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Altenburg Rotkreuz-Urgestein Nico Schlehahn übernimmt Verantwortung
Region Altenburg Rotkreuz-Urgestein Nico Schlehahn übernimmt Verantwortung
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16:09 03.11.2018
Nico Schlehahn steht seit 1. Oktober dem Rettungsdienst des DRK vor. Seit 1994 ist er bei den Rotkreuzlern tätig und sitzt auch weiter auf dem Auto. Quelle: Foto: Mario Jahn
Altenburg

Nein, Neuland hat Nico Schlehahn am 1. Oktober keineswegs betreten, als er sein Dienstzimmer in der Rettungswache des Deutschen Roten Kreuz (DRK) in der Zwickauer Straße als neuer Leiter des DRK-Rettungsdienstes für den Landkreis bezogen hat. „Mein berufliches Leben hat sich ja hier auch schon abgespielt. 1994 habe ich als Zivi beim DRK angefangen und mich dann stetig weiterqualifiziert, bis hin zum Notfallsanitäter im Jahr 2016“, erzählt der 44-Jährige. Und egal, ob Chef, oder nicht: Schlehahn sitzt auch noch selbst mit auf dem Auto, um Menschen in Not zu helfen.

Personal gesucht

Aber natürlich kommt für den inzwischen in Nobitz lebenden in seiner neuen Funktion als Leiter noch einiges an Mehrarbeit hinzu. „Mir obliegt ja jetzt auch die gesamte Koordination sowie das Aufstellen der Dienstpläne für die insgesamt 45 Mitarbeiter“, sagt Schlehahn. Klingt personell recht üppig, ist es aber nicht für einen Hilfsdienst, der rund um die Uhr an sieben Tagen die Woche für Notfälle bereit steht und ebenso auch noch Krankentransporte von Patienten übernimmt. „In Summe kommen da rund 15 000 Einsätze jedes Jahr zusammen“, umreißt der Vorstandsvorsitzende des DRK-Kreisverbandes, Ulf Müller. „Wir suchen auf jeden Fall noch händeringend ausgebildetes Personal und bilden auch selber aus“, schiebt er nach.

Neue Rettungswache in Klausa

Weil unter anderem schon ab kommendem Jahr neben den Rettungswachen in Altenburg sowie Meuselwitz noch eine weitere hinzu kommen wird, für die Nico Schlehahn dann die Verantwortung trägt: „Ab 1. Januar 2019 werden wir in Klausa eine dritte Wache eröffnen, die sich auf dem Gelände des dortigen Betonwerkes befindet. Dort kommen wir zur Miete unter. Das vermietende Unternehmen ist derzeit dabei, die Räume für unsere Bedürfnisse herzurichten und eine den Anforderungen entsprechende Garage für den dann dort stationierten Rettungswagen zu errichten“, erklärt Schlehahn. Vorerst mit zwei ausgebildeten Helfern werde diese dritte Wache zunächst täglich zwölf Stunden besetzt – fest geplant sei aber, wie in Meuselwitz sowie Altenburg, die Besetzung für 24 Stunden. „Dafür brauchen wir aber das zusätzliche Personal zumal wenn perspektivisch Mitarbeiter aus Altersgründen ausscheiden“, so Müller.

Die Kosten für die dritte Wache belaufen sich nach den Worten des Vorstandschefs auf 20 000 bis 25 000 Euro.

„Der Bedarf dieser dritten Wache ist einfach da“, streicht Nico Schlehahn heraus. „Vor allem im ländlichen Raum, wo die Straßen schmaler und die Wege weiter sind, ist es ohne diese Außenstelle schwer, die gesetzlich vorgeschriebene Anrückezeit von zwölf bis 15 Minuten zu halten.“

Zwei neue Fahrzeuge

Ein neuer Chef an der Spitze des Rettungsdienstes sowie eine neue Wache in Klausa sind aber beileibe nicht die einzigen Neuigkeiten bei den Rotkreuzlern im Altenburger Land. Kürzlich konnten die Helfer auch zwei neue Rettungsdienstwagen vom Typ Mercedes in Betrieb nehmen. „Die Fahrzeuge rollen eigentlich ununterbrochen und sind deshalb sehr beansprucht, weshalb solche regelmäßigen Erneuerungen dringend erforderlich sind“, erklärt der Chef. Und dank der modernsten Ausstattung der jeweils rund 137 000 Euro teuren Fahrzeuge wird auch die Arbeit der Helfer erleichtert. Vollautomatische Tragen beispielsweise machen den Transport der Patienten leichter.

Von Jörg Wolf

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