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Rote Zora vor dem Start in eine neue Ära

Rote Zora vor dem Start in eine neue Ära

Januar wird die "Rote Zora" wieder ihre Türen öffnen. Nicht als Jugendhaus für jedermann, sondern als "Kontaktstelle für mobile Jugendarbeit" der Stadt Altenburg, so die offizielle Bezeichnung.

Ab 1. Dank Café und Band-Proberäumen bleibt die Einrichtung für junge Leute ein offenes Haus.

 

"Nachdem eine Weiterentwicklung beziehungsweise Modifizierung des bestehenden Projekts sowohl vom Jugendhilfeausschuss als auch vom Kreistag befürwortet und im Jugendförderplan verankert wurde, kann die aufsuchende Jugendarbeit nun am 1. Januar 2014 beginnen", heißt es in einer von der Stadtverwaltung herausgegebenen Pressemitteilung.

 

Der dort tätige Sozialarbeiter Rico Schwertner freut sich mittlerweile auf seine neuen Aufgaben. "Am Anfang war ich ein wenig skeptisch, ob das Konzept dieser aufsuchenden Jugendarbeit auch aufgeht", sagt der 41-Jährige ehrlich. Nicht nur Schwertner erinnert sich in diesem Zusammenhang an die Kontroversen, die es im zurückliegenden Frühjahr rund um die Neuausrichtung des einstigen Kinder- und Jugendhauses zwischen dem Rathaus und den dort ein- und ausgehenden jungen Leuten gegeben hatte.

 

Als die Pläne der Verwaltung zur Umgestaltung laut wurden, kam dies für die jungen Nutzer einer Schließung auf Raten gleich. Und mündete sogar in offenen Protesten, die sie bis vor den Stadtrat trugen (OVZ berichtete). "Damals gab es eine ganze Reihe von unnötigen Missverständnissen, die es bei einer besseren Kommunikation nicht gegeben hätte", erinnert sich der Sozialarbeiter heute. Und die dann ebenso rasch aus der Welt waren, wie sie erst hochkochten.

 

"Als die notwendigen Umbauarbeiten anstanden, hielten alle Wort: Die Stadt unterstützte das Vorhaben und die jungen Leute packten mit an", so Schwertner weiter. Um die 20 Helfer im Alter zwischen 20 und 25 Jahren waren bei den umfangreichen Arbeiten mit dabei. Beispielsweise entkernten sie die jetzt ausschließlich genutzte erste Etage. Die Stadt übernahm derweil die Koordination und sicherte trotz leerer Kassen die Finanzierung der Arbeiten an Heizung und Elektrik durch Fachfirmen. "Und alle gingen auf Suche nach Sponsoren, die das Projekt finanziell oder durch Material unterstützten", vervollständigt Schwertner. Insgesamt wurden für die Neu- und Umgestaltung circa 5000 Euro ausgegeben.

 

Bis Februar sollen nun die Restarbeiten erledigt sein. Arbeitsfähig ist Streetworker Schwertner aber schon jetzt. Für den 41-Jährigen ist das Angebot an die jungen Leute in der Stadt sogar um eine Facette reicher: Denn Rico Schwertner wird nun Kinder und Jugendlichen in Altenburg-Südost, am Großen Teich und Altenburg-West aufsuchen - also dahin gehen, wo die sich in ihrer Freizeit aufhalten.

 

Altenburgs Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) begrüßt die Entwicklung: "Mit der Umwandlung des stationären Angebots eines Jugendhauses hin zu einer aufsuchenden Jugendarbeit wird es möglich, künftig gezielt auch außerhalb fester Räumlichkeiten Jugendarbeit leisten zu können. Ich kann verstehen, dass gerade bei langjährigen Nutzern eine gewisse Trauer über die Aufgabe des traditionsreichen Jugendhauses Rote Zora herrscht. Ich bin aber davon überzeugt, dass wir mit dem Kompromiss und der Beibehaltung des Jugendcafés sowie der Bandproberäume hier einen neuen Weg einschlagen, der alle Interessen verbindet". © Kommentar

 

iMobile Jugendarbeit der Stadt Altenburg, Rico Schwertner, Geschwister-Scholl-Straße 10, 04600 Altenburg, Tel. 03447 487943 oder 0151 16259871, Fax: 03447 487942 Email: rotezora-altenburg@gmx.de.

Jörg Wolf

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