote Spitzen – ist eine klare Referenz auf den Entstehungsort dieses Getränks: Ein Whisky aus und für Altenburg. Und einer, der vielerlei Hinsicht besonders ist.

Das fängt bereits bei der Gestaltung der Flasche an. Statt der für Whisky üblichen 0,7 Liter wird Red Peak’s in Halbliterflaschen geliefert, deren Form an zumindest eine Hälfte des Wahrzeichens der Skatstadt erinnert. Außerdem könne man ja nicht nur durch Größe, sondern auch durch Kleinheit im Handel auffallen, beteuert Müller, der als Hauptverantwortlicher für die Whisky-Produktion der Destillerie agiert. Die zweite Besonderheit: Red Peak’s ist in zwei Sorten verfügbar, einmal mit den üblichen 40 Prozent Alkoholanteil, einmal mit ganzen 49 Prozent.

Die dritte und größte Besonderheit: Das neue Produkt wurde in den Fässern der Destillerie zusätzlich veredelt. Zu den fünf Jahren, die der Brannt bereits im Fass reifen durfte, kamen nochmals acht Monate in Rotweinfässern aus Bordeaux. „Üblich sind eigentlich Cherry-, Portwein- oder alte Whiskyfässer. An dieser Stelle haben wir mal was neues ausprobiert und damit etwas geschaffen, das wirklich etwas für Feinschmecker ist“, so Stefan Müller. Er muss es wissen: Seit 15 Jahren beschäftigt er sich leidenschaftlich mit Whisky und war auch an der Gründung des Altenburger Whiskyclubs beteiligt.

Umfassende Unterstützung erhielt Müller während des Produktionsprozesses von Benedikt Skelton. Der hat eigentlich Wirtschaftswissenschaften studiert, absolviert derzeit eine Lehre zum Destillateur und bringt die besten Voraussetzungen und Erfahrungen für den Umgang mit Whisky und speziell Scotch mit: Seine familiären Wurzeln reichen bis ins Schottland des 16. Jahrhunderts zurück. Den Geschmack der leichteren Variante von Red Peak’s beschreibt er als „süßlich und weich, mit einer angenehmen Holznote“, während die 49-Prozenter deutlich „intensiver, tiefer und schokoladiger“ schmecke. Wem das zu stark sei, der könne das Aroma problemlos mit einem Hauch Wasser auf seinen persönlichen milderen Geschmack „herunterbrechen“.

Die Experimentierfreudigkeit der Destillerie soll mit dem neuen Whisky aber noch lange nicht zu Ende sein. Read Peak’s ist nur der Beginn der sogenannten „Osterland Whisky Collection“, einer Reihe speziell veredelter Gerstenmalzschnäpse, die in den kommenden Jahren beständig erweitert werden soll. Auch Gin, Rum und weitere stark alkoholische Getränke sollen, so die Pläne der Destillerie, Teil der Osterland Collection werden.

Auf die Frage, wie man Whisky denn am besten genießen solle, findet Stefan Müller eindeutige Worte: „Definitiv ohne Eis. Das ist ein Mythos, der im Hollywood der 50er aufkam und seitdem nicht mehr verschwunden ist. Ein guter Whisky verliert durch Eis sehr viel von seinem Aroma. Am besten bei Zimmertemperatur genießen.“

Anlässlich des Serienstarts überreichte der neue Chef der Altenburger Liqueurfabrik, Michael Schenk, Altenburgs Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) gestern im Rathaus die beiden Flaschen mit der Seriennummer 1. Wolf, selbst ein Whiskykenner- und -Sammler, bezeichnete die neue Produktreihe als einen Quantensprung, der Altenburg in eine neue Liga bringt. Die bisherige Whisky-Herstellung in der Destille mit einer schlichten Qualität sei mit dem jetzigen Produkt überhaupt nicht mehr zu vergleichen. Durch die hervorragende Qualität und die begrenzte Auflage würden Kenner und Sammler aus der ganze Welt auf Altenburg aufmerksam. „Das ist der Wahnsinn“, sagte Wolf wörtlich.

Genießer sollten übrigens schnell zugreifen, denn beide Varianten sind jeweils auf knapp 500 Flaschen limitiert, allesamt per Hand abgefüllt und neuen Geschäftsführer signiert.

Red Peaks kommt ab heute in zwei Serien in den Handel, allerdings nur im Werksverkauf, in Spezialläden und per online. Die Flasche mit 40 Prozent Alkohol gibt es für 29,90 Euro, die mit 49 Prozent für 34,90 Euro.

Von Christian Neffe und Jens Rosenkranz

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